199.724 Euro Spenden und Patenschaften fürs Deckengewölbe


Die Patenschaftsaktion im Doberaner Münster erbrachte seit ihrem Start im Sommer 2022 bis zum 22. Mai 2026 die bemerkenswerte Summe 199.724 Euro.
Patenschaftsaktion, Spenden und Zahlungswege
Für den noch recht neuen Abschnitt vier, das südliche Querhaus, wurden bereits 18.233 Euro gespendet und noch 34.527 Euro benötigt.
Einheimische und Gäste können weiterhin Patin oder Pate für Gewölbefelder werden, zum Beispiel 20×20 cm für 10 Euro oder 1 m² für 250 Euro, und erhalten dafür eine namentliche Patenschaftsurkunde. Auf einem Plan im Münster werden die vergebenen Felder blau markiert (s. Abb.), so dass sichtbar wird, wo das „eigene“ Stück Gewölbe liegt.
Spenden werden erbeten auf das Konto des Kirchenkreises Mecklenburg:
IBAN: DE17 5206 0410 8505 0502 00, Kennwort: „Gewölbe Doberaner Münster“.
Patenschaften können auch direkt an der Münsterkasse bar oder per Karte und per Spende-App übernommen werden – jeder Euro zählt.
Dank für Patenschaften, Spenden und Fördergelder
Ganz herzlicher Dank gilt allen bisherigen und zukünftigen Spenderinnen und Spendern sowie Patinnen und Paten aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Sie unterstützen damit entscheidend die Aufbringung der Eigenmittel, die notwendig sind, um Fördergelder zu erhalten.
Die Gesamtsanierungskosten für die große Sanierungsphase von 2022-2027 betragen 2,6 Millionen Euro. Dankenswerterweise unterstützen die folgenden beiden großen Fördergeldgeber den aktuellen Bauabschnitt:
- der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
- der Kirchenkreis Mecklenburg innerhalb der Nordkirche aus Patronatsmitteln.
Hintergrund der Sanierung
Die Sanierung wurde notwendig, nachdem sich seit der Restaurierung in den 1970er/80er Jahren erneut Risse und Spalten in den Hochschiffwänden gebildet hatten. Von 2008 bis 2011 wurden oberhalb der mittelalterlichen Zuganker neue Edelstahlanker gesetzt, die durch die gesamte Mauertiefe führen und das Hochschiff nachhaltig stabilisieren. Nun erfolgt schrittweise die Sanierung der Hochschiffgewölbe, wobei verrostete Eisenkeile eine der Ursachen für Risse im Deckengewölbe waren.
Martin Heider
18.06.2026 – Vortrag über die Ausstattung des Doberaner Münsters

Doberaner Münster, Fotografie von vor 1867, wohl Adolf Beckmann. Bildnachweis: Foto Marburg, Signatur kbb9693
Am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, findet um 18 Uhr im Doberaner Münster ein Vortrag zum Thema „Die Ausstattung des Doberaner Münsters in den frühneuzeitlichen Quellen“ statt.
Münsterkustos Martin Heider stellt die Ergebnisse seiner mehrjährigen Archivrecherchen zur Innenausstattung der Kirche vor.
Grundlage des Vortrags sind überwiegend bislang unveröffentlichte Originalquellen aus dem Landeshauptarchiv Schwerin, die zahlreiche neue Erkenntnisse zur Kirchenausstattung bieten.
Anhand ausgewählter Beispiele zeigt der Referent, welche Reliquien, Ornate und Messgewänder das Kloster zur Zeit der Auflösung besaß, wie aus dem mittelalterlichen Levitengestühl ein evangelischer Beichtstuhl entstand und welche Veränderungen die Altarausstattung im Laufe der Jahrhunderte erfuhr.
Zugleich wird deutlich, warum trotz begrenzter Mittel die mittelalterliche Ausstattung in seltener Geschlossenheit erhalten blieb.
Martin Heider konnte vor kurzem sein 25jähriges Dienstjubiläum als Münsterkustos begehen. In seiner Freizeit entwickelte er ein reges Forschungsinteresse, dessen letztes Ergebnis, ein 336-seitiges Buch „Die Ausstattung des Doberaner Münsters in den frühneuzeitlichen Quellen“ kurz vorgestellt werden soll.
Zeit und Ort: Donnerstag, 18. Juni 2026, um 18 Uhr im Doberaner Münster.
Veranstalter: Verein der Freunde und Förderer des Klosters Doberan e.V. und Münsterbauverein Bad Doberan e.V.
Der Eintritt ist frei! Um eine Spende zugunsten der Restaurierung der Deckengewölbe im Südquerhaus des Münsters wird gebeten.
25jähriges Dienstjubiläum

Foto: Hannes Roggelin
Mitunter jahrzehntelange Wegbegleiter (Pastor i.R. Andreas Timm\*, Pastor i.R. Carl-Christian Schmidt, Katechetin und Gemeindepädagogin i.R. Irmtrud Seibt\*, Pastor Volkmar Seyffert, Gunter Heilemann, Pastor i.R. Thomas Jürgensohn\*).
Die mit \* gekennzeichneten Personen waren 2001 im Kirchengemeinderat und haben sich aktiv für die Einrichtung der Stelle engagiert. Carl-Christian Schmidt ist zu danken, dass er Martin Heider vor 40 Jahren, im Jahr 1986, bereits als 16-jährigen Jugendlichen zur Sommerführungsrüste der Doberaner Kirchengemeinde „Doberan-Aktion“ zuließ, obwohl eine Teilnahme offiziell erst ab 18 Jahren möglich war.
Seitdem war Martin Heider 15 Jahre lang Teilnehmer der „Doberan-Aktion“.
Pastorin und Oberkirchenrätin i.R. Petra Wallmann schrieb unter dem Titel „25 Jahre im Dienst der Kirchengemeinde Bad Doberan“ für den Gemeinderief der Doberaner Kirchengemeinde über das Dienstjubiläum von Münsterkustos Martin Heider und lädt dabei auch zu oben angekündigtem Vortrag ein:
Im Rahmen des Gottesdienstes am 19. April wurde das 25. Dienstjubiläum von Kustos Martin Heider begangen. Am 1. Januar 2001 trat er seine Stelle am Doberaner Münster an.
Der Vorsitzende des Kirchengemeinderates, Hannes Roggelin, würdigte in seiner Ansprache die Verdienste Martin Heiders. Durch den Aufbau eines professionellen Veranstaltungs- und Führungsangebots, eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit sowie eine deutschlandweite fachliche Vernetzung habe er das Münster zu einem „lebendigen, hervorragend organisierten und weit über die Region hinaus bekannten Ort“ entwickelt.
Auch im baulichen Bereich setzte Martin Heider neue Maßstäbe. Er begleitete und koordinierte Restaurierungen und Bauprojekte, warb erfolgreich Fördermittel ein und initiierte Fundraisingprojekte. Insgesamt wurden in den vergangenen 25 Jahren rund sieben Millionen Euro in bauliche Maßnahmen am Münster investiert. Die Grundlage dafür bildeten insbesondere Martin Heiders engagierte Öffentlichkeitsarbeit, der kontinuierliche Ausbau seines Fachwissens sowie eine intensive Kontaktpflege.
Hannes Roggelin schloss seine Würdigung mit einem Dank: „Danke für deinen unermüdlichen Einsatz. Danke für deine Ideen. Ohne dich wäre dieses einzigartige Bauwerk heute vermutlich nicht in diesem Zustand – und vielleicht auch nicht so bekannt.“ Zugleich betonte er, dass Martin Heider stets darauf geachtet habe, den Charakter des Münsters als Ort des Gebets und des Gottesdienstes zu bewahren.

