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Münster im Kontext von sechs Schwester-Basiliken


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Der Band widmet sich der Stellung des Doberaner Münsters im Kontext zeitgenössischer Backstein-Basiliken, weiterer Forschungen zum Bauwerk und dem Archivgut.


Der umfassendste Einzelbeitrag widmet sich der Stellung des Doberaner Münsters (Abb. 1) im Kontext zeitgenössischer Backstein-Basiliken. „Sechs Schwestern: Vignetten zur Baugeschichte“ stellt die Dome von Schwerin und Lübeck, die Nikolaikirche zu Stralsund und die Marienkirchen in Rostock (Abb. 2) und Lübeck einander gegenüber. Dabei bestimmen die vertikalen Gebäudequerschnitte und Dimensionen, die Basisgeometrie der Choranlagen, das Strebesystem, die Verankerungen, die horizontalen Pfeilerquerschnitte und Wandaufrisse die Untergliederungen.

Bei den Kapiteln zur Entwicklung des Bauwerkes vom späten 15. Jahrhundert (das Reiche und Glückliche in zunehmender Abhängigkeit vom regierenden Herzogshaus) über die Klosterauflösung in der Reformationszeit, die Erhaltung und Weiternutzung des Areals unter Herzog Ulrich von Güstrow, den Dreißigjährigen Krieg und seine Folgen, die Entwicklung bis zur Gründung des Modebades um 1800, werden viele bislang unbekannte Details und Pläne durch das akribische Aktenstudium des Kustos Martin Heider, und die Übersetzung der Inhalte, ans Licht gebracht. In zeitlicher Abfolge schließen sich daran Beiträge über das Münster als Gegenstand der Denkmalpflege und Restaurierung bis 2019 an.

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Dieser Teil enthält auch einen Beitrag von Stefan Thiele, der gekonnt den Bogen zur 2016 veröffentlichten Dissertationsschrift über die Forschung und Denkmalpflege im 19. und 20. Jahrhundert schlägt. Die Restaurierung von 1964 bis 1984 als Referenzobjekt für die gesamte DDR-Denkmalpflege par excellence wird dabei umfassend und sachlich-kritisch in all seinen Facetten behandelt, denn das Konzept steht am Wendepunkt sich ändernder Tendenzen der denkmalpflegerischen Auffassung. Denn wie schon 75 Jahre zuvor unter Möckel geschehen, entstand ein völlig neuer einheitlicher Raumeindruck unter weitgehendem Verlust des qualitätvollen Bestandes an Raumfassung.

„Es entstand ein Handbuch, das den aktuellen Wissensstand zum Münster, einem der wichtigsten Bauwerke der nordischen Backsteingotik und einem Denkmal zisterziensischer Baukunst von internationaler Bedeutung, zusammenfasst. Dem bereits 2018 (im selbigen Verlag) publizierten Tagungsband zu der einzigartigen Ausstattung (Fachzeitschrift RESTAURO berichtete) kann damit ein Folgewerk zur Seite gestellt werden, dass auch den diese bergenden Schrein, das Doberaner Münster selbst, behandelt.“

Boris Frohberg

Dipl.-Restaurator aus Berlin


Eine weitere ausführliche Buchbesprechung ging ein und wurde ebenfalls in einer Fachschrift veröffentlicht. Diese wird in einer der nächsten Newsletter-Ausgaben veröffentlicht.

Das Buch ist im Abhol-Service täglich von 11 bis 13 Uhr im Doberaner Münster erhältlich.

Und hier in unserem Shop bestellbar: shop/literatur/das-doberaner-muenster-bau-geschichte-kontext

 

 

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