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Weihnachtliche Geschenkideen aus dem Münster


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Sollten Sie noch auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken sein, kommen Sie gern ins Doberaner Münster und schauen sich im Eingangsbereich um. Es gibt auch einige neue Artikel, so erstmals einen Münster-Kalender.

All dies ist erhältlich an der Münsterkasse zu den regulären Öffnungszeiten (Dez.-Feb. Mo-Fr 11-15, Sa, So, Feiertag 11-16 Uhr) und viele Artikel auch auf Bestellung per Mail über die Münsterhomepage.

Mit dem Kauf unterstützen Sie die kirchengemeindliche Arbeit und u. a. bei Foto-CD, DVD-Film, dem neuen Münster-Kalender, dem Münster-Stockschirm, den drei Büchern Innenausstattung Münster, Baugeschichte Münster und Geschichte Althof die Restaurierungsarbeiten am Münster.

Sollten Sie als Gemeindeglied vor Ort nicht mobil sein, bringen wir Ihnen die Artikel ohne Lieferkosten gern nach Hause.

 

 

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Artikel und Preise pro Stück

(bei Online-Bestellung zzgl. der Versandkosten):

Kunstpostkarten (75 Motive) – 0,50 €

Klappkarten – 1,00-1,50 €

Lesezeichenkarte Zentralpfeiler Münster – 1,60 €

Marken für den Einkaufskorb (zwei Motive, je fünf farbliche Ausführungen) - 2,00 €

Kleine Kunstführer in zehn Sprachen – 2,00-3,00 €

Kinderbibel – 2,95-10,00 €

Losung – 4,90 €, Großdruck 5,90 €

Kerze mit Münstermotiv – 8,50 €

Publikation „Das Doberaner Münster im Dreißigjährigen Krieg“ – 6,00 €

 

 

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Münster-CD, DVD, Musik-CDs, Münster-Kalender 2023 u.v.m.

 

Münster-Foto-CD – 7,50 €

Beinhaus-Kinderkrimi – 8,50 €

DVD-Film zum Münster (ca. 30 min) – 9,90 €

Medaille Klostergründung/Althof – 10.00 €

Orgelmusik-CD Vol. 1, 2 und 3 – je 10,00 € (im Dreierpack 25,00 €)

Weihnachtsmusik-CD 1 u. 2 – je 10,00 €

Katalog Grabplattenabriebe – 10,00 €

Lutherbibel – 12,00 €

Neu: Kalender Doberaner Münster 2023 – 12,00 €

Buch „Hohes Lied“ – 12,00 €

Roman: Der letzte Abt von Doberan – 13,80 €

 

 

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Bücher, Stockschirm und Medaillen

 

Buch Doberaner Münster – 14,80 €

Reprint-Ausgaben historischer Literatur – 14,95 €

Neu: Medaille Bestattung 850 Jahre Woizlawa (Althof) Versilbert – 15.00 €

Buch Engelwelten – 20,00 €

Buch „Das Doberaner Münster – Bau, Geschichte, Kontext“ – 29,95 €

Buch „Die Geschichte von Althof – Von der Gründung des Klosters bis in die Gegenwart“ – 29,95 €

Stockschirm Chorgewölbe – 32,00 €

Buch „Die Zisterzienserklosterkirche zu Doberan" – Forschung und Denkmalpflege – 39,90 €

Tagungsband „Die Ausstattung des Doberaner Münsters“ – 49,00 €

Neu: Medaille Bestattung 850 Jahre Woizlawa (Althof) Feinsilber – 60,00 €

 


 

Online-Bestellung per E-Mail an die Küsterei am Münster oder im Online-Shop auf der Münsterhomepage

Zusammenstellung: Martin Heider
Fotos: Anke Jantzen / Martin Heider

 

 

Weihnachtsausstellung im Möckelhaus


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Die Weihnachtsausstellung "Spielzeug im Möckelhaus" ist im Stadt- und Bädermuseum Bad Doberan bis zum 21.12.2022 zu sehen.

Eine Wandtafel verweist auf die weihnachtlichen Darstellungen in der Bildkunst des Doberaner Münsters.