Doberaner Kirche, Blick vom Nordquerhaus
gen Süden mit der Darstellung von mittelalterlicher
und frühneuzeitlicher Ausstattung.
Zeichnung von Carl Elis, wohl um 1883. Bildnachweis:
Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen
Mecklenburg-Vorpommern, Kupferstichkabinett,
Sign. 372 Hz.

Die Kleinodien im Inventar zur Klosterauflösung vom 07.03.1552. Bildnachweis: Urkunde aus dem Landeshauptarchiv
Schwerin, LHAS 2.12-3/2-9 Nr. 30.
Die Transkription des Dokuments wird im Vortrag und im Buch vorgestellt.
Im Anschluss an den Gottesdienst ergriff bei einem Glas Sekt der Vorsitzende des Münsterbauvereins, Andreas Timm, das Wort. Er erinnerte an die Anfänge, als noch unklar war, wie die umfangreiche Aufgabe bewältigt werden sollte, das Münster durch Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zugleich die notwendigen Restaurierungsarbeiten umzusetzen. Martin Heider, der bereits als Jugendlicher im Rahmen von „Führungsrüsten“ eine enge Verbindung zum Münster aufgebaut hatte, wandte sich nach seinem BWL-Studium eigenständig an die Kirchengemeinde.
Die Kirchenleitung sah die Einrichtung dieser Stelle zunächst sehr skeptisch.
Der Landkreis erklärte sich zu einer Anschubfinanzierung für ein Jahr bereit. Martin Heider überzeugte jedoch rasch durch seine Arbeit. Auf seine Initiative hin wurde schließlich der Münsterbauverein gegründet.
Auch Gunter Heilemann, Vorstandsmitglied des Klostervereins, würdigte in seinem Grußwort die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und die außerordentlichen Leistungen Heiders. Besonders hob er dessen Forschungsinteresse am Gebäudebestand der gesamten Klosteranlage hervor, ebenso wie seine fundierten Vorträge und die Veröffentlichung bedeutender Quellen.
Text: Petra Wallmann
27.06.2026 – 18:00 - Festkonzert Jubelklang – 100 Jahre Posaunenchor Bad Doberan

JUBELKLANG
100 JAHRE POSAUNENCHOR BAD DOBERAN
Festkonzert mit
Blechbläsermusik aus vier Jahrhunderten
Posaunenchor Bad Doberan
Posaunenchor Bokhorst
Kath. Posaunenchor Rostock
Leitung: Matthias Bönner, Joscha Jensen
Seit 100 Jahren trifft sich der Doberaner Posaunenchor allwöchentlich zur Probe, gestaltet Gottesdienste und Konzerte und ist ein unverzichtbarer Klangkörper, wenn es um Musik im Freien geht, seien es Choräle auf dem Friedhof, Weihnachtslieder auf Doberans Straßen und und so manches Platzkonzert.
Im Ökumenischen Chorprojekt wird regelmäßig mit anderen Posaunenchören gemeinsam musiziert, um bei der katholischen alljährlichen Wallfahrt, bei Regionalgottesdiensten und in Konzerten mehrstimmig und mehrchörig aufzutreten.
Zum großen Jubiläumskonzert besucht uns der Posaunenchor aus Bokhorst in Schleswig-Holstein und der kath. Posaunenchor der Herz-Jesu-Pfarrgemeinde aus Rostock, der ebenfalls seinen 60. Geburtstag feiert. Eine einmalige Gelegenheit also, das große Münster mit abwechslungsreicher Musik vom Barock bis zur Moderne und bis zur Vierchörigkeit zu beschallen.
Zu diesem besonderen Abend laden wir Sie herzlich ein:
Feiern Sie mit !
Eintritt frei, Spende erbeten
Kinder und Jugenliche bis 18 Jahre haben zu allen Veranstaltungen freien Eintritt.
Historische Bodenplatten und Bücher zugunsten der Gewölbesanierung

Die Steinaktion am Doberaner Münster ist eine neue Aktion im Rahmen der Spendeneinwerbung zur Finanzierung der umfangreichen Gewölbesanierung, bei der für eine Spende (Richtwert 5 Euro) historische Bodenplatten aus dem Münster erworben werden können.
Die Bodenfliesen stammen aus den 1960/70er Jahren. Es sind Reschener Hartbrandklinkerfliesen, die hoch gebrannt sind, so dass sie eine sehr geringe Wasseraufnahme und damit in der Regel eine gute Frostbeständigkeit haben, weshalb sie klassisch auch in Außenbereich eingesetzt werden. Oft kamen diese in überdachten, aber zur Seite hin offenen Kreuzgängen vor.
Diese Klinkerfliesen wurden bzw. werden im Münster und in anderen Kirchen nicht aus technischen, sondern aus denkmalpflegerischen Gründen ausgetauscht, und auch nur dann, wenn ohnehin tiefgreifende Sanierungsarbeiten, wie im Münster an den Elektroanlagen, stattfinden.
Viele Kirchenböden aus den 1960/70er Jahren gelten heute als gestalterisch wenig passend zur historischen Architektur. Bei Sanierungen versucht man, den ursprünglichen Zustand (z.B. mittelalterliche Tonplatten) zu rekonstruieren oder zumindest material- und farblich stärker am historischen Befund zu orientieren. Im Münster liegen nun Originalsteine aus den 1840er Jahren, die unter dem späteren Fußboden gefunden werden zzgl. rekonstruierter Bodenplatten im Format der Originalsteine.
Die freigewordenen Steine aus den 1960/70er Jahren liegen gekennzeichnet im Münster und können dort abgeholt werden.
Martin Heider

