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„Klimalehrpfad“ – Kooperation mit Christlicher Münsterschule


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Die Christliche Münsterschule Bad Doberan wurde im Vorjahr bundesweiter Energiesparmeister.

 

Die Münsterverwaltung beteiligte sich jüngst am Schulprojekt „Klimalehrpfad“ und thematisierte gemeinsam mit Schülern der 5. und 6. Klasse und der Dipl.-Biologin Ina Sakowski den Artenschutz am Doberaner Münster.

 

Im Rahmen des Klimalehrpfades wird es auch eine Tafel in der Nähe des Münsters geben.

 

 

Tiere am und im Doberaner Münster (1)


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Seit Errichtung des Münsters vor mehr als 700 Jahren hat es immer vielerlei tierische Bewohner am und im Münster gegeben.
Mit Dipl.-Biologin Ina Sakowski schauen wir diesbezüglich in die Vergangenheit und Gegenwart.

Ob es nun geflügelte Wesen, wie Stechimmen und Fledermäuse, diverse Vogelarten wie z.B. Turmfalke, Waldkauz, Mauersegler oder Schleiereule sind; oder aber solche, die am Boden leben, wie Mäuse, Molche und Käfer. Sie alle haben mit Sicherheit in teils großem Umfang auf dem riesigen Klostergelände und auch im Münster selber ihr Domizil gehabt.

So berichten Akten aus dem Jahr 1600 von Bienenstöcken an der inzwischen vollständig verloren gegangenen Neuen Mühle, wenige hundert Meter östlich vom Klosterareal. Auch nordöstlich des Münsters, im sogenannten „Tiergarten“, wurde demnach im 17. und 18. Jahrhundert Wild gehalten. Möglicherweise stammt der heute noch im nördlichen Münster an einem Pfeiler zu besichtigende Rothirschkopf eines Zehnenders aus diesem klostereigenen Gehege.

Selbst von Wölfen wird in alten Akten berichtet. So nahmen mehrere Bauern 1552, im nur vier km entfernten Brodhagen, einer alten Fähe sieben Junge weg und erhielten dafür vom Domanialamt eine Prämie (schriftliche Mitteilung Martin Heider, 2020).

Einige der o.g. Tiere leben bis heute im Münster sowie dessen Außengelände. So kann man im Frühjahr bei sonnigem Wetter sowie ausreichend Wasserstand und -qualität im großen Teich am Münster an der Wasseroberfläche balzende Kammmolche beobachten (eigene Beobachtung Anfang der 2000er Jahre). Eine europaweit streng geschützte und heutzutage auch in MV immer seltener werdende, stark gefährdete Art.

 

 

Tiere am und im Doberaner Münster (2)


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Die lauten, immer in Kolonien lebenden Dohlen sind das ganze Jahr am Münster anzutreffen. Der aufmerksame Besucher kann ihr lebhaftes Treiben von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang bewundern. Die Paare sind sich ein Leben lang treu und häufig gemeinsam anzutreffen.

Sie haben die Auswahl zwischen 53 Nistkästen, die vom NABU ab 1997 eigens für sie im Gewölbe angebracht wurden. Die immer im Mai stattfindenden Nestlings-Kontrollen und -Beringungen dokumentieren 25-35 erfolgreiche Bruten jedes Jahr (schriftl. Mitteilung Frank Emmerich, 2020).

Aufgrund dramatischer Bestandsrückgange in den 80er und 90er Jahren (ca. 1.000 Brutpaare in MV) wurde die Dohle in der Roten Liste der Brutvögel MVs von 2003 als „vom Aussterben bedroht“ aufgeführt.

 

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Dank von Naturschutzverbänden initiierten umfangreichen Aufklärungskampagnen und Maßnahmen in Städten und Gemeinden, wie z.B. das Kasten- und Kirchturmprogramm, erholten sich die Dohlenbestände langsam. Aktuell ist der Bestand mit 83.000 - 140.000 Brutpaaren landesweit relativ stabil und die Dohle als Brutvogel in MV ungefährdet (vgl. Rote Liste der Brutvögel MVs von 2014).

Verwilderte Stadttauben versuchen jedes Jahr, ebenfalls in Rüstlöchern, Nischen oder sogar Dohlenkästen zu brüten, was von wenig Erfolg gekrönt ist. Im Zuge der letzten Sanierungen wurden von der Münsterverwaltung gezielt bauliche Maßnahmen vorgenommen, um diese häufig vorkommende Art vom Kirchenbau fern zu halten. Schließlich möchte man im Sinne des Artenschutzes bevorzugt gefährdeten und geschützten sowie seltenen Tierarten eine Heimstadt bieten.

 

„Kinderrundgang mit Tieren“ durch das Münster


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Für Kinder und Familien gibt eine Möglichkeit, das Doberaner Münster zu erkunden.


Mithilfe des Rundgangblattes „Kinderrundgang mit Tieren“ erfährt man an verschiedenen Stationen Wissenswertes über ausgewählte Ausstattungsstücke. Dabei helfen die unterschiedlichen Tiere, welche die Kinder finden und identifizieren können.

Es gilt zum Beispiel den König der Lüfte, der auch ein Zeichen für das Göttliche ist, auf dem Gestühl zu finden, den passenden Tiernamen auf dem Rundgangblatt einzutragen und damit dem Lösungswort ein Stück näher zu sein.

kindermünsterführer

 

Dabei geht es nicht immer nur darum, tatsächliche Erkenntnisse weiterzugeben, sondern es soll die Kinder auch ermutigen, eigene Zugänge zu finden. So hinterließ ein Kind im Gästebuch eine mögliche Erklärung für die besondere Darstellung eines Ausstattungsstückes: „Das ist bestimmt nicht fertig geworden, weil der Mann, der es geschnitzt hat, gestorben ist.“

Der Rundgang richtet sich an Kinder der ersten bis siebten Klasse zum selbständigen Lösen. Mit elterlicher Hilfe können auch Kindergartenkinder damit umgehen.

Das Blatt ist bei Besichtigung des Münsters kostenfrei an der Kasse erhältlich.

Konstanze Heider/Anne Jax


Foto 1: Anne Jax, Foto 2: Pelikangestühlswange (um 1300) - Martin Heider

 

 

Tierdarstellungen in der Adolf-Friedrich-Loggia (Teil 1)


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Eines der eindrucksvollsten Grabdenkmäler im Münster wurde Anfang des 17. Jahrhunderts, mitten in den Wirren des 30-jährigen Krieges, für den Herzog Adolf Friedrich I. und dessen erste Gemahlin Anna Maria vom Leipziger Baumeister Döteber errichtet.

Es besteht aus dem Gruftgewölbe und der darüber errichteten sechsbogigen Loggia, die zahlreiche Abbildungen von Ornamenten, christlichen Symbolen, Blüten, Fabelwesen sowie damals in Europa bekannten – sowohl rezenten als auch ausgestorbenen - Tierarten aufweist.

Auffallend sind die detailgetreuen und zoologisch teilweise sehr korrekten Darstellungen verschiedener Insekten, Amphibien und Reptilien, Säugetiere sowie einiger Weichtiere.

Es stellt sich die Frage, woher der Bildhauer diese genauen Kenntnisse hatte. Entweder wurde ein führender Naturforscher der Zeit hinzugezogen oder aber – was wahrscheinlicher ist - man nutzte Vorlagen aus damals bekannten Enzyklopädien, Sammlungen u.a. Quellen.