 

Öffnungszeiten

Di - Sa 11.00 - 16.00 Uhr

So - Mo geschlossen


Stadt- und Bädermuseum

 

 

Advent und Weihnachten in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde


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Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

16.12. 19.00 Uhr

Weihnachtskonzert mit den Reriker Heulbojen (Münster)

17.12. 16.00 Uhr

Andacht mit Aussendung Friedenslicht (Münster)

18.12. 10.30 Uhr

Familiengottesdienst (Gemeindezentrum)

20.12. 19.00 Uhr

Weihnachtskonzert des Gymnasiums FFG (Münster)

24.12. - Heiligabend

11.00-18.00 Uhr

Offenes Münster mit Musik und Lesungen sowie eigenständigem Rundgang zu den weihnachtlichen Bildern mit einem Rundgangblatt

14.00 Uhr

Krippenspiel (Wiese am Gemeindezentrum)

18.00 Uhr

Andachten (im Münster und in den Kapellen Althof und Heiligendamm)

23.00 Uhr

Christmette (Münster)

23.30 Uhr

Turmblasen (am Münster)

25.12.

9.30 Uhr

Gottesdienst mit Propst Fey (Münster)

15.00-17.00

Offene Weihnacht (Gemeindezentrum)

26.12. 9.30 Uhr

Erzähl- und Singe-Gottesdienst (Gemeindezentrum)

30.12. 17.00 Uhr

Orgelmusik zum Jahresausklang (Münster)

31.12. 17.00 Uhr

Gottesdienst zum Jahresschluss (Münster)

01.01. 11.00 Uhr

Gottesdienst zu Neujahr (Münster)

 

 

23.056 Euro zugunsten der Deckengewölbesanierung


Die Patenschafts- und Spendenaktion im Doberaner Münster hat sich unglaublich positiv weiterentwickelt. Vom 24. Juli bis zum 1. Dezember 2022 kamen bereits 23.056 Euro zusammen.

Damit hätten wir nicht gerechnet! Diese Summe setzt sich zusammen aus Patenschaften, zweckgebundenen Spenden aus dem Bauopferstock Münster und dem Erlös aus dem Verkauf der neuen Münsterkalender. Ganz herzlichen Dank dafür!

Es ist schön und berührend, zu sehen, aus welchem Motiv heraus die Patenschaften entstehen. Zu den Paten und Spendern gehören u. a. der Münsterbauverein Bad Doberan e.V., die Nachfahren in Gedenken an einen ehemaligen Gymnasialdirektor in Bad Doberan, die Familie Matrisch aus Satow, die, im Gedenken an den plötzlich verstorbenen Axel Matrisch, statt Blumenspenden um Spenden für das Deckengewölbe bat. Axel Matrisch war dem Münster sehr verbunden und über viele Jahre Münsterführer.

 

 
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Weiterhin spendeten Mitglieder der Doberaner Münsterfamilie, mehrere Personen in Gedenken an unseren langjährigen Kirchenältesten Armin Lehmann, Münsterführer, Kassierer, weitere Mitarbeiter, die Gemeinschaft Evangelischer Zisterziensererben in Deutschland, verschiedene Einwohner aus Bad Doberan, darunter Mitglieder unserer Kirchengemeinde, Mitglieder des Doberaner Klosterkonvents und zahlreiche Münsterbesucher.

Das Münster hat viele Freunde und Förderer. Ein treues Gemeindeglied, bei dem ich mich bedankte und ihr die aktuelle Spendensumme nannte, sagte spontan: "Da sehen Sie mal, wie viele Menschen diese Kirche lieben!“

Werden auch Sie Pate/Patin

für die Restaurierung eines kleinen Teilabschnitts des Deckengewölbes
ab 10 Euro pro 400 Quadratzentimeter (20 x 20 cm)!

Die Gewölbesanierung im Chorraum 2022/23 kostet ohne Gerüstkosten ca. 49.000 €. Die Gewölbefläche im Chorraum beträgt 195 Quadratmeter.

Patenschaft Restaurierung Deckengewölbe 20 x 20 cm = 10 €
Patenschaft Restaurierung Deckengewölbe 1/2 Quadratmeter = 125 €
Patenschaft Restaurierung Deckengewölbe 1 Quadratmeter = 250 €

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Möglichkeiten der Zahlung für eine Spende / Patenschaft

  • Bar- oder Kartenzahlung an der Münsterkasse. Dort erhalten Sie gleich einen Spendennachweis (Bon) und Ihre Patenschaftsurkunde
  • Überweisung auf das Konto der Ev.-Luth. Kirchengemeide bei der Ev. Bank:
    IBAN: DE12 5206 0410 0005 3501 15, Kennwort: „Gewölbe Münster“
  • Einwurf einer selbstgewählten Spende in den Opferstock "Restaurierung Münster"

Für Summen ab 200 Euro benötigen Sie für die Steuererklärung beim Finanzamt eine Spendenbescheinigung, die wir Ihnen gern ausstellen (dazu brauchen wir Ihre Anschrift).