Bücher zugunsten der Gewölbesanierung
Im Rahmen des Umzugs der Münsterverwaltung aus dem Küsterhaus in das Gemeindezentrum werden die Bestände der Münsterbibliothek und der ebenfalls umfangreichen Handbibliothek zusammengeführt.
Dabei werden inhaltliche, thematische Schwerpunkte gesetzt. Bei dieser Neustrukturierung werden zahlreiche Bücher frei, die im nördlichen Seitenschiff des Münsters zur Mitnahme ausliegen.
Es handelt sich um ein thematisch breites Angebot, u.a. um Doppelexemplare, Reiseliteratur, Kunstführer, Architekturführer, theologische Literatur. Stöbern Sie gerne und finden Sie etwas Schönes für Ihr Bücherregal.
Auch hier bitten wir um Spenden zugunsten der Gewölbesanierung im Münster.
Publikation zur Historie Bad Doberans im Jahr 1945 für Ende Juni geplant

Diese Aufnahme (Ausschnitt) von 1941, aufgenommen von der Althöfer Straße (heutige Clara-Zetkin-Straße) Nr. 16 in nördlicher Richtung, zeigt hinter dem unbebauten Wiesenweg den Gebäudebestand rund um den Parkentiner Weg sowie, weiter entfernt, den Bereich der später in der DDR stark bebauten Siedlung auf dem Buchenberg. Das 1945 offene Gelände versuchte man zum Kriegsende mit Panzer-Sperren bzw. oder nahe dem Buchenberg militärisch zu sichern. „Doberan-Album“, H.-J. Seeger (Berlin). Sammlung Robert Dröse (Kühlungsborn).
Zuletzt gab es wiederholt Nachfragen zu dem geplanten Buch „Bad Doberan 1945 – Zusammenbruch und Neuanfang“. Es ist noch in Arbeit und könnte möglicherweise Ende Juni vorliegen.
Die Publikation wird rund 330 Seiten mit über 300 Abbildungen umfassen. Zahlreiche Informationen, Pläne, Zeichnungen und Fotos werden in diesem Band erstmals veröffentlicht (Autor: Martin Heider).
Die geplante Publikation über Bad Doberan im 1. Halbjahr 1945 führt in Form einer großen Zeittafel durch eines der dramatischsten Jahre der Stadtgeschichte. Sie bündelt in dichter Abfolge Ereignisse, Dokumente und Erinnerungen, die den Weg vom NS-Herrschaftsalltag über den militärischen Zusammenbruch bis zu den ersten schwierigen Schritten des Neuanfangs sichtbar machen.
Im Zentrum stehen vom Autor transkribierte Originalquellen: Akten aus dem Stadtarchiv Bad Doberan, dem Archiv des Landkreises Rostock, dem Landeshauptarchiv und dem Landeskirchlichen Archiv Schwerin, Einträge in der Pfarrchronik, zeitgenössische Zeitungsberichte sowie private Briefe und Berichte.
Ergänzt werden sie durch zumeist unveröffentlichte und einige bereits publizierte Zeitzeugenberichte, die sowohl zeitnah nach 1945 als auch in späteren Jahrzehnten entstanden sowie Inhalte aus den Gesprächsrunden „80 Jahre Kriegsende“ im Jahr 2025. Auf diese Weise verbindet das Buch Stimmen der damaligen Zeit mit späteren Rückblicken und aktuellen Einordnungen.
Die Struktur folgt im Kern der Chronologie: Tag für Tag, für die ersten Maitage Stunde für Stunde, werden Entwicklungen nachgezeichnet – von scheinbarer Normalität und kriegsbedingter Überforderung Anfang des Jahres über Flucht, Luftkrieg, Reichsarbeitsdienstlager, Lazarette und Volkssturm bis hin zu Besatzung, Gewalt, Wohnungsnot, Entnazifizierung und organisatorischen Neuanfängen in den ersten Nachkriegswochen.
Thematische Einschübe (Exkurse) zu Akteuren, Institutionen und Schauplätzen – etwa zu Todesfällen, besonderen Funktionsträgern, Einrichtungen oder Straßennamen – verzahnen die punktuellen Einträge der Zeittafel zu einem vielfältigen Bild.
Die Dokumentation versteht sich nicht als abschließende Darstellung, sondern als Zwischenstand in einem laufenden Prozess des Sammelns, Sicherns und Auswertens. Viele Dokumente sind gefährdet, durch Alter, technische Obsoleszenz oder die Endlichkeit der Zeitzeugengeneration. Zugleich kommen immer wieder neue Quellen hinzu.
Das „Book on demand“-Format ermöglicht es, in etwaigen künftigen Auflagen Ergänzungen und Korrekturen aufzunehmen. Die Hoffnung ist, dass diese Zeittafel hilft, diesen außerordentlichen Zeitabschnitt in der Doberan Geschichte genauer zu verstehen und damit eine Grundlage schafft, aus der Vergangenheit Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu entwickeln.
Wer vorab Auszüge aus einem Kapitel zu den Geschehnissen vor genau 81 Jahren, rund um den 1. Mai 1945 lesen möchte, kann den kostenfreien Doberaner-Münster-Mai-Newsletter bestellen. Dazu benötigen wir eine kurze Nachricht an
Gottesdienste und Andachten im Juni 2026

Zu den Gottesdiensten und Andachten lädt das Münstergeläut zum Lobe Gottes ein.
Herzliche Einladung zu folgenden Gottesdiensten und Andachten im Mai:
Sonntag
9.30 Uhr – Evangelischer Gottesdienst (im Münster, außer am 28.6.)
28.6. 9.30 Uhr – Gottesdienst zum 100. Geburtstag des Bläserchores (Wiese am Gemeindezentrum)
Mittwochs
12.00 Uhr – Mittagsgebet mit Orgelmusik (Münster)
Donnerstag 04.06.2026
8.00 Uhr – Mette (Morgenandacht im Münster)
19.30 Uhr – Abendgebet mit Taizégesängen (Münster)
Samstags
19:00 Uhr – Abendandacht (Kapelle Heiligendamm)
Sonntag 21.6.
18.00 Uhr – Andacht und Johannisfeuer (Althof)
Weitere Veranstaltungen der Ev.-Luth. Kirchengemeinde – u.a. die Andachten in den Pflegeheimen und in der Rehabilitationsklinik „Moorbad“, Junge Gemeinde, Angebote für Kinder, Musikalische Gruppen, Bibel- und Männerkreis – unter https://www.muenstergemeinde-doberan.de/
Doberaner Münster als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet

Enthüllen die Plakette, die später neben dem Haupteingang angebracht wird: Dr.-Ing. Gesa Haroske (Präsidentin der Ingenieurkammer MV), Minister Christian Pegel, Münsterkustos Martin Heider, Pastor Volkmar Seyffert, Dr.-Ing. Heinrich Bökamp (Präsident der Bundesingenieurkammer)
Bundesingenieurkammer würdigt Pionierleistung mittelalterlicher Bautechnik – Verleihung und Publikation am 23. April 2026.
Berlin/Bad Doberan, 23. April 2026.
Die Bundesingenieurkammer hat das Doberaner Münster als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ 2026 ausgezeichnet. Mit der Ehrung wird ein Bauwerk gewürdigt, das in besonderer Weise für die Entwicklung innovativer Konstruktionen im mittelalterlichen Ingenieurbau steht. Die feierliche Verleihung fand am 23. April 2026 in Bad Doberan statt.
Das im späten 13. Jahrhundert errichtete Münster zählt zu den herausragenden Beispielen der Backsteingotik im Ostseeraum. Mit einer Länge von 81 Metern, einer Breite von 40 Metern und einer Raumhöhe von 26 Metern besitzt das Bauwerk die Maße einer Kathedrale. Es dokumentiert die er-folgreiche Übertragung der im Natursteinbau entwickelten gotischen Konstruktionsprinzipien auf das Material des Ziegels. Dabei entstanden eigenständige Lösungen, die den innovativen Charakter des Münsters bis heute ablesbar machen.
Dr. Christian Kayser, Autor der begleitenden Publikation, beschreibt das Bauwerk als „Pionierbau“. Es steht exemplarisch für die baukulturelle Leistung einer Epoche und einer Region. Die in diesem Zusammenhang entwickelten Bauweisen prägten den Kirchenbau im Ostseeraum über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg.

Dr. Christian Kayser
Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Bauwerke prägen Menschen und Regionen. Das Doberaner Münster unterstreicht dies eindrücklich. Die bautechnische Bedeutung des Münsters ist dagegen vielen Menschen sicherlich nicht bewusst. Deshalb freut mich diese Auszeichnung ganz besonders.“
Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Bundesingenieurkammer: „Das Ingenieurwesen ist eine traditionsreiche Profession. Schon immer haben Ingenieurinnen und Ingenieure anspruchsvolle Aufgaben gelöst. Die Ingenieurbauwerke in der Reihe der Historischen Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland sind allesamt technische Meisterleistungen und zeugen noch heute von der kreativen Vielfalt und Innovationskraft dieses Berufes.“
Dr.-Ing. Gesa Haroske, Präsidentin der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern: „Die Pflege der Baukultur ist uns als Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiges Anliegen. Die Auszeichnung macht deutlich, wer die Zukunft gestalten will, muss auch die Geschichte kennen. Uns freut, dass die Würdigung des Doberaner Münsters durch die Bundesingenieurkammer noch mehr Aufmerksamkeit auf dieses technische Denkmal in Mecklenburg lenken wird.“

Die Gäste aus allen Ingenieurkammern in Deutschland erhalten im Anschluss an die Veranstaltung Führungen durch Dr. Christian Kayser (Dachbereich) und Kustos Martin Heider (Innenraum).
In der filmischen Dokumentation zur Auszeichnung betont Martin Heider, Münsterkustos: „Dadurch, dass ich sehr viel in den historischen Akten forsche, ist mir bewusst, in welch schlechtem Zustand das Münster in manchen Jahrhunderten war. Heute dazu beitragen zu können, dass diese vor über 700 Jahren erbaute Kirche und deren reiche Ausstattung erhalten bleiben kann, ist eine sehr schöne Aufgabe. Wir sind dankbar über die Fördergelder und Spenden, die dies ermöglichen.“
Über die Auszeichnung
Die Bundesingenieurkammer ehrt seit 2007 historisch bedeutende Ingenieurbauwerke mit dem Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“. Voraussetzung ist, dass sich die Bauwerke in Deutschland befinden und älter als 50 Jahre sind. Die Auszeichnungsreihe wird von den Ingenieurkammern der Länder und dem gemeinnützigen Förderverein „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ unterstützt.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch die Publikation vorgestellt, die Baugeschichte, Konstruktion und ingenieurtechnische Bedeutung des Münsters umfassend darstellt und zentrale Aspekte eines mittelalterlichen Großbaus nachvollziehbar macht.
Diese Publikation wird in Kürze an der Münsterkasse erhältlich sein.
Zur Website der Ingenieurkammer-MV:
Fotos: Marcus von Amsberg
Quelle: Bundesingenieurkammer.
Grußwort „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“

