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Rezension Buch Baugeschichte Doberaner Münster



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Bereits im Jahr 2020 erschien der Band "Das Doberaner Münster - Bau | Geschichte | Kontext". Coronabedingt konnte bislang keine Buchvorstellung erfolgen. Es erfreut sich trotz der Verkaufseinschränkungen großer Beliebtheit. Mehrere hundert Exemplare wurden insgesamt im Münster bzw. durch den Buchhandel und den Verlag verkauft. Dipl.-Restaurator Boris Frohberg aus Berlin schrieb folgende Rezension, u. a. für die Fachzeitschrift RESTAURO:

Der Band zur Baugeschichte dieser Zisterzienserklosterkirche fügt sich ein in die Riege der bereits vorliegenden sehr qualitätvollen Publikationen zu diesem Bauwerk. Es schließt aber eine bislang noch bestehende Lücke in der Fachliteratur und ist 2020 im Michael Imhof Verlag Petersberg erschienen. Die Herausgeber sind Martin Heider und Christian Kayser, als weitere Autoren konnten unter anderem Dirk Schumann, Jörg Ansorge, Torsten Rütz und Tilo Schöfbeck gewonnen werden.

Sie beleuchten auf über dreihundert exzellent bebilderten Seiten die Ursprünge der Klosterkirche und die Errichtung des gotischen Baues, die Baukonstruktion und Baugestalt, die Entwicklung des Bauwerkes vom späten 15. Jahrhundert an, sowie das Münster als Gegenstand der Denkmalpflege und Restaurierung bis 2019, aber auch die Stellung dieser Basilika im Kontext zeitgenössischer Backsteingroßkirchen.


Die Ursprünge der Klosterkirche werden im Focus der archäologischen Untersuchungen dargestellt. Hier lautet der Übertitel „Nur auf Sand gebaut?“ Der romanische Vorgängerbau wird dabei mit anderen nordeuropäischen Bauten aus dieser Zeit verglichen.

Der Beitrag zur Errichtung des gotischen Münsters im späten 13. Jahrhundert gibt einen Überblick über Lage, Bestand und Baugeschichte, die Errichtung der Außenwände, das Vorlagensystem, die Einwölbungen, sowie Informationen zu Bauherrn und Baumeister. Außerdem wird die Klausur anhand der Reste der östlichen Kreuzgangswand beleuchtet.

Die Kapitel zur Baukonstruktion und Baugestalt beschäftigen sich mit dem Strebewerk, dem sichtbaren Zeichen der frühen Skelettbauweise an den großen Basiliken, den Ankersystemen, aber auch den Mängeln in der Konstruktion der Strebebögen und die früheren Sicherungsmaßnahmen an der Grundkonstruktion und den Wölbungen. Ergänzend wird das Dachtragwerk über dem Mittelschiff, die Abbundzeichen, die Holzmarken, und die umfassende Dendrochronologie beleuchtet.


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