 Die Teilabschnitte werden auf dem 2 x 1 m großen Transparent im Münster markiert. Wenn Sie möchten, kommen Ihr Name (und Wohnort) auf eine Spenderliste im Münster.

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag zum Erhalt des Doberaner Münsters!

Weitere Informationen: Münsterverwaltung, Martin Heider,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel.: 038203 / 779590.

Martin Heider

 

 

Münster: Tiefe Risse im Deckengewölbe


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Die OSTSEE-ZEITUNG berichtete am 01.12.2022 über die Restaurierungsarbeiten im Münster: Bis Sommer 2023 wird der obere Bereich des Gotteshauses saniert / Gerüst im Innenraum aufgebaut

Von Anja Levien

Bad Doberan. Peter Wagner klopft gegen das Deckengewölbe im Doberaner Münster. Der Restaurator steht ganz oben auf dem Gerüst, das derzeit im Innenraum des Gotteshauses aufgebaut ist. Er hört durch das Klopfen, wo sich ein Riss im Gewölbe befindet, und legt diesen dann frei, um ihn zu reinigen und zu schließen. Dort wo Risse sind, fehlt die Statik. Einsturzgefahr besteht aber nicht.

„Die Deckengewölbe sind statisch massiv geschädigt“, sagt Bauingenieur Frank Thoms, der die Baumaßnahme im Münster geplant hat. Die Risse gehen komplett bis zum Dachboden durch. „Wenn wir eine Kelle reinschieben, dann ist die auf dem Dachboden“, sagt Peter Wagner zur Verdeutlichung. Das Gewölbe ist zwischen 15 und 25 Zentimeter dick. Bis zum Herbst 2023 sollen die Risse in den Deckengewölben gesichert und restauratorisch überarbeitet sein.

Grund für die Risse ist die Bewegung der Außenwände. Diese sind innen senkrecht gerissen, erläutert Frank Thoms. Ein Teil der Außenwand driftete aufgrund der Lasten des Dachstuhls nach außen, der Innenteil blieb stehen. Die Aktenforschung von Münsterkustos Martin Heider ergab, dass Schäden erstmals um 1580 aktenkundig sind, zunehmend ab 1662, als der Kreuzgang abgerissen wurde und somit die Stütze von außen fehlte.

Um die Kräfte zu beherrschen, wurden 2011 Stahlanker eingesetzt, die die Außenwände jetzt an Ort und Stelle halten. Dadurch können in einem zweiten Schritt jetzt die Risse saniert werden.

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Baumeister Möckel verwendete falschen Mörtel

Diese wurden in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten immer wieder behandelt. Baumeister Gotthilf Ludwig Möckel hatte im späten 19. Jahrhundert zum Kitten Zementmörtel genutzt. „Der hat aber andere Dehnungsverhältnisse als der Kalkmörtel und hat daher noch mal zu Spannungen geführt“, so Peter Wagner. Obendrein seien dann auch noch Eisenkeile eingeschlagen worden, um die Statik wiederherzustellen. „Der Nachteil ist, dass sie anfangen zu rosten. So wie sie rosten, ist es kontraproduktiv und die Risse weiten sich.“

Peter Wagner ist seit 1979 Restaurator, hat schon an Kirchen in ganz Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gearbeitet. „Es macht mir Spaß, ist wie ein Hobby“, so der 63-Jährige, der zusammen mit seiner Frau Kerstin Wagner die Arbeit am Backsteinbau übernimmt. In diesem ist er nicht zum ersten Mal. Am Westfenster habe er schon Restaurationsarbeiten durchgeführt.

Jetzt ist er hoch oben an der Decke. Für die Reinigung der Risse nutzt er Staubsauger und Fugenkelle. Danach wird der Riss von unten zugemacht und von Dachgeschoss aus mit einem Kalkmörtel verschlossen.