23. April 2026, 15:00 Uhr, Münster Bad Doberan, von Pastor Volkmar Seyffert (Bad Doberan)
Liebe Gäste aus der Nähe und der Ferne,
als Regionalpastor und Pastor dieser Kirchengemeinde heiße ich Sie herzlich hier im Münster zu Bad Doberan willkommen!
Ich darf sehr herzliche Grüße ausrichten vom Bischof im Sprengel Tilmann Jeremias, von Propst Dirk Fey und besonders auch von der Leiterin des Baudezernats im Landeskirchenamt, Deike Möller und der für uns zuständigen Referentin Julia Ahnert. Willkommen in diesem wunderbaren Kirchenraum!
Es ist für mich schön zu erleben, wie Kleine und Große ihre Schritte verlangsamen, wenn sie diesen Raum betreten – und staunen: Über das Licht, die Farben, die Weite und die Wärme, die dieser Raum ausstrahlt.
Immer wieder erzählen mir Menschen, wie verbunden sie mit diesem Ort sind. Wie er ihnen Geborgenheit vermittelt. In einem besonderen Sinne ist er ihnen Heimat: - wegen der Gottesdienste und Konzerte, - weil sie hier geheiratet haben, - weil hier die Kinder getauft wurden,- weil sie in schwierigen Lebenssituationen hier Zuflucht gefunden haben vor Gott. Oder weil sie zu denen gehören, die schon vor Jahrzehnten als Jugendliche im Sommer hier Touristen geführt und daneben zusammen gelebt, die Sonne genossen und Gebetszeiten gefeiert haben.
Als die Zisterzienser im 12. Jh. hierher kamen, suchten sie einen guten Ort für ein Leben vor Gott. Ein Leben, dessen Tage strukturiert waren von Gebet, Lesung und Arbeit. Im Zentrum des Klosters begannen sie die Kirche zu errichten, die sie als einen gebauten Teil der Liturgie verstanden. Wer in ihr still wurde, betete und sang, begann etwas davon zu ahnen, wie es ist, bei Gott zu sein, im himmlischen Jerusalem. Die Kirchenbauten der Gotik sollten - wie der Kosmos - eine vollkommene Einheit werden: schön, harmonisch und klar durch Licht, Geometrie, Proportionen, Material und Farbe.
Die Mauerflächen der Romanik wurden zunehmend aufgelöst und großflächig durch Glasfenster ersetzt, die von innen wie durchscheinende „Glaswände“ wirkten und zu einem wesentlichen Gestaltungselement der Kirchenarchitektur wurden. Die Strahlen der Sonne, das Licht Gottes, sollten die ganze Kirche erfassen und die Menschen erkennen lassen, wie es ist: das Leben bei Gott.
Noch heute lässt sich im Staunen der Kleinen und Großen, die diesen Raum betreten, etwas von der alten Faszination der Menschen erahnen, die damals aus ihren engen, kleinen Häusern kamen und vor dem Münster standen.
Wenn die Großen dann weiter eintauchen in die Zusammenhänge der Ingenieurbaukunst und die Faszination über die Leistungen unserer Vorfahren, dann klingt das in etwa so, wie die Referentin Frau Ahnert es uns schreibt: „Der mittelalterliche Dachstuhl des Doberaner Münsters zählt zu den bedeutendsten seiner Art, da er nahezu vollständig im Original aus dem 13. und 14. Jahrhundert erhalten ist und damit ein seltenes Zeugnis authentischer hochmittelalterlicher Zimmermannskunst darstellt. Seine innovative Konstruktion als Kreuzstrebendach ohne durchgehende Längsverbände dokumentiert eine frühe, experimentelle Phase gotischer Ingenieurbaukunst und beeindruckt durch ihre statische Raffinesse.
Der Innenraum des Münsters ist zum Dach hin mit den damals „modernen“ Kreuzrippengewölben überdeckt, die höhere Räume und größere Fenster ermöglichten. Diese wiederum werden mit einem raffinierten Stützsystem aus verdeckten Strebebögen, Strebepfeilern und Zugankern abgestützt – eine innovative Adaption von Vorbildern aus dem Hausteinbereich, namentlich den großen französischen Kathedralprojekten im regionalen Material Backstein. In der harmonischen Abstimmung von Dachwerk, Gewölbe und Gesamtstruktur offenbart sich eine außergewöhnlich moderne, ganzheitliche Planung, die das Bauwerk bis heute zu einem herausragenden Beispiel mittelalterlicher Baukunst macht. Das Münster ist als eine anspruchsvolle Architekturleistung der hochgotischen Baukunst zu würdigen, insbesondere die komplexe Bauaufgabe des Chores mit Umgang und Kapellen.“
Möge uns in der Begeisterung für Meisterleistungen der Ingenieurbaukunst immer auch im Blick bleiben, warum diese Räume gebaut und durch die Jahrhunderte erhalten wurden: Dass sie zuallererst gebaute Liturgie sind - und so Zeichen einer Hoffnung, die weit über uns hinausreicht.
Ich bin glücklich,
... dass dieses Münster eine lebendige Kirche ist, in der wir auf vielfältige Weise Gottesdienste feiern und Konzerte erleben dürfen.
… dass Kinder durch IHR Münster führen und eine große Zahl erwachsener Kirchenführer von ihrem Münster erzählen.
… dass sich Ehrenamtliche in Gemeinde, Münsterbauverein und im Klosterverein für den Erhalt des Münsters, der Gebäude des Klostergeländes und die Erforschung der Geschichte einsetzen.
Und zuletzt: So verschieden sie sind – eines verbindet die beiden Gebäude in Mecklenburg-Vorpommern, die heute den Titel „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst“ tragen:
In Ulrich Müthers Teepott in Warnemünde und hier im Münster finden Menschen zusammen und gehen - auf ganz verschiedene Weise - gestärkt in ihren Alltag.
So wünsche ich uns (auch im Namen unseres Kustos und Münsterverwalters Martin Heider), einen inspirierenden, erfrischenden und stärkenden Nachmittag und danke der Bundesingenieurkammer sehr für die Ehre dieses Titels.
- Es gilt das gesprochene Wort. -
16.05.2026 - Naturkundliche Führung durch den Hütter Wohld
Fotos: © Volker Miske und Klaus Hille
Entlang der Teichkette der Zisterziensermönche.
Das 350 ha große Waldgebiet ca. 5 km südöstlich von Bad Doberan ist im Zuge der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren entstanden und durch diese wesentlich geprägt worden.
So existiert ein sehr gut strukturiertes Relief mit bewaldeten Höhen (bis zu 90 m) als auch tiefen Bachtälern, in denen sich eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt und erhalten hat.
Vor mehr als 700 Jahren errichteten Zisterziensermönche des Klosters Doberan am kleinen Bächleich Kanbeck eine lange Kette von Stauteichen, die bis heute extensiv bewirtschaftet wird.
Aufgrund des kleinräumigen Wechsels von sehr unterschiedlichen Lebensräumen findet sich bis heute eine Vielzahl von z. T. gefährdeten und geschützten Arten.
Aus diesen Gründen wurde der Hütter Wohld 1999 als Naturschutzgebiet und 2004 als Europäisches Schutzgebiet (FFH-Gebiet) ausgewiesen.
Entdecken Sie auf der Exkursion interessante Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. Rotbauchunke, Kammmolch und Moorfrosch, Ringelnatter und Waldeidechse, Pirol und Schwarzspecht, Plattbauchlibelle, Perlgras und Teufelskralle.
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt dieser Tiere und Pflanzen und erfahren Sie, welche Lebensräume sie besiedeln und wie man diese langfristig schützen und erhalten kann.
Mitzubringen sind geeignetes Schuhwerk, gute Laune und ggf. Trinken!
Empfehlenswert ist im Anschluss ein schmackhafter Imbiss beim ansässigen Fischer!
Leitung: Dipl.-Biol. Ina Sakowski
Wann: Sa., d. 16.05.2026
Uhrzeit: 10.00-13.30 Uhr
Treffpunkt: Hütten, großer Parkplatz,
Anfahrt über Parkentin
Entgelt: 10,00 €
Anmeldung erforderlich: 038295 / 724669 (AB),
Treffpunkt: Hütten, großer Parkplatz, Anfahrt über Parkentin
Mitzubringen sind geeignetes Schuhwerk, gute Laune und ggf. Trinken ! Empfehlenswert ist im Anschluss ein schmackhafter Imbiss beim ansässigen Fischer !
Weitere Informationen über die Führungen, Kurse und weitere Angebote der Dipl.-Biol. Ina Sakowski auf der Homepage www.ina-sakowski.de
09.-10.05.26 – Klostermarkt im Kloster Rühn