Das 15. und 16. Jahrhundert war nicht nur das Zeitalter der Entdeckung neuer Kontinente mit einer exotisch anmutenden Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch der Beginn der systematischen Erfassung, (Neu-)Ordnung und wissenschaftlichen Kategorisierung von Tier- und Pflanzenarten, die mit Beginn des 18. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichte. Vielen bekannt ist sicher das lebensgroße Ölgemälde „Rhinozeros Clara“ des französischen Malers Jean Baptiste Oudry (1686-1755), das sich heute neben 33 anderen Gemälden und 43 Zeichnungen als weltgrößte Oudry- Sammlung im Staatlichen Museum Schwerin befindet. Herzog Christian Ludwig II. von Mecklenburg war ein eifriger Sammler dieser Werke.

In der Renaissance bildeten Künstler, v.a. Maler, heimische und exotische Tiere sehr natur- und detailgetreu ab. Beispielhaft dafür sei Albrecht Dürer (1471-1528) genannt, der sehr viele lebensechte Zeichnungen und Bilder schuf, wie z.B. der „Hase“, „Blaurackenflügel“, das „Käuzchen“ oder das „Rhinozeros“.

 

 

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Der Wiener Stadtarzt und Universalgehrte Conrad Gesner veröffentlichte zwischen 1551 und 1560 seine vierbändige, reich illustrierte „Historia animalium“ - eine Tierenzyklopädie, die auch in Deutschland als "Thierbuch" sehr bekannt war. Auf 4.500 Seiten und in 1.000 Holzschnitten werden ca. 800 damals in Europa bekannte Tierarten vorgestellt und deren Körperbau, Lebensweise, Fortbewegung, Verbreitung und Nützlichkeit dargestellt. Als aufgeklärter Zeitgenosse glaubte und beschrieb Gessner aber auch noch einige Fabelwesen, wie z.B. Seeschlangen und das Einhorn.

Nur wenige Jahrzehnte später (1615) erschien das „Theatrum Naturae“ des Nürnberger Malers Lazarus Roeting und seines Neffen Michael Rötenbeck, mit zahlreichen Tierzeichnungen und -aquarellen, insbesondere Vögeln. Auch hierin werden fantasievolle Fabelwesen und exotische Tiere dargestellt.

Nicht zuletzt konnte der Leipziger Baumeister Döteber (und seine Steinmetzen) theoretisch auch auf den großen Buchbestand der 1409 gegründeten Universität Leipzig zurückgreifen. Die dort 1549 gegründete Bibliothek nahm im Zuge der Reformation zunächst die Buchbestände im Rahmen vielfältiger Klosterauflösungen auf. Schon 1550 zählten etwa 6.000 Drucke und rund 750 Handschriftenbände (das entspricht etwa 1.500 Werken) zu ihrem Besitz.

All diese Werke, Arbeiten, Enzyklopädien, Sammlungen u.v.m. könnten dem Baumeister der Loggia bekannt gewesen sein.


Text: Dipl. Biologin Ina Sakowski
Fotos: Ina Sakowski (Satow), Michael Berger (Rostock)

 

 

Tierdarstellungen in der Adolf-Friedrich-Loggia (Teil 2)


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Von Dipl.-Biologin Ina Sakowski – Ab Teil 2 dieser Folge wird versucht, die Tierabbildungen naturwissenschaftlich ein- bzw. zuzuordnen.


Grundsätzlich sind alle Tier- (und Pflanzen-) Reliefs der Loggia als künstlerische Darstellungen zu werten, die in vielen Fällen eine christliche, z.T. eine weltliche Symbolik repräsentieren sollen. So gilt z.B. der Hase als Fruchtbarkeits- und Auferstehungssymbol, die Schlange als Hinweis auf Verführung und Sünde, der Hund als Symbol für Treue und Frömmigkeit, der Hirsch mit seinem sich jährlich erneuernden Geweih als Zeichen für Wachstum/ Erneuerung, der „gefährliche“ Bär als Hinweis auf Todsünde und den Teufel; das Einhorn steht für Stärke sowie Reinheit und die Muscheln sind ein Hinweis auf die Auferstehung.

Der gesamte „Jagdbogen“ (Arkade Nr. 3) stellt nicht nur viele zoologisch eindeutig zuordenbare Spezies dar, sondern die Jagd an sich steht für den (weltlichen) Regenten/ den Herrscher. Das verdeutlich auch die Anordnung dieses Bogens, direkt hinter dem Standbild von Adolf Friedrich (Abb. 1) und nicht links oder rechts von ihm.

Im Weiteren werden die gehäuft auf den Arkadenbögen zwei und drei sowie auf den darunter befindlichen jeweiligen Säulenbasen abgebildeten Tierdarstellungen beschrieben (von links nach rechts bzw. oben nach unten). Jeder Bogen besteht aus 2x10 Feldern, in denen die einzelnen Reliefs ausgeführt wurden. Jede Bogenbasis fußt auf jeweils 2x2 angeordneten Darstellungen. Die Größe der mit einem dünnen Goldrand eingefassten Einzelrelief/-darstellungen beträgt durchschnittlich 11x13,5 cm.

Der ganz links angeordnete erste Bogen weist verschiedene Blumen-Ornamente und -Symbole auf, wie z.B. eine (weiße) Nelke als Zeichen der Trauer und eine Lilie als Symbol für Reinheit und Unschuld. Außerdem wurden vier symbolträchtige Tiere abgebildet: Pelikan oder Reiher (mit Aal oder Schlange im Schnabel), Hahn oder Phönix, Ziegenbock sowie Birkhahn mit Hufeisen im Schnabel und deutlich erkennbarer „roter Rose“ über dem Auge.

Die linke Bogenbasis zeigt in ihren vier Feldern die Wappentiere bzw. -abbildungen von vier weltlichen Herrschaftsbereichen auf: den schwarzen Stierkopf mit aufgerissenem Maul für das Herzogtum Mecklenburg, den schreitenden goldenen Greif für die Herrschaft Rostock, den schräg liegenden Stierkopf für die Herrschaft Werle und den silbernen weiblichen Arm mit goldenem Ring für den Landesteil Burg Stargard. Es sind also die Insignien der weltlichen Herrschaft des Mecklenburger Herzogs Adolf Friedrich (Abb. 3).

Die rechte Bogenbasis stellt vier Blüten-Ornamente dar. Mit Fantasie kann man auch die „sich in den Schwanz beißende Schlange“ als Symbol der Ewigkeit erkennen.

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Der „Gliedertier-Bogen“ überwölbt die zweite Fensternische von links. Er bildet acht verschiedene Wirbellose der zu den Gliedertieren gehörenden Gruppe der Insekten (6 Beine), der Krebse (10 Beine) und der Spinnen (8 Beine) sowie zehn Blüten-/ Pflanzenornamente (als Aufsicht) und zweimal einen traubenfressenden Vogel ab. Der Bogen fußt auf je 2x4 Blüten-Ornamenten bzw. -Symbolen (Abb. 2).

Das in der oberen Reihe als 2.v.l. und 2.v.r. dargestellte Relief je eines, an einem Rebstock Trauben fressenden, Vogels stellt ein uraltes christliches Symbol dar. Fachlich gesehen fressen nur wenige heimische Vögel Weintrauben, so z.B. der Star. Sein bläulich-silbern schimmerndes Deckgefieder könnte auf dem 2.v.l. Vogelrelief mit Blattgold angedeutet sein. Der andere Singvogel (2.v.r.) sitzt auf einem Zweig, der an eine mit geöffnetem Maul dargestellte Schlange erinnert und kann nicht eindeutig determiniert werden. Trauben fressende heimische Vögel sind auch Amseln und Drosseln, gelegentlich auch Sperlinge.