Zeitgleich mit der Sanierung der Ober- und Unterseiten der Deckengewölbe wird das Gerüst dafür genutzt, um die Innenausmalung an den oberen Wandflächen zu reinigen und zu sichern. Hier sind der Restaurator Georg von Knorre und sein Mitarbeiter Jens Rohde aktiv. „Die Farbigkeit an der Fläche ist bald 50 Jahre alt“, erläutert Georg von Knorre.

 

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„Mit den Jahrzehnten baut sich das Bindemittel in der Farbe ab und diese fängt an zu pudern.“ Wenn man hier nicht eingreife, würde das Münster bald nicht mehr diese jetzige Farbgebung haben. Über den Winter werden die Restauratoren jedoch nicht arbeiten können. Sobald die Oberflächentemperatur 9 Grad elsius erreicht, ist Schluss. Denn wenn der Putz durch die Außentemperatur feucht bleibe, könne keine Farbe aufgetragen werden. „Solange es geht, werden die Vorarbeiten gemacht, aber die Schließung der Risse wird erst wieder ab April gehen“, sagt Frank Thoms.

Millionen-Investition im Münster

Die Sanierung des Deckengewölbes und die Reinigung und Konservierung der Innenausmalung sind zwei von mehreren Restaurationsmaßnahmen bis 2024. 1,8 Millionen Euro werden insgesamt investiert. Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, unterstützt die Maßnahmen mit 900 000 Euro Fördermittel. Das Landesministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten MV mit 300 000 Euro. Der Kirchenkreis Mecklenburg gibt aus Patronatsmitteln denselben Betrag, ebenso hoch sind die Eigenmittel aus dem Münsterhaushalt der Kirchengemeinde. Eine Patenschaftsaktion für die Deckengewölbe im Chorraum trug dazu bereits über 22 000 Euro bei.

Quelle: OSTSEE-ZEITUNG, Bad Doberan und Umgebung, Donnerstag, 01.12.2022
Text und Fotos: Anja Levien.


Foto 1: Restaurator Peter Wagner zeigt die Eisenkeile, die er aus den Rissen im Gewölbe im Münster geholt hat. Weil sie rosten, haben sie weitere Schäden verursacht.

Foto 2: Das Deckengewölbe im Münster Bad Doberan hat viele Risse, die jetzt geschlossen werden.

Foto 3: Georg von Knorre und Jens Rohde sind für die Reinigung und Sicherung der Innenausmalung zuständig.

 

 

 

 

Instandsetzung und Restaurierung am Münster


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Seit Generationen wird nahezu ununterbrochen am Doberaner Münster restauriert und instandgesetzt. In den letzten rund 20 Jahren wurden mehr als fünf Millionen Euro in den Erhalt des Münsters und seiner reichen Originalausstattung investiert, auch Dank vieler Spenden, Zuweisungen vom Münsterbauverein und Fördergeldzuweisungen. Mit den oben genannten weiteren Maßnahmen erhöht sich diese Summe auf rund 7 Millionen Euro.

In dieser Rubrik stellen wir jeden Monat ein Foto von früheren bzw. aktuellen Maßnahmen vor.

Foto (23.11.2022): Am oberen Abschluss der unteren Ebene des Gerüsts befinden sich Schienen, auf denen der obere Bereich des Gerüst nach Baufortschritt weiter gefahren werden kann. Das Foto enstand von der höheren fahrbaren Ebene aus.

Jede Spende oder Patenschaft hilft bei der Weiterführung der Arbeiten.

Herzlichen Dank!

Spendenkonto:
IBAN: DE38 5206 0410 0505 3501 15, BIC: GENODEF1EK1, Ev. Bank.
Kennwort "Restaurierung Münster"; wenn für die Deckengewölbesanierung: "Gewölbe Münster".

 

 

Jahrestagung der Norddeutschen Backsteinbasiliken


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"Sie/er hat vor wenigen Minuten das erste Mal das Licht der Welt erblickt'". So fängt es an. Normalerweise. Das Leben eines Menschen außerhalb des Mutterleibs: mit Licht! So fängt es wohl überhaupt an: das All, die Welt, mit Licht. Ohne Licht: Keine Welt. Kein Leben.

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Keine Religion auf dieser Erde kommt ohne das Licht aus.

Das heißt: Immer spielt das Licht eine zentrale Rolle. So auch im christllichen Glauben.