Rühn (djwp): In Erinnerung an die Gründung des Klosters Rühn in der Nähe von Bützow im Jahre 1232 veranstaltet der gemeinnützige Klosterverein wieder einen großen Markt. Den gibt es in die-sem Jahr schon zum 19. Mal – und zwar am 09. und 10. Mai 2026.
Der Klosterverein Rühn teilt mit: Was der Verein vor 21 Jahren als kleine, beschauliche, aber qualitativ hochwertige Marktveranstaltung zum ersten Mal organisiert hat (wegen der Corona-Pandemie haben zwei Märkte nicht stattgefunden, darum ist es erst der 19. Klostermarkt), ist inzwischen zu einem der größeren Märkte nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern geworden. Regelmäßig mehr als 4000 Besucher; in diesem Jahr werden fast 80 traditionelle "Handarbeiter" aus der ganzen Republik IHRE Waren präsentieren. Jeder Aussteller stellt seine Produkte selbst her. „Wir wollen damit ein Alleinstellungsmerkmal in Mecklenburg-Vorpommern erreichen. Hier im Kloster Rühn wollen wir Nachvollziehbarkeit und Authentizität. Darum ist uns so wichtig, bei diesem Markt ausschließlich Produzenten und keine Händler zu haben.“, sagt der ehrenamtliche Marktleiter Ralf Helbig.
„Diesen Markt organisieren wir nicht (nur), weil es Spaß macht, sondern weil dessen Erlöse wichtig sind für uns als Verein mit der großen Aufgabe der Restaurierung des Klosters,“, sagt David Pilgrim, Vorsitzender des Klostervereins Rühn e.V., „denn wir sind eben kein Förderverein, sondern Eigentümer der mittelalterlichen Anlage.“ „Passend zum Frühling können sie verschiedene Pflanzen und traditionelle, aber auch exotische Kräuter für Ihren Garten einkaufen.“, rät Marktleiter Ralf Helbig den Gästen. „Ganz besonders sind uns Familien willkommen. Die Eltern können sorgenfrei umherstreifen, genießen und einkaufen, während die Kinder betreut werden bei Abenteuer und Spielen - im Märchenzelt, beim Bogenschießen oder auf dem Pedalkarussell.“
Das Angebot auf dem Markt ist unglaublich vielfältig:
Es reicht von Keramik über Nahrungsmitteln bis zu Schmuck und Mode.
Holzschuhmacher, Schmiede, Buchbinder zeigen ihr Handwerk und wie man es ausübt.
Präsentieren werden sich auch die Pächter in der Klosteranlage: es sind inzwischen 14 kleine Unternehmungen, die sich in Rühn angesiedelt haben. Darunter Ateliers, Manufakturen und eine Naturheilpraxis.
Anders als fast überall, bleibt der Eintritt mit 5 Euro für Erwachsene stabil. Kinder bis zum 12. Lebensjahr kommen kostenlos aufs Gelände. Das Parken auf einer nur 200 Meter entfernten Wiese ist auch wieder kostenfrei. Auch gibt es in Klosternähe wieder barrierefreies Parken.
Helfer kümmern sich um die unkomplizierte Anreise.
Der Klosterverein Rühn belebt seit 2005 die Anlage aus dem Jahre 1232. Ausschließlich ehrenamtlich. Alle Erlöse aus den zahlreichen Veranstaltungen fließen in die weitere Sanierung der Klostergebäude. Seit dem Jahre 2008 ist der Verein Eigentümer des Klosters Rühn. Seitdem sind etwa anderthalb Mil-lionen Euro investiert worden.
Öffnungszeiten: 09. Mai 10-19 Uhr, 10. Mai 10-17 Uhr
Programm Sonnabend, 09. Mai 2026
10:00 Musikalische Eröffnung im Klosterhof
10:00 bis 17:00 Uhr Führungen durch die Klosteranlage
10:00 bis 18:00 Uhr Vorführungen verschiedenes Handwerk
11:00 bis 17:00 Uhr Ausstellung Klostergalerie „Schrott und Schätze“ (N. Rackwitz)
17:00 Uhr musikalische Abendandacht in der Klosterkirche
Programm Sonntag, 10. Mai 2026
11:00-14.30 Uhr Führungen durch die Klosteranlage
11:00 bis 17:00 Uhr Ausstellung Klostergalerie „Schrott und Schätze“ (N. Rackwitz)
10:00 bis 15:00 Uhr Vorführungen verschiedenes Handwerk
16:30 Uhr musikalischer Reisesegen als Abschluss
11.05. 2026– Vortrag des Studienkreises über Dostojewski