An Stelle 3.vl. und 3.v.r. wurde je ein Dekapode („Zehnfüßer“) dargestellt, deutlich erkennbar an dem langgestreckten, gut abgegrenzten Hinterleib, den 5 Beinpaaren sowie zwei Fühlern. Lediglich die an den zwei vorderen Beinpaaren dargestellten Scheren sind in natura wesentlicher größer ausgebildet. Beim rechts am oberen Bogen dargestellten Tier könnte es sich um den im 17. Jahrhundert in MV und anderorts häufig vorkommenden und regelmäßig verzehrten Europäischen Fluss- bzw. Edelkrebs handeln. Heutzutage ist diese Spezies europäisch streng geschützt sowie deutschlandweit stark gefährdet. Seit dem 19. Jahrhundert verdrängen ihn amerikanische Krebsarten aus seinen angestammten Habitaten; Krankheitserreger und mangelnde Wasserqualität tun ein Weiteres.

Die zwei mittig im oberen Bogen dargestellten Insekten stellen zwei verschiedene Käferarten dar, von denen mind. eine Spezies – die rechte, feingliedrige - ein sog. Kurzflügelkäfer sein könnte. Typisch sind die deutlich verkürzten Flügeldecken und der dadurch in Teilen ungeschützte Hinterleib. In Deutschland kommen aktuell mehr als 1.500 Arten dieser überwiegend räuberisch lebenden Käfer vor. Sie besiedeln alle terrestrischen und semiaquatischen Lebensräume.

Der zweite Käfer erinnert mit seinem massigen Körper und den durch Flügeldecken geschützten, kompakten Hinterleib an einen Laufkäfer. Auch er weist, wie die feingliedrige Spezies, ein parallel zum Körper gewelltes Brustschild auf. Dies ist der Fantasie des Künstlers entsprungen. Ebenso wie die anatomisch nicht korrekte Darstellung der Mundwerkzeuge des massigen Käfers, die nicht am Kopf, sondern am vorderen Brustschild ansetzen. Beide Käfer wurden in der heute noch üblichen Präparationsweise dargestellt: das vordere Beinpaar und die Fühler nach vorne gestreckt, die hinteren beiden Beinpaare nach hinten angewinkelt.

 

 

Tiere 3

In der unteren Bogenreihe wurde an den Stellen 2.v.l. und 2.v.r. je ein Spinnentier mit seinen charakteristischen zwei Körperabschnitten, den jeweils vier Beinpaaren sowie zwei Kieferklauen am Vorderkörper/ Kopf dargestellt. Die Ausrichtung der zwei vorderen Beinpaare weist auf die Gruppe der Webspinnen hin. Aktuell leben in MV ca. 600 und deutschlandweit ca. 1.000 Arten, die sich durch den Bau von selbst produzierten Netzen auszeichnen. Ist die rechte Spinne fachlich korrekt dargestellt, hat der Reliefkünstler auf der linken Bogenseite zwei Beinpaare zu viel sowie auch noch am falschen Körperteil entspringend dargestellt (Alle Laufbeine von Spinnen wachsen am Vorderleib.).

An Stelle 4.v.l. und 4.v.r. sind zwei Exemplare einer zoologisch sehr urtümlichen Insektenfamilie, der Libellen, abgebildet. Beide Exemplare, insbes. das linke mit seiner auffallend breiten Flügelbasis (wie heute rezent nicht existent), erinnern an fossile Abdrücke. Libellen existieren seit mehr als 300 Millionen Jahren mit einer bis heute weitgehend gleichen Anatomie und Flugtechnik. Im Karbon und Perm flogen riesige Exemplare mit einer Flügelspannweite bis zu 70 cm. Die 63 aktuell in MV lebenden Arten weisen Spannweiten von 2 bis 11 cm auf.

Libellen sind Raubinsekten und erhaschen ihre Nahrung im Flug. Da sie als eine der wenigen Fluginsekten jeden ihrer vier Flügel durch eine kräftige, direkte Flugmuskulatur einzeln bewegen können, vollführen sie oft beeindruckende Flugmanöver, um mit bis zu 45 km/h ihre Beutetiere im Zickzack-Kurs zu ergreifen. Sehr hilfreich dabei sind ihre großen Augen, die aus bis zu 30.000 Einzelfacetten bestehen. Bei den Kleinlibellen sitzen die Augen weit voneinander getrennt als Halbkugeln seitlich am Kopf (wie bei 4.v.l., aber Körper von Großlibelle); bei den Großlibellen stoßen sie oben in der Kopfmitte zusammen (wie 4.v.r., aber Körper einer Kleinlibelle).

Libellen besitzen annähernd gleich große Vorder- und Hinterflügel sowie sechs Beinpaare, die an der Brust entspringen. Insbesondere Kleinlibellen haben lange Beine (deutlich sichtbar an Insekt 4.v.r., aber insgesamt nur vier Beine sichtbar) und können ihre zwei Flügelpaare in Ruhestellung zusammenklappen. Bei den Großlibellen bleiben die vier Flügel auch in Ruhe waagerecht vom Körper abgespreizt (wie bei beiden Reliefs). Die komplizierte Metamorphose von Libellen u.a. Insektenarten war zur Zeit des Loggiabaus noch unbekannt. Erst die deutsche Kupferstecherin und Naturforscherin Maria Sibylla Merian publizierte Ende des 17. Jahrhunderts ihre damals Aufsehen erregenden Bildbände und Texte zu „Der Raupen wunderbare Verwandlung und sonderbare Blumennahrung“ sowie der „Metamorphosis insectorum Surinamensium“. (Fortsetzung folgt im nächsten Newsletter)


Text: Dipl. Biologin Ina Sakowski, Fotos: Ina Sakowski (Satow), Michael Berger (Rostock), Martin Heider.

 

 

Tierdarstellungen in der Adolf-Friedrich-Loggia (Teil 3)


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 Von Dipl.-Biologin Ina Sakowski – Fortsetzung der Teile 1 und 2 in den Newsletter-Ausgaben vom März und April 2023. Ab Teil 2 dieser Folge wird versucht, die Tierabbildungen naturwissenschaftlich ein- bzw. zuzuordnen. Diese Folge thematisiert den dritten Jagdbogen.


Der dritte, sog. „Jagdbogen, befindet sich in Verlängerung des Treppenaufgangs zum „Theater“ sowie direkt hinter dem Standbild des Herzogs. Im Mittelalter erreichte die höfische Jagdkultur einen Höhepunkt und wurde zum Privileg und Statussymbol des Adels. Die Jagd diente weniger dem ursprünglichen Nahrungserwerb und der Bekleidung, sondern mehr dem Zeitvertreib und Vergnügen sowie der Trophäengewinnung. Neben der Fallen- und Beizjagd (mit Habichten und Falken, auch von Frauen ausgeübt) war an den herzoglichen Höfen v.a. die die Hetz- bzw. Treibjagd (zu Pferd mithilfe einer abgerichteten Hundemeute) weit verbreitet.

Im oberen Bogen werden vier Jagdhunde, ein Hase, ein Fuchs, je ein Schwarz- und Damwild sowie zwei Schlangensymbole dargestellt. Im unteren Bogen finden sich fünf unterschiedliche Vögel, ein (Europäisches) Gleithörnchen sowie vier Blütenpflanzensymbole. Die linke Bogenbasis zeigt drei herpetologische Spezies sowie ein (fossiles) Weichtier, die rechte Bogenbasis eine Fliege sowie drei Blüten-Aufsichten.

In der Mitte des oberen Bogens sind ein – von Hunden gehetzter – Eber und ein Damhirsch herausgearbeitet worden. Schwarzwild kam damals wie heute in großen Mengen in Mecklenburg vor. Die kleine Hirschart war nach der letzten Eiszeit in Europa ausgestorben und wurde erst im 16. Jahrhundert wieder aus dänischen Zuchtbeständen in Europa und auch Deutschland angesiedelt. Auch die Mecklenburger Herzöge werden größere Damwild-Rudel in damals üblichen Gehegen gehalten und gejagt haben.

