Querhaussanierung und Feuchteschutz für Bausubstanz

Im Zuge der Südquerhaussanierung werden eine ganze Reihe allgemeiner Bau- und Wartungsarbeiten gebündelt, die alle darauf zielen, das Bauwerk dauerhaft gegen Feuchteeinträge zu sichern und vorhandene Schäden an Gewölben, Fenstern und Wandflächen zu begrenzen.
Ausgangspunkt sind die in den vergangenen Jahren sichtbar gewordenen Risse und Schädigungen an den Deckengewölben der Querhäuser und der angrenzenden Bereiche, die nicht nur ein statisches Problem darstellen, sondern auch Eintrittsstellen für Feuchtigkeit bieten.
Mit der Sanierung der Gewölbe gehen daher immer auch Reinigungs-, Konservierungs- und punktuelle Restaurierungsarbeiten an den Wandflächen einher: lose und geschädigte Putz- und Malschichten werden entfernt oder gefestigt, Salzausblühungen behandelt und die historische Fassung so gesichert, dass sie künftige Feuchtebelastungen besser verkraftet.
Eng damit verknüpft ist der Bereich der Fenster. Deshalb nutzt man die für die Querhaussanierung ohnehin notwendigen Gerüste, um auch die Fensterumgebungen systematisch zu kontrollieren: Fugen werden überprüft und, wo nötig, erneuert, Schäden am Stein, an Rinnen und in den Laibungen ausgebessert, und kritische Anschlüsse zwischen Mauerwerk, Blecheinfassungen und Dachbereichen nachgearbeitet. Diese Arbeiten sind oft nicht spektakulär, haben aber eine große präventive Wirkung, weil sie die Zahl der potenziellen Eintrittsmöglichkeiten für Wasser verringern.
Insgesamt gehen also bauliche Sanierung, Restaurierung der Innenoberflächen und kontinuierliche Wartung Hand in Hand. Die Querhaussanierung wird gezielt genutzt, um alle damit verbundenen Schwachstellen, von der Statik über die Entwässerung bis zu den Fensterlaibungen und Wandfassungen, mitzubehandeln.
Die Querhaussanierung wird, wie die übrigen aktuellen Arbeiten im Münster, von mehreren Partnern gemeinsam finanziert: maßgeblich durch Fördermittel des Bundes (Programm „National wertvolle Kulturdenkmäler“), durch Patronatsmittel des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg, durch Eigenmittel der Kirchengemeinde aus dem Münsterhaushalt sowie durch Spenden, Patenschaften und Zuweisungen des Münsterbauvereins. Für den Bauabschnitt 2026–2027 ist ein Gesamtvolumen von 800.000 Euro vorgesehen.
Herzlichen Dank allen Personen und Institutionen, die an der Finanzierung und Ausführung der Instandsetzungsarbeiten beteiligt sind.
Martin Heider