Herzliche Einladung zu folgendem Vortrag des Ökumenischen Studienkreises Bad Doberan:
Thema: Dostojewski oder Der Wille zum Glauben
Datum / Uhrzeit: Montag, 11. Mai 2026, 18.00 Uhr
Ort: Aula des Friderico-Fran-cisceum-Gymnasiums, Alexandri-nenplatz 11, 18209 Bad Doberan
Referent: Rolf Kronhagel, Schwerin
Fjodor Michajlowitsch Dostojewski (1821-1881), der große russische Dichter, stammte aus verarmtem Adel. Wegen seiner Nähe zu einem sozialistischen Denker wurde er zum Tode verurteilt, auf der Richtstätte begnadigt und in die Verbannung geschickt. Mit dieser und den Erfahrungen des anschließenden Militärdienstes kehrte er als überzeugter Christ und Gegner des atheistischen Sozialismus zurück.
Dies spiegelt sich in seinem Werk, wo er existentielle Fragen mit einer quälenden Intensität behandelt. Der Vortrag richtet den Fokus auf das Ringen Dostojewskis mit den Phänomenen des Atheismus und Nihilismus. Seine These: „Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt“ hat er wie kein anderer intensiv durchdekliniert, bis in die tiefsten Tiefen durchdacht und deren Konsequenzen psychologisch ausgeleuchtet. Seine Literatur ist seine Auseinandersetzung mit der Frage, ob Gott existiert, ob mit dem Tod alles vorbei sei und welche Folgen dies für das Leben hat. Sein Ringen verkörpern die von ihm geschaffenen Charaktere in den Romanen aus unterschiedlichen Perspektiven.
Mit seiner Volksgläubigkeit, seinem religiösen Mystizismus wurde er zu einer Leitfigur des Panslawismus mit einer entschieden antiwestlichen Haltung, die bis heute Wirkungen zeigt.
Thomas-Morus-Bildungswerk Schwerin, Bildungsarbeit in katholischer Trägerschaft – gefördert durch das Land M-V.
Veranstaltungen und Ausstellung im Stadt- und Bädermuseum

17.05.2026 12.00 Uhr – Ausstellungseröffnung
„Fluch und Segen – altes Wissen neu entdeckt“
Wie Hebammen und Mönche den Alltag prägten
Die Ausstellung widmet sich der Geschichte der ganzheitlichen Gesundheitspflege und stellt die Arbeit der Zisterziensermönche im mittelalterlichen Doberan dem Wissen der Hebammen und (vermeintlichen) Hexen des 16. und 17. Jahrhunderts gegenüber. Darüber hinaus wird die jüngere Entwicklung des Hebammenwesens – von der Gründung des Hebammenverbandes in Doberan über die Reglementierungen in der NS-Zeit bis hin zur „verstaatlichten“ Hebamme in der DDR - beleuchtet.
Abgerundet wird die Präsentation mit einem Blick in die Gegenwart des Hebammenalltags, der heutigen Arbeitsweisen, Herausforderungen sowie die Weiterführung traditionellen Wissens in der modernen Praxis.
12.00 – 16.00 Uhr – „Hexenfest“
Im Museumsgarten bieten wir ein Spektakel mit thematischen Spielen, Schauspiel, Kesselschmaus & Allerlei vom Schaf sowie Wissenswertem rund um Heilkräuter. Eintritt frei!
Adresse: Beethovenstraße 8, 18209 Bad Doberan, Tel. 038203/ 6 20 26
Öffnungszeiten: Di – Fr 10:00 bis 16:00 Uhr, Sa 11:00 bis 16:00 Uhr
Weitere Infos auf der Website: www.moeckelhaus.de
19.05. / 11.08. / 17.11.26 – Café Trauerblume

31.05.2026 - 15 Uhr – Konzert in der Kirche Steffenshagen
Am Sonntag, 31. Mai um 15 Uhr lädt der Förderverein Kirche Steffenshagen zum ersten Konzert des Jahres in die Kirche ein:
Es spielt das Ensemble Nachtigall
… ein Ensemble über drei Generationen. Die zwei gebürtigen Rumänen (Vater Vasile Condoi am Akkordeon, Tochter Victorita Condoi an der Violine) haben Jonathan Condoi (Enkel und Sohn) von der ursprünglichen Folklore Rumäniens so inspiriert, dass er sich als Jugendlicher entschied, den Kontrabass zu erlernen. Die Musik ist ihre Sprache! Mal ruhig-melancholisch wechselt das Tempo plötzlich zu feuriger Musik, die über Generationen in ihrem Ursprung übermittelt wurde. Erleben sie mit dem Ensemble Nachtigall die Vielfalt der faszinierenden rumänischen Folklore!
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird herzlich gebeten. Im Anschluss an das Konzert werden reichlich Kuchen, Kaffee und andere Getränke angeboten.
12.-14.06.26 – Symposium Zusammenhalt
Vorankündigung: Symposium „Zusammenhalt – Mut zu solidarischem Leben“
mit Diskussionen, Workshops, Markt, Möglichkeiten, Musik, Essen, Begegnungen
Treffpunkt Suppenküche der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan

Ausstellung „Bedrohte Schöpfung, unser Planet - unsere Zukunft“
Die eindrucksvolle Ausstellung „Bedrohte Schöpfung – unser Planet, unsere Zukunft“ ist verlängert und somit weiterhin im Doberaner Münster zu sehen.
Die großformatige Fotoausstellung zur Klima- und Umweltkrise versteht sich als „Weckruf“:
Sie zeigt eindrücklich, wie Klimawandel, Artensterben und Ressourcenverbrauch auch in Mecklenburg-Vorpommern sichtbar werden.
In den Themenfeldern Klimawandel, Landwirtschaft, Biodiversität, Forstirtschaft, Moore und Gärten stehen zerstörerische Entwicklungen positiven Beispielen und alternativen Nutzungsformen gegenüber.
Die Ausstellung mit 20 LED-beleuchteten Fototafeln wurde von Thomas Grundner, Jörg Hoffmann und Klaus Kronke konzipiert und wird von verschiedenen Stiftungen gefördert.
Sie ist Eigentum der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Doberan und kann kostenfrei ausgeliehen werden. Ein begleitender Katalog (104 Seiten) vertieft die Themen und ist im Münster an der Kasse für zehn Euro erhältlich.
Konzipiert wurde diese Ausstellung von Thomas Grundner, Jörg Hoffmann und Klaus Kronke, gefördert u. a. von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung sowie der Ehrenamtsstiftung Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist im Besitz der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan und wird gerne kostenfrei ausgeliehen. Es gibt freie Termine.
Neu: Spenden fürs Münster-Deckengewölbe per Spenden-App