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Die Treibjagd mit Hunden auf Füchse und (Feld)Hasen hat eine lange Tradition und war zu Adolf Friedrichs Zeiten sehr verbreitet. Die jeweils zwei Reliefs ganz links und rechts im oberen Bogen stellen eine solche Szene dar. Aktuell sind die Bestände der Feldhasen deutschlandweit gefährdet. 

Unter den vier Jagdhunden lassen sich deutlich zwei schlanke Windhunde sowie zwei etwas robustere Tiere erkennen. Im 17. Jahrhundert gab es noch keine gezielte Hundezucht bzw. -rassen im modernen Sinne. Die Tiere wurden nach Körperbau, Veranlagung (z.B. gutes Gespür, schnelles Laufen, starke Muskeln und große Körpermasse, Apportierfreude) und spezieller Verwendung/Funktion (Hüten, Hetzen, Aufspüren...) unterschieden und eingesetzt. So gab es z.B. den sog. Leithund (mit guter Spürnase und Folgsamkeit) in einer Hundemeute. Er wurde an langer Leine zum Aufspüren bzw. Anzeigen des Wildes eingesetzt. Die zwei mit Halsband am Bogen dargestellten Hunde könnten solch eine Funktion wiedergeben. Teilweise wurden dafür „Bracken“ genutzt, die als Stammvater aller späteren Jagdhunderassen Eurasiens gelten. Diese Hunde wurden insbesondere zur Jagd auf Federwild, Dachse und Kaninchen verwendet und repräsentieren unsere heutigen „Vorstehhunde“.

Unter den im Mittelalter schriftlich erwähnten Windhunden wurde die schlanke, schnelle Form v.a. für die Hasenhatz eingesetzt und die robustere, stämmigere Form (u.a. die späteren Doggen und Molosser) zur Hetze von Rot- und Schwarzwild verwendet.

 

 

Tiere 3

Im unteren Bogen ganz links schaut den Betrachter eine Eule direkt an. Aufgrund der Ohren und Gesichtsmerkmale könnte es eine, auch heute in MV noch häufig vorkommende, Waldohreule sein. Im Grabmal symbolisiert sie vermutlich die Trauer, aber auch die Weisheit (des Regenten). An dritter Stelle v.l. ist ein (Höcker-) Schwan in seitlicher Stellung, mit leicht aufgebäumtem Körper als Verteidigungsgeste, zu sehen. Seit dem frühen Mittelalter war die Schwanenjagd in Nord- und Mitteleuropa ein königliches Privileg und durfte nur vom herrschenden Regenten ausgeübt werden. Auch die Schwanenhaltung bzw. -zucht durfte viele Jahrhunderte nur von Adligen ausgeübt werden. Es war schon etwas Besonderes, dass die Stadt Rostock im Jahr 1473 das "Schwanenrecht" im Bereich der Warnowmündung von der Adelsfamilie Wulffen erwarb (KRAUSE, Karl Ernst (1880): Van der Rostocker Veide: Rostocker Chronik von 1487 – 1491).

Ungefähr in der Mitte des unteren Bogens sind zwei sich anschauende Vögel: ein Hahn und ein Pfau mit aufgestellten Federn (Rad) zu finden. Der ursprünglich aus Indien stammende Hühnervogel war im Mittelalter an Fürstenhöfen als Ziervogel weit verbreitet. Sein Fleisch galt als kulinarische Delikatesse und seine langen Federn waren als Schmuck sehr beliebt.

An dritter Stelle von rechts ist ein (Fisch-) Reiher dargestellt; gut erkennbar am leicht gebogenen Hals. Er hält eine Schlange mit geöffnetem Maul im Schnabel (Symbolik: fressen des Bösen, das die Schlange verkörpert). Reiher wurden an den Fürstenhöfen gejagt und verspeist.

Ganz rechts im unteren Bogen ist ein in Deutschland nie heimisch gewesenes (Europäisches) Gleithörnchen dargestellt, das im Mittelalter aufgrund seines wertvollen Felles v.a. in Russland und seinem asiatischen Hauptverbreitungsgebiet stark bejagt wurde. Über hanseatische Pelzhändler und den Deutschritterorden kamen die wertvollen Felle auch nach Deutschland und wurden hier von Adligen als Futter oder Besatz verwendet. Aktuell leben über 90% der europäisch streng geschützten Art in Finnland. Auf dem Relief nicht lebensecht dargestellt ist der auch im Flug deutlich sichtbare 9-14 cm lange buschige Schwanz des nur max. 20 cm langen Hörnchens.

Auf den 4 Feldern der linken Bogenbasis wurden eine züngelnde Schlange, ein Frosch- und ein Schwanzlurch sowie ein Weichtier abgebildet. Alle Tiere weisen einen Bezug zum Element Wasser auf und wurden mit viel künstlerischer Freiheit ausgeführt. Bei der symbolträchtigen Schlange könnte durchaus eine Parallele zur bis heute in MV weit verbreiteten harmlosen Ringelnatter hergestellt werden. Der Schwanzlurch sieht einem rezenten (Kamm- oder Teich-) Molch und der Froschlurch einem Grün- oder Braunfrosch ähnlich. Das Gehäuse des Weichtiers erinnert mit seinen starken Zuwachsstreifen an einen fossilen Ammoniten (bis vor ca. 50 Mill. Jahren in den Weltmeeren lebender Kopffüßer, naher Verwandter der rezenten Tintenfische), weist aber den Körper einer Schnecke auf. Zur damaligen Zeit könnte solch ein Fossil durchaus als Schnecke angesehen worden sein.

Die Felder der rechten Bogenbasis zeigen drei große Fantasie-Blüten in Aufsicht sowie eine taxonomisch zu den Zweiflüglern gehörende (Echte?) Fliege. Das Insekt trägt mit Blattgold ausgeführte Punkte auf den Flügeln sowie einen glänzenden Hinterleib. Auch wenn es real keine derart gemusterten Fliegenflügel gibt, erinnert das Blattgold doch an die allbekannte Schmeißfliege mit ihrem bläulich-grün schimmernden Hinterleib.



Text: Dipl. Biologin Ina Sakowski, Fotos: Ina Sakowski (Satow), Michael Berger (Rostock), Martin Heider.

 

 

Tierdarstellungen in der Adolf-Friedrich-Loggia (Teil 4 von4)


Von Dipl.-Biologin Ina Sakowski – In den Teilen 2-4 dieser Folge wird versucht, die Tierabbildungen naturwissenschaftlich ein- bzw. zuzuordnen. Diese Folge thematisiert die Jagdbogen 4 bis 6.

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Abb.1

Der 4. Arkadenbogen, direkt hinter der Herzogin, trägt mittig zwei traubenfressende Vögel sowie acht Blütensymbole. Die linke Bogenbasis zeigt zwei große Blüten-Aufsichten sowie eine aufgeklappte (Herz-) Muschel und eine stilisierte (Jakobs-?) Muschelschale von oben (Abb. 1). Aufgrund der kleinen Größe könnte es durchaus eine an der Ostsee vorkommende Herzmuschelart sein.

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Abb.2

Die rechte Bogenbasis bildet drei große Blüten und ein (Wild-) Kaninchen ab, gut zu erkennen an den kurzen Ohren (Abb. 2). Kaninchen wurden auch zum Ausgang des Mittelalters üblicherweise mit kleinen, kurzbeinigen Hunden (den Vorfahren der heutigen Teckel) und Fangkörben vor den Ausgängen ihrer weit verzweigten Baue gejagt. Erst ab dem 13. Jahrhundert breitete sich diese Spezies von der Iberischen Halbinsel nach Mitteleuropa aus; heutzutage sind die Bestände deutschlandweit stark abnehmend und bedroht.

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Abb. 3

Der Bogen Nr. 5 sowie seine zwei Basen zeigen ausschließlich stilisierte Blüten und Pflanzen.

Der sechste, ganz rechte Bogen zeigt fantasievolle symbolträchtige Reliefs von Blüten, Pflanzen und Früchten sowie in der oberen Reihe, von links beginnend, fünf Fabelwesen- bzw. Tierreliefs. Vom Künstler herausgearbeitet wurden ein (Feld-) Hase, ein Einhorn, ein kräftig gebauter Windhund sowie je ein - aus einer Blüte mit halbem Körper schauender - (Rot-) Hirsch und Jagdhund (Abb. 3 und 4).

 

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Abb. 4

Die linke Bogenbasis zeigt in den vier Feldern zwei Blütenpflanzensymbole, einen traubenfressenden Vogel und einen Bären mit durch die Hinterbeine gezogenem (Teufels)Schwanz (Abb. 5). Hier findet sich also der auf dem „Jagdbogen“ fehlende, im Mittelalter häufig bejagte und als gefährlich angesehene Braunbär. Er symbolisiert in der Grablege vermutlich das Unheimliche und Böse, den Teufel. Durch die gezielte Jagd wurde diese imposante Tierart Anfang des 19. Jahrhunderts auch in Deutschland ausgerottet. Die letzte Beobachtung in Pommern gab es 1837/38 (Grimmberger, E. et.al. (2020): Atlas der Säugetiere Vorpommerns). Aktuell leben in Europa, überwiegend in den Karpaten und Russland, noch ca. 17.000 geschützte Braunbären.

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Abb. 5

Die rechte Bogenbasis zeigt vier Meeresmuscheln (Abb. 6) mit je einer geöffneten Schale (drei Außen- und eine Innenansicht). Taxonomisch ist die Art nicht zuordenbar. Möglicherweise sollten die, schon im Mittelalter gut bekannten, Jakobsmuscheln dargestellt werden. Allerdings fehlen auf den Reliefs die typischen seitlichen „Ohren“. Vielleicht hat der Künstler keine Originale als Vorlage gehabt oder andere Arten, die als Jakobsmuschel ausgegeben wurden. Als Jakobsmuschel oder Pilgermuschel werden zwei nahe verwandte, rezente Arten von Kammmuscheln bezeichnet, von denen erstere im Mittelmeer und zweitgenannte nur im Atlantik vorkommt.

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Abb.6

 

Allen Lesern und Besuchern des Münsters viel Freude beim näheren Betrachten der Loggia!


Dipl.-Biologin Ina Sakowski

Fotos: Ina Sakowski / Michael

 

3.000 Euro Finderlohn für Rückgabe der Abendmahlsgeräte aus dem Doberaner Münster


 

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Viele Menschen in nah und fern waren und sind schockiert. Es wurde am 10. Mai 2022 in das Doberaner Münster eingebrochen und neben Geld auch Abendmahlsgeräte gestohlen. Nun wird ein Finderlohn für die Rückgabe der gestohlenen Abendmahlsgeräte ausgeschrieben.

Zu dem gestohlenen Abendmahlsgeschirr („Vasa Sacra“ = Heilige Gefäße) gehören vier Kelche, zwei Patenen, eine große Weinkanne, eine kleine Edelstahlkanne, eine Oblatendose, ein kleiner Sieblöffel, ein Ringteller für Trauungen, eine Taufschale aus Silber und eine aus Messing. Die meisten Stücke stammen aus dem 19. Jahrhundert, die ältesten aus dem Jahr 1797.

Für die Kirchengemeinde besitzen sie neben dem Kunstwert eine hohe ideelle und religiöse Bedeutung. Generationen von Gottesdienstbesuchern haben diese genutzt. Dies ist auch schmerzlich, weil so viel institutionelles und persönliches Engagement und Finanzen in den Erhalt und die Pflege des Bauwerks, seiner Ausstattung samt Abendmahlsgeräten fließen.

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Es besteht auch ein Kunst- und kunsthistorischer Wert der Gegenstände, da beispielsweise die silberne Taufschale vom großherzoglichen Koch Gaetano Medini (* 1772 in Mailand; † 8. Januar 1857 in Doberan) gestiftet wurde. Die Kanne und die Oblatendose entstanden nach einem Entwurf des bekannten Architekten Gotthilf Ludwig Möckel.

Die gestohlenen Objekte wurden umgehend in Fahndung gesetzt. Leider gab es bislang keine Rückmeldungen.

Es bestehen kontinuierlich Kontakte zur Kriminalpolizei, um die Sachverhalte rund um den Einbruch weiter zu erörtern. Es wird nicht ausgeschlossen, dass sich das Diebesgut noch in der Region bzw. im Bundesland befindet.

Daher wurde die Kirchengemeinde ermuntert, eine Belohnung auf das Wiederfinden/-bringen der gestohlenen Vasa Sacra auszusetzen. Im Folgenden sind die Abbildungen der gestohlenen Objekte mit Kurzbeschreibungen eingestellt, um diese abgleichen zu können, falls sie z. B. jemand zum Kauf angeboten bekommt oder sie irgendwo gesehen werden.

 

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Bei einem ähnlichen Fall im vergangenen Jahr in einer Stadt in Sachsen-Anhalt wurde beispielsweise der gestohlene Kelch, über dessen Verschwinden in den Zeitungen berichtet worden war, in einer Leipziger Galerie zum Kauf angeboten. Die Mitarbeiter der Galerie haben den Kelch erkannt und dem Eigentümer zurückgebracht.

Es wird auch die Möglichkeit einer anonymen Rückgabe angeboten. Ablageort: Doberaner Münster. Für die Rückgabe aller Objekte ist eine Summe von 3.000 Euro ausgeschrieben. Für einzelne Objekte wird ein Anteil gezahlt. Informationen über eine Belohnung für sachdienliche Hinweise sind zu erfragen bei der Münsterverwaltung.

 

Kontakte:

Hinweistelefon Kriminalpolizei: 0381-49161616.

Münsterverwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde

Martin Heider, Klosterstraße 2, 18209 Bad Doberan

Tel.: 038203 / 779590

E-Mail: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

www.muenster-doberan.de

 

 

 

Objekte mit Kurzbeschreibungen


 

Kelch


Material: Silber, vergoldet
Datierung: 1797
Maße: Höhe 215 mm / Durchmesser Fuß 147 mm / Durchmesser Cuppa 134 mm, / Gewicht 496 g Inschriften/Gravuren/Zeichen: am Fuß: „Doberan 1797“, „R“ (Stadtzeichen Rostock), „IMB“ (Jacob Martin Brunswig)

 

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Kelch


Material: Silber, vergoldet
Datierung: 19. Jh.
Maße: Höhe 235 mm / Durchmesser Fuß 166 mm / Durchmesser Cuppa 128 mm / Gewicht 602 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: am Fuß: Darstellungen: Madonna, Kruzifix, Wappen, Christus mit Siegesfahne, Weinlaub und Trauben, dazu Inschriften: „dieser ist's der da kommt“, „nicht mit wasser allein“, „sondern mit wasser und blut“; Firmenzeichen: GEF. SCHEELE LEIPZIG, Feingehaltszeichen: Halbmond 800 Krone; am Schaft: mit grünem Email-Hintergrund: einzelne Buchstaben „J E S U S“;

 

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Kelch


Material: Metall (unbestimmt)
Datierung: 19. Jh.
Maße: Höhe 206 mm / Durchmesser Fuß 157 mm / Durchmesser Cuppa 103 mm / Gewicht 331 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: Kelchkorb reliefartig in floraler Gestaltung

 