 

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Dort besonders in einem Baustil, der als der "genuin christliche" gilt: Das ist die Gotik. In ihr noch gesteigert in der basilikalen Gotik. Gotik ist "gebautes Licht". So sind unsere Backstein-Basiliken in Norddeutschland eine wie die andere "Kathedralen des Lichtes".

So lag es nahe, dass sich das Treffen der "AG Norddeutscher Backstein-Basiliken", das vom 11. bis zum 13.11. in diesem Jahr in Greifswald stattfand, endlich einmal als zentrales Thema um das "Licht" rankte.

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Auf vielfältige Weise näherten sich die Mitglieder der AG dem Thema: Sei es im Nikolai-Dom und in St. Marien oder im Pommerschen Landesmuseum, wo die gemalte Wirkung des Lichtes z.B. unter anderem in Bildern von Caspar David Friedrich durch erstaunliche Mal-Techniken hervorgerufen wird."

Volker Schulze (Koordinator), Lübeck

 

 

Weihnachtliche Choralbetrachtungen zur Orgelmusik am 30.12.


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Am 30.12. lädt Kantor Matthias Bönner um 17 Uhr zur traditionellen Orgelmusik zum Jahresausklang in das Münster ein.

Auf dem Programm stehen weihnachtliche Choralbetrachtungen, die von größeren Werken Bachs und der Moderne umrahmt werden. Besonders im Blickfeld sind in diesem Jahr spätromantische Raritäten eher unbekannterer Komponisten aus England, Frankreich und den USA wie William Faulkes, Harvey Gaul oder Planchet. Sie alle vereint, dass sie weihnachtliche Stimmungen und Situationen vertonten, wie den Auszug der drei Könige, das Verweilen an der Krippe oder eine Rhapsodie über Weihnachtslieder.

Der Eintritt ist frei, es wird um eine Kollekte am Ausgang gebeten.

 

 

Betrachtung zu einem Weihnachtsbild aus dem Münster


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Eine Betrachtung zur Darstellung der Geburt Christi an der Marienseite des Kreuzaltars aus der Zeit um das Jahr 1370.


Bilder von und zu Weihnachten gibt viele. Auch im Münster finden wir mehrere. Dieses von der Geburt Christi im Kreuzaltar möchte ich in den Blick nehmen. Dieses Zur-Welt-Kommen (oder: Geburt) im armseligen Stall zu Bethlehem ist idyllisch dargestellt: Eine harmonische Einheit von Maria und Joseph, dahinter schauen Ochs und Esel verträumt auf das Jesuskind, alle sind in Gold und Silber gefasst. Fantastisch. Der Künstler wollte wahrscheinlich auf die Göttlichkeit dieser Szene hinweisen.

Aber Weihnachten ist dieses Jahr – 2022 – ganz anders als all die Jahre. So etwas haben wir bisher nicht erlebt.

Die Gefährdungen des Lebens scheinen überhand zu nehmen. Krieg in unserer Nähe. Inflation belastet unsere Lebenshaltung. Ein Virus hält uns in Atem, verhindert körperliche Nähe und vieles, was uns lieb und wert geworden ist…

Kann in so einer Zeit überhaupt Weihnachten werden?!

Vielleicht, wenn wir diese berühmte und 650 Jahre alte Darstellung auf uns wirken lassen und ihre Botschaft auf uns übertragen. Denn:

Ein Kind erweckt Hoffnungen.

Hoffnung, dass es etwas neu wird.

Hoffnung, dass wir nicht aufgeben müssen.

Hoffnung, dass Licht in die Dunkelheit scheint.

Hoffnung, dass das Leben weitergeht.

Hoffnung für den Frieden bei den Menschen und in der Welt.

Ein Kind erweckt Hoffnung…

Lassen Sie sich einladen auf den Weg zu diesem Kind in der Krippe.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest - im Namen des Münsterbauvereins


Andreas Timm

 

 

Gottesdienste und Andachten im Dezember 2022


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Herzliche Einladung zu folgenden Gottesdiensten und Andachten:


Sonntags (außer 18.12.) 9:30 Uhr

Gottesdienst im Münster bzw. im Gemeindezentrum

Sonntag 18.12. 10:30

Familiengottesdienst (Gemeindezentrum)

Donnerstag 01.12. 19:30

Taizéandacht im Münster

Donnerstags (außer 29.12.) 8.00 Uhr

Mette (Morgenandