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Andacht 30 Jahre Friedensgebet im Münster


kindermünsterführer

 

Herzliche Einladung für den 25.10.2019 um 19.30 Uhr zum Friedensgebet ins Münster.

In Erinnerung an das erste Friedensgebet des Herbstes 1989 im Münster am 25.10.1989 möchte die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Doberan am Freitag, den 25.10.2019 um 19.30 Uhr zum Friedensgebet in das Münster einladen.

Im Anschluss wird es eine Möglichkeit zu Begegnung und Austausch und einen Imbiss im Saal des Gemeindezentrums, Klosterstr. 1b geben.

Herzlich willkommen!

1989 – Friedensgebete


Ein Bericht von Thomas Juegensohn, Pastor i. R.:

Mit Martin Waak, damals bei uns Vikar, fing es eigentlich an.

Er fragte mich, ob ich Lust hätte, mit ihm das Friedensgebet am Donnerstag, 12. Oktober in der Rostocker Marienkirche zu besuchen. Ich hatte! So erlebten wir gemeinsam diese unbeschreibliche, befreiende und uns Hoffnung und Mut machende Atmosphäre in der riesigen und doch überfüllten Kirche.

Pastor Gauck hielt eine Predigt, die genau den Nerv der Zeit traf und immer wieder von Beifall unterbrochen wurde.

Martin Waak und ich waren so begeistert und förmlich mitgerissen, dass wir am nächsten Morgen Propst Schmidt unsere Eindrücke schilderten und anregten, auch im Münster Friedensgebete zu halten. Der Geschäftsausschuss des Kirchgemeinderates wurde kurzfristig einberufen und gab grünes Licht trotz Bedenken einiger. Am 18. Oktober traf sich ein eilig aus dem Boden gestampfter Vorbereitungsausschuss, der sehr intensiv arbeiten musste. Martin Waak und ich fuhren zu Pastor Gauck, um uns von ihm ein paar gute Ratschläge zu holen, da er einen Vorlauf an Erfahrungen hatte.

Das Programm für das erste Doberaner Friedensgebet wurde erarbeitet, Plakate angefertigt und ausgehängt, ein Liedblatt erstellt und in 500 Exemplaren kopiert.

Obwohl es nur wenige Plakate gab (eine Information in der Presse war damals undenkbar), sprach sich die Nachricht wie ein Lauffeuer herum, und am Abend des 25. Oktober (einer der schönsten, eindrücklichsten und hoffnungsvollsten Tage meines Lebens) füllten mehrere Tausend Menschen das Münster, waren begeistert und erstaunt über die neue Offenheit und Freiheit und applaudierten immer wieder. Was beim Friedensgebet begonnen hatte, setzte sich im Anschluss im Freien weiter: Unser Demonstrationszug (nicht angemeldet, nicht genehmigt, aber auch nicht behindert) als Zug in die Freiheit unter dem Geläut der Glocken des Münsters und mit brennenden Kerzen in den Händen.

Bitte beachten Sie die Beiträge weiterer Akteure zur Thematik im Gemeindebrief der Kirchengemeinde "Münsterblick".

 

 

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