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Kelch


Material: Silber, vergoldet
Datierung: 19. Jh.
Maße: Höhe = 220 mm / Durchmesser Fuß = 134 mm / Durchmesser Cuppa = 93 mm
Inschriften/Gravuren/Zeichen: am Fuß: Gravur Kreuz mit Strahlen; am oberen Rand: Stadtzeichen - Kegel mit Patriarchenkreuz, Meisterzeichen – FF, Feingehaltszeichen: 800

 

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Patene


Material: Silber, vergoldet
Datierung: 1797
Maße: Durchmesser außen = 164 mm / Gewicht = 108 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: am Rand ein Zirkelkreuz und die Jahreszahl 1797

 

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Oblatendose


Material: Silber, teilweise vergoldet
Datierung: letztes Viertel 19. Jh.; Entwurf von G.L. Möckel
Maße: Höhe =195 mm / Höhe ohne Deckel = 95 mm / Durchmesser Fuß = 135 mm / Durchmesser =113 mm / Gewicht = 488 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: Christusmonogramm: X P / A O, i h s; Symbole der Evangelisten: Engel = Matthäus, geflügelter Löwe = Markus, geflügelter Stier = Lukas, Adler: Johannes. Liniengravur auf dem Deckel. Auf dem Boden: Firmenzeichen: GEF. SCHEELE LEIPZIG, „Entw. Möckel“, Feingehaltszeichen: Halbmond 800 Krone.

 

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Kanne / Weinkanne


Material: Silber, teilweise vergoldet
Datierung: letztes Viertel 19. Jh.; Entwurf von G.L. Möckel
Maße: Höhe ohne Bekrönung = 360 mm / Durchmesser Fuß = 135 mm / Durchmesser oben = 100 mm / Gewicht = 1232 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: Kruzifix und Christusmonogramm: A O (Alpha und Omega), Spruch „DIESES IST MEIN BLUT“, florale Muster. Firmenzeichen GEF. SCHEELE LEIPZIG, „Entwurf Möckel“, Feingehaltszeichen: Halbmond 800 Krone

 

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Schale / Taufschale


Material: Silber
Datierung: 1856
Maße: Höhe mit Fuß = 79 mm / Durchmesser außen = 264 mm / Gewicht = 784 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: innen: Kleeblattkreuz, Symbole der Evangelisten: Engel = Matthäus, Adler = Johannes, Löwe = Markus, Stier = Lukas; Inschrift: Spruch: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28, Vers 1 8 – 20; Jahreszahl „Anno 1856“; außen: Namen der Apostel; seitlich/unten: „Der Kirche zu Doberan von Medini“, Meisterzeichen - J. GIESE W. P., Feingehaltszeichen: 12 Loth.

 

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Schale / Taufschale


Material: Messing
Datierung: Ende 19. Jh./Anfang 20. Jh.
Maße: Durchmesser außen = 265 mm / Durchmesser innen = 175 mm / Tiefe = 40 mm
Inschriften/Gravuren/Zeichen: keine

 

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Leuchter


Material: Messing (Guss)
Datierung: 1892
Maße: Höhe = 199 mm / Seitenlänge unten = 82 mm / Durchmesser Kerzentülle = 56 mm
Inschriften/Gravuren/Zeichen: Unterseite eines Leuchters „Laura Adam Dresden 25/8 92 (1892)“

 

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Sieblöffel


Material: Silber
Datierung: letztes Viertel 19.Jh.
Maße: Länge = 140 mm / Gewicht = 25 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: durchbrochen, Löcher im Dreieck angeordnet, lateinisches Kreuz auf der Vorderseite. Feingehaltszeichen Halbmond 900 Krone

 

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Bibliografie Doberaner Münster


1.) Jüngere Veröffentlichungen der Münsterverwaltung

1a.) Veröffentlichungen von Martin Heider (Bad Doberan)

1b.) Porträt Martin Heider

2.) Bibliografie Doberaner Münster (umfängliche Auswahl)

 


 

1. Veröffentlichungen der Münsterverwaltung

1a.) Veröffentlichungen von Martin Heider (Bad Doberan)


HEIDER 2011 – Martin Heider: In: 825 Jahre Kloster Doberan – Geschichte und Entwicklung des Klosters und der Stadt. Neubrandenburg 2011:

a) Das Doberaner Münster. Bau- und Restaurierungsmaßnahmen der Jahre 2001-2011. S. 50-53.

b) Kirchentouristisches Konzept und Angebote. S. 54.

c) Der Münsterbauverein Bad Doberan e.V. S. 56.

d) Das Beinhaus. In: 825 Jahre Kloster Doberan. S. 58.

HEIDER 2012-2024 - Martin Heider: Doberaner Münster – Newsletter. Erscheinungsweise monatlich. Die Ausgabe Nr. 143 erschien im Januar 2024. Informationen über das Bauwerk, Restaurierungsarbeiten, Veranstaltungen u.v.m. Veröffentlichung aller Ausgaben geplant auf www.muenster-doberan.de.

HEIDER 2018a – Martin Heider: Frühneuzeitliche Beschreibungen des Doberaner Münsters – Zur Herkunft mehrerer Peter Eddelin zugeschriebener Schriften des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts und ihrem Verhältnis zueinander. S. 267-273. In: WEILANDT, VON COSSART 2018 (Hg.) – Gerhard Weilandt, Kaja von Cossart: Die Ausstattung des Doberaner Münsters - Kunst im Kontext. Petersberg 2018.

HEIDER 2018b – Martin Heider: Das Doberaner Münster in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. 1. Auflage, Rostock, Bad Doberan 2018.

HEIDER 2019 – Martin Heider: Das Doberaner Münster in der Reformationszeit im Kontext der Reichs-, Landes-, Kirchen- und Ordensgeschichte. Typoskript.

HEIDER 2020a – Martin Heider: Das Kloster im späten Mittelalter – Vom späten 15. Jahrhundert bis zur Reformationszeit (S. 191-201), In: HEIDER/ KAYSER 2020 – Martin Heider, Christian Kayser (Hrsg.): Das Doberaner Münster. Bau – Geschichte – Kontext. Petersberg 2020.

HEIDER 2020b – Martin Heider: Von der Klosterauflösung bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges – Die Geschichte des Klosterareals zwischen 1550 und 1648 nach zeitgenössischen Quellen (S. 202-241), In: HEIDER/ KAYSER 2020 – Martin Heider, Christian Kayser (Hrsg.): Das Doberaner Münster. Bau – Geschichte – Kontext. Petersberg 2020.

HEIDER 2020c – Martin Heider: Vom Kriegsende bis zur Gründung des Modebades – Die Geschichte des Klosterareals von 1648 bis um 1800 nach zeitgenössischen Quellen (S. 242-280). In: HEIDER/ KAYSER 2020 – Martin Heider, Christian Kayser (Hrsg.): Das Doberaner Münster. Bau – Geschichte – Kontext. Petersberg 2020.

HEIDER 2021a – Martin Heider: Die Geschichte von Althof. Von der Gründung des Klosters Doberan bis in die Gegenwart. 334 Seiten, 534 Abbildungen, Petersberg 2021.

HEIDER 2021b – Martin Heider: Neue Erkenntnisse über die Restaurierungsarbeiten am Doberaner Münster vom 16.–18. Jahrhundert nach zeitgenössischen Quellen. In: Backsteinbaukunst zur Denkmalkultur in Europa, Band IX, Wismar 2021.

HEIDER 2021c – Martin Heider: Münster Bad Doberan - Rundgang und Führung. 24 Seiten, 11. überarbeitete Ausgabe, Bad Doberan 2021.

HEIDER 2022 – Martin Heider: Sturm vor 60 Jahren beschädigte Doberaner Münster. In der Nacht vom 16. zum 17. Februar 1962 wurde die Kupfereindeckung des Dachreiters stark geschädigt. Die Reparaturarbeiten zogen sich zwei Jahre hin. Ostsee-Zeitung Bad Doberan, 18.02.2022.

HEIDER 2023a – Martin Heider: Das Doberaner Wirtschaftsgebäude in den zeitgenössischen Quellen – Vom Mittelalter bis zur Erhebung Doberans zur großherzoglichen Sommerresidenz im Jahr 1793. Bad Doberan 2023.

HEIDER 2023b – Martin Heider: Die Ausstattung des Doberaner Münsters in den frühneuzeitlichen Quellen. Typoskript, Stand: 28.10.2023, Bad Doberan 2023 (Druck für 2024 geplant).

HEIDER 2022c – Martin Heider: Die Geschichte von Bad Doberan – Vom Mittelalter bis in die Gegenwart nach zeitgenössischen Quellen. Chronologisch geordnete Datensammlung in derzeit 12 Bänden – Urkunden, Aktentranskriptionen, Literatur, Zeitungsartikel, Notizen und weitere schriftliche Quellen samt Erläuterungen und Quellennachweisen. Unveröffentlicht; entsprechend der weiteren Aktenrecherche in sukzessiver Bearbeitung.

HEIDER 2023d – 750 Jahre Rabenhorst im Kontext des Klosters und Amtes Doberan. Teil 1: Von der Ersterwähnung im Jahr 1273 bis kurz nach dem 30jährigen Krieg. Doberaner Münster-Newsletter Nr. 141, November 2023, Bad Doberan 2023.

HEIDER 2024 – Heider, Martin: Auf den Spuren der romanischen Bausubstanz im Kloster Doberan, in: Früher Backstein (Druck für 2024 in Vorbereitung). Typoskript 2023.

 

 

Porträt Martin Heider


Leiter der Münsterverwaltung und Kustos am Doberaner Münster


 

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Martin Heider wurde 1970 in Sangerhausen am Südharz geboren. Seit 1986 nahm er 15 Jahre lang jeden Sommer an der „Doberan Aktion“ teil, einer kirchlichen Rüstzeit gemeinsam mit anderen jungen Menschen, zu der Führungsdienste im Münster gehörten. Nach Ausbildung, Meisterstudium, Berufspraxis und verschiedenen Weiterbildungen folgte ein dreijähriges Intensivstudium zum Dipl. Betriebswirt in Heidelberg und an der Staffordshire University (England). Dafür erhielt er ein Stipendium des Evangelischen Studienwerks in Schwerte.

Seit 2001 ist er in der Münsterverwaltung, die er konzeptionell initiierte, bei der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan als Leiter der Münsterverwaltung und als Münsterkustos tätig. Er ist u.a. für die Verwaltung der Restaurierungsarbeiten, die Münsterfinanzen, den Bereich Kirche und Tourismus, das Führungs- und Sonderführungsprogramm im Münster samt der Münsterführerschulung zuständig.

Seitdem wurden allein rund sieben Mio. Euro (einschl. des bewilligten Restaurierungsabschnitts 2022-24) in das Münster investiert.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die enge Kooperation mit Bauforschern, Denkmalpflegern, Kunsthistorikern sowie kirchlichen und touristischen Netzwerken. Sein großes Interesse ist die Historie des Münsters. Er recherchiert insbesondere in der Freizeit eingehend historische Handschriften des Landeshauptarchivs Schwerin und anderer Archive in Bezug auf das Doberaner Kloster und das Münster (bislang rund 8.000 Aktenseiten).

Im Jahr 2000 war er gemeinsam mit Dr. Christian Kayser (München) Herausgeber eines Bandes über die Baugeschichte des Münsters, an dem sich verschiedene Fachautoren beteiligten. Im Jahr 2021 erschien der Band: Martin Heider: Die Geschichte von Althof. Von der Gründung des Klosters Doberan bis in die Gegenwart. 334 S., 534 Abb., Petersberg 2021. Die Publikationen enthalten viele neue aus den Archivalien gewonnene Erkenntnisse.

 

 

2.) Bibliografie Doberaner Münster (umfängliche Auswahl)

 

(Zusammenstellung; Münsterverwaltung Bad Doberan, Martin Heider)

Doberaner Münster täglich geöffnet


Öffnungszeiten April - Oktober:

Montag bis Samstag  10:00-17:00 Uhr

Sonntag und Feiertag 11:00-17:00Uhr

 

Öffnungszeiten November-März:

Montag-Freitag: 10:45 -15:00 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertag: 10:45 -16:00 Uhr

(keine Besichtigung und Führungen am Karfreitag und Heiligabend)

Änderungen aufgrund kirchlicher Veranstaltungen vorbehalten!

Wir bitten aufgrund der hohen Kosten für Öffnung und Bauerhalt um einen Besichtigungsbeitrag in Höhe von 3 € p. P., diverse Ermäßigungen, Kinder und Jugendliche bis 18 J. frei.

 

Besichtigungsbeitrag (ohne Führung):

3,00 Euro (Erwachsene)

2,50 Euro (Gruppe ab 20 Pers.)*1

2,00 Euro ermäßigt*2

0,00 Euro (Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre)

6,00 Euro (Familien)

 

*1 Gruppe ab 20 Pers. sowie Inhaber der Küstenkarte, Kurkarte Doberan/Heiligendamm, Kurpass Warnemünde, Rostock-Card, Inhaber des tagesaktuellen Ländertickets Mecklenburg-Vorpommern oder des Wochenendtickets der Deutschen Bahn.

*2 Schwerbehinderte, Studenten, Azubis, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger.

 

Täglich 11 Uhr und 13 Uhr Führungen im Münster

(außer am Karfreitag und Heiligabend)


 

11:00 Uhr Münsterführung
13:00 Uhr Deckengewölbe-, Turm- und Glockenführung mit Ostseeblick
14:00 Uhr Münsterführung (Mai-Okt)

 

Thematische Sonderführungen in und um das Doberaner Münster zu zehn verschiedenen Themen sowie Führungen im Ort und in der Kapelle Althof zu gesonderten Terminen bzw. nach Voranmeldung.



 

Münsterführungen und Sonderführungen


 Vor über 850 Jahren entstand das Kloster Doberan als erstes mecklenburgisches Zisterzienserkloster. Rund vier Millionen handgestrichene Backsteine stecken in dem gewaltigen hochgotischen Backsteinbau. Nur rund 20 Jahre dauerte die Errichtung, erstaunlich kurz für das Mittelalter. Auch der Reichtum des Klosters machte dies möglich, u.a. durch die Stiftungen der Fürsten, Herzöge und Könige, die diese Kirche als Begräbnisstätte wählten.

Zu entdecken gibt es farbige Fenster, vergoldete und reich bebilderte Altäre, darunter den ältesten Flügelaltar der Kunstgeschichte aus der Zeit um 1300, das Chorgestühl der Mönche, weitere Schnitzereien und Grabmonumente aus sieben Jahrhunderten - über 100 Ausstattungsstücke. All dies ist europaweit einzigartig und lädt zum Staunen ein. Mit einer Sonderführung geht es täglich um 13 Uhr sogar hinauf zum Deckengewölbe, zum Dachstuhl und zu den Glocken. Belohnt wird der Aufstieg mit dem Blick bis zur Ostsee.

