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Aufwendig restauriertes Reiterstandbild vorgestellt


Feier Reiterstandbild Doberaner Münster 5.6.2019 003

Sechs Jahre von der Planung bis zur abgeschlossenen Restaurierung. Am 5. Juni 2019 wurde im Doberaner Münster die Fertigstellung der Restaurierung des Reiterstandbildes feierlich gewürdigt.

Sechs Jahre nach Beginn der Planungsvorbereitungen ist es nun geschafft. Die Restaurierung und Konservierung des Grabmonumentes des Samuel Behr im Doberaner Münster ist abgeschlossen.

„Das Grabmal gilt als einziges Grabmonument mit einem lebensgroßen freistehenden Reiterstandbild in Deutschland und geht auf italienische Reiterstatuen der Zeit um 1600 zurück. Es ist unter anderem Ausdruck der veränderten Ansprüche an die höfische Repräsentation und nicht zuletzt zurückzuführen auf das enge Vertrauensverhältnis Herzog Adolf Friedrichs I. zu seinem Geheimen Rat.“, berichtet Kunsthistoriker Detlef Witt (Greifswald). Der Herzog selbst habe befohlen, den Verstorbenen in der fürstlichen Grablege in Doberan, in einem hölzernen, mit Zinn überzogenen und mit Bärenköpfen verzierten Sarg beizusetzen. Das Grabmonument entstand in den Jahren 1622-26 durch den Leipziger Bildhauer Franz Julius Döteber und dessen Gehilfen Daniel Werner.

Der Restaurierung vorangestellt waren ab August 2013 grundlegende Voruntersuchungen durch ein Team von Fachrestauratoren für die verschiedenen Materialgruppen. Seit 2014 erfolgten umfangreiche Restaurierungsarbeiten. Aufgrund der Materialvielfalt (Stein, Holz, Textil, Leder und Metall) und der komplexen Problematik des Untergrundes stellten sie alle Projektbeteiligten vor besondere Herausforderungen. „Als Hauptschadensursache wurden aufsteigende Feuchtigkeit und Salze durch fehlende bzw. beschädigte Horizontalsperren in Verbindung mit dem extrem hohen Grundwasserspiegel diagnostiziert. Dadurch kam es im unteren Bereich zu Oberflächenverlusten an der Steinsubstanz und der Fassung“, so der leitende Restaurator Sebastian Röhl (Berlin). Hinzu kamen Abbrüche und Fehlstellen durch mechanische Einwirkung sowie gerissene Fugen. Die Holzteile waren durch holzschädigende Insekten angegriffen.

 

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