Die „Spenden-App“ ist ein digitales Werkzeug, mit dem Spenden über Smartphone, Tablet oder Computer Online-Spenden eingeworben werden können.
Die Doberaner Kirchengemeinde bietet damit eine unkomplizierte Möglichkeit, die Sanierung der De-ckengewölbe im Doberaner Münster gezielt zu unterstützen. Mit wenigen Klicks können Sie bequem spenden – auch dann, wenn Sie gerade nicht persönlich im Münster sind.
Scannen Sie dazu den hier abgedruckten QR-Code zur Spendenaktion „Deckengewölbe“ oder nutzen Sie den Link
https://spende.app/o/025f4edd-5940-48d9-ae08-c78b78c2eb75 .
Sie werden auf eine geschützte Spendenseite weitergeleitet, auf der der Spendenzweck „Deckengewölbe Doberaner Münster“ bereits voreingestellt ist. Dort tragen Sie Ihren Wunschbetrag ein und wählen eine der angebotenen Zahlungsarten. Ihre Spende wird dem Konto der Kirchengemeinde mit der Zweckbindung „Gewölbesanierung“ gutgeschrieben.
Ihre Spende kommt vollständig der Restaurierung der mittelalterlichen Deckengewölbe zugute und hilft mit, dieses außergewöhnliche Bauwerk für kommende Generationen zu erhalten. Schon kleine Beiträge tragen dazu bei, die umfangreichen Arbeiten zu finanzieren und den Fortgang der Restaurierung zu sichern. Praktisch bedeutet das: Anstelle von Bargeld oder Überweisungsträgern können Spenden schnell und unkompliziert digital gegeben werden. Die Doberaner Kirchengemeinde plant über diese Plattform weitere Spendenaktionen.
Die Plattform „spende.app“ wird EKD-weit (Evangelische Kirche in Deutschland) eingesetzt und ist so angelegt, dass Daten- und Zahlungssicherheit gewährleistet sind.
Wir sind sehr dankbar für jede Spende!
Münsterverwaltung, Martin Heider.
Veranstaltungen des Klostervereins im Jahr 2026


Der Verein der Freunde und Förderer des Doberaner Klosters e.V. lädt herzlich zu folgenden sechs Vorträgen sowie den Doberaner Klostertagen und dem Doberaner Klostermarkt ein.
Notieren Sie sich bitte diese Termine in Ihren Kalendern.
Mit dem Vortrag am 18. Juni im Münster gibt es auch in diesem Jahr wieder eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Münsterbauverein e.V.
28.05. – Vortrag des Klostereins fällt aus
Der für den 28. Mai 2026 geplante Vortrag von Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel zum Thema „Das mittelniederdeutsche Mühlenlied“, der im Rahmen der Vortragsreihe des Klostervereins Bad Doberan stattfinden sollte, muss leider entfallen. Grund hierfür sind unvorhersehbare organisatorische Gründe, die eine Durchführung zum vorgesehenen Termin nicht erlauben.
Der Klosterverein bedauert die Absage sehr, zumal das Thema in engem Zusammenhang mit der Geschichte des Klosters und der regionalen Mühlenlandschaft steht, und dankt allen Interessierten für ihr Verständnis. Sobald ein Ersatztermin feststeht oder ein ähnlicher Vortrag angeboten werden kann, wird darüber rechtzeitig informiert.
Münster-Medaillen in Feinsilber wieder erhältlich


Die beliebten Münstermedaillen zugunsten der Gewölberestaurierung sind wieder verfügbar.
Es stehen zwei Motive zur Auswahl: die Grabfigur der Königin Margarete Sambiria von Dänemark (†1283) sowie der Marienleuchter, beide auf der Rückseite mit einer Vogelperspektive des Doberaner Münsters.
Nach der im Juni 2024 erschienenen Medaille mit dem Marienleuchter folgte im Sommer 2025 die Medaille mit der Grabfigur der Königin Margarete Sambiria; beide widmen sich der einzigartigen Innenausstattung des Münsters.
Sie sind jeweils in Feinsilber (999/1000) sowie mit versilbertem Eisenkern (magnetisch) geprägt; die Feinsilberstücke tragen am unteren Rand der Vorderseite die Punze „999“.
Die in kleiner Auflage gefertigten Feinsilber-Medaillen waren zwischenzeitlich vergriffen, jetzt sind neue Exemplare eingetroffen. Die kleinen Kunstwerke entstanden in enger Kooperation der Dobera-ner Münzfreunde mit der Münsterverwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde und sind ausschließlich im Doberaner Münster oder nach Vorkasse per Versand erhältlich; der Reinerlös unterstützt die Restaurierungsarbeiten am Münster.
Verkaufsdaten der im Münster erhältlichen Medaillen:
Medaille 2025 „Ausstattung / Königin Margarete“– Eisenkern versilbert – 15,00 €
Medaille 2025 „Ausstattung / Königin Margarete“– Feinsilber– 60,00 €
Medaille 2024 „Ausstattung / Marienleuchter“– Eisenkern versilbert – 15,00 € (Restbestände)
Medaille 2024 „Ausstattung / Marienleuchter“– Feinsilber– 60,00 € (Restbestände)


Medaille 1971 „800 Jahre Klostergründung“– Kupfer – 15,00 € (geringe Restbestände des Originals!)
Nur noch drei Orgelpfeifen der Schuke-Orgel von 1980 erhältlich

Von den letzten 13 Zink-Orgelpfeifen der Schuke-Orgel aus dem Jahr 1980 wurden bereits zehn zu-gunsten der Gewölbesanierung versteigert bzw. veräußert.
Während der letzten Generalsanierung wurden Orgelpfeifen aus Zink durch besserklingende aus Zinn ersetzt. Die Zinkpfeifen sind nun größtenteils versteigert bzw. verkauft und sind nun u.a. in Heiligenhafen, Berlin, Bernau und an verschiedenen Orten in Bad Doberan.
Möchten Sie eine der drei letzten großen Münster-Orgelpfeifen erwerben, beispielsweise für ein Kunstprojekt oder die Gestaltung von Garten, Haus oder Hof?
Wir bitten um eine Spende ab 100 Euro pro Pfeife. Der Betrag kann direkt an der Münsterkasse bezahlt werden.

In einer aufwendigen Transportaktion kamen die letzten zwölf Zink-Orgelpfeifen der Schuke-Orgel von der Orgelempore in das nördliche Seitenschiff. Diese werden seit der letzten Orgelsanierung nicht mehr benötigt und werden nun zugunsten der Gewölbesanierung veräußert.
Preis: Spende ab 100 Euro pro Pfeife
- Prospektpfeifen aus dem Jahr 1980
- bei der letzten Orgelsanierung ersetzt durch Zinnpfeifen
- zu künstlerischen Getaltung von Garten/Haus/Hof
Bitte an die Kasse wenden und dort bezahlen.
Die noch verfügbaren gehören zu den längsten und haben eine Höhe von 4 m bis ca. 5,20 m.