 


Entgelt für Führungen


Höhe gültig seit 05.01.2023 laut Kirchengemeinderatsbeschluss der Ev.-Luth. Kirchengemeinde vom 13.12.2023::


Münsterführung
  • 5,00 Euro (Erwachsene)
  • 4,00 Euro (Gruppe ab 20 Pers.)
  • 4,00 Euro * ermäßigt
  • 1,00 Euro (Schüler bis 17 Jahre)
  • 10,00 Euro (Familien)
Sonderführung
  • 6,00 Euro (Erwachsene)
  • 5,00 Euro (Gruppe ab 20 Pers.)
  • 5,00 Euro * ermäßigt
  • 1,50 Euro (Schüler bis 17 Jahre)
  • 12,00 Euro (Familien)
Kinder führen Kinder
  • 1,00 pro Kind
  • 5,00 Erwachsene
  • 4,00 Euro * ermäßigt
  • 10,00 Euro Familien

 

*Schwerbehinderte, Studenten, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Inhaber des tagesaktuellen Ländertickets Mecklenburg-Vorpommern oder des Wochenendtickets der Deutschen Bahn, Kurkarte Doberan/ Heiligendamm, Rostock-Card, Kurpass Warnemünde

 

Dauer


Münsterführung ca.  60 Minuten

Sonderführung ca. 90 Minuten

Die Teilnehmerzahl beträgt mindestens 2 Personen.

 

Anmeldung


Möglichst per E-Mail: kuester(at)muenstergemeinde-doberan.de

Tel: 038203-62716, Fax: 038203-779589

Gruppen bitte immer anmelden!

Es werden auch Führungen in Englisch, Französisch und Schwedisch organisiert.

 

Alle Führungstermine 〉 〉

 

 

 

 

 

 

Gottesdienste


Der Sonntagsgottesdienst ist der Höhepunkt im Gemeindeleben


Gottesdienst sonntags und an Feiertagen um 9.30 Uhr. (Änderungen vorbehalten!)

Hier trifft sich die Gemeinde, um gemeinsam mit Texten und Liedern Gott die Ehre zu geben. Jeder, ob jung oder alt, ist herzlich eingeladen und kann mitmachen beim Singen und Beten.

Für Kinder stehen Utensilien z. B. zum Malen und Spielen bereit. Derzeit kann leider nur zu wenigen Gottesdiensten während der Predigt eine Kinderbetreuung bzw. ein Kindergottesdienst angeboten werden. In der kalten Jahreszeit bis Ostern finden die Gottesdienste im Saal des Gemeindezentrums (Klosterstraße 1b) statt. Durchschnittlich zweimal monatlich besteht nach dem Gottesdienst die Möglichkeit, beim "Kirchenkaffee" miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

In den zur Gemeinde gehörenden Kapellen in Althof und Heiligendamm finden zu bestimmten Zeiten ebenfalls Gottesdienste statt. In Heiligendamm von Mai bis September samstags um 19 Uhr.

Zu den besonderen Gottesdiensten im Münster zählen der Bikergottesdienst, zumeist am zweiten Sonntag im Mai (in 2024 am 26.05!), die Konfirmation, der ökumenische Gottesdienst am Silvesterabend sowie die Propsteigottesdienste zu verschiedenen Anlässen.

Besondere Gottesdienstzeiten:

Ostersonntag: Osternacht um 6.00 Uhr, Festgottesdienst um 9.30 Uhr

Bikergottesdienst: 26.05.2024 um 13 Uhr (kein Gottesdienst um 9.30 Uhr)

Heiligabend: Christvespern um 14.00, 15.30 u. 17.00, Christnacht um 23.00 Uhr

Silvester: Ökumenischer Gottesdienst um 17.00 Uhr

Zudem bieten wir regelmäßige Andachten an:

Morgenandacht 〉 Mittagsgebet 〉 Taizé-Abendgebet 〉

 

Aktuelle Informationen über die Gottesdienste finden Sie auf dieser Homepage unter „Aktuelles“, auf Instagram (at)muenster.doberan, monatlich im Münster-Newsletter sowie der Internetseite der Kirchgemeinde unter www.muenstergemeinde-doberan.de

Das Doberaner Münster ist täglich geöffnet


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Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 11-15 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertag 11-16 Uhr

Derzeit coronabedingt keine Führung!

Es gilt für die Besichtigung:

    • 2 G + (Geimpft o. Genesen + tagesaktueller Test - Bitte die Nachweise an der Kasse vorlegen)

    • Maskenpflicht

    • Abstand mind. 2,00 m

    • allg. Hygieneregeln

     

    Änderungen, auch aufgrund kirchlicher Veranstaltungen, vorbehalten!

 

 

Gottesdienste und Andachten im Dezember 2021


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Das „Mühlen-Altar-Retabel“ (um 1410). Ausschnitt: Die vier großen Kirchenväter fangen die gewandelte Speise im Kelch auf und reichen sie den Gläubigen.

Herzliche Einladung zu folgenden Gottesdiensten und Andachten:

Für Gottesdienste und Andachten gilt die 3-G-Regelung.


Sonntags 9:30 Uhr

Gottesdienst im Münster, Klosterstraße 2

Mittwochs 12:00 Uhr

Mittagsgebet im Münster

Die Mittagsgebete sind ab 15.12. telefonisch abrufbar unter Tel. (03 82 03) 54 91 99 (zum Ortstarif; es entstehen keine zusätzlichen Kosten)

Donnerstag 8.00 Uhr

Mette (Morgenandacht) im Münster

1. Donnerstag im Monat 19.30 Uhr

Taizéandacht im Münster

Sonntag 12. Dezember 17:00 Uhr

Andacht für verstorbene Kinder und Geschwister im Münster

Samstag 18. Dezember 16:00 Uhr

Gottesdienst mit Aussendung des Friedenslichtes im Münster

 

 


Für diese Veranstaltungen gilt die Beachtung entsprechender Hygienemaßnahmen.

Weitere Informationen auf der  Homepage der Ev.-Luth. Kirchengemeinde

 

 

Weihnachten in den Doberaner Kirchengemeinden


stern

Gottesdienste, Andachten, weihnachtlicher Rundgang und Musik in Bad Doberan

Heiligabend - 24.12.2020


10-18 Uhr

Weihnachtlicher Rundgang mit einem gesonderten Faltblatt durch das Doberaner Münster

Münster, Klosterstraße 2

15.00 Uhr

Ökumenische Vesper mit Krippenspiel

Gemeindezentrum, Klosterstraße 1b (Wiese)

15.00 Uhr

Andachten an den Kapellen in Althof und Heiligendamm

16.00–19.00 Uhr

Weihnachtsgeschichte an der Krippe

im Garten der Landeskirchlichen Gemeinschaft, Alexandrinenplatz 5 (tägl. bis 06.01.)

18.00 Uhr

Ökumenische Vesper

Gemeindezentrum, Klosterstraße 1b (Wiese)

21.00 Uhr

Eucharistiefeier

Katholische Kirche, Doberweg 5

23.00 Uhr

Turmblasen

Münster, Klosterstraße 2

 

 

stern

1. Christtag – 25.12.2021


9.00 Uhr

Katholische Eucharistiefeier

Katholische Kirche, Doberweg 5

9.30 Uhr

Evangelischer Gottesdienst

Münster, Klosterstraße 2

2. Christtag – 26.12.2021


9.00 Uhr

Katholische Eucharistiefeier

Katholische Kirche, Doberweg 5

9.30 Uhr

Evangelischer Gottesdienst

Münster, Klosterstraße 2

 

 

Jahreswechsel im und am Doberaner Münster


stern

30.12.2021


17.00 Uhr

Geistliche Abendmusik zum Jahresausklang

Münster, Klosterstraße 2

(Eintritt frei, Spenden erbeten)

31.12.2021


17.00 Uhr

Ökumenisches Abendgebet zum Jahreswechsel

Münster, Klosterstraße 2 (am Kreuz hinter dem Münster)

01.01.202


9.30 Uhr

Evangelischer Gottesdienst zum neuen Jahr (mit Abendmahl)

Münster, Klosterstraße 2

 

 

Hochauflösende Bilder

 

 

 

 

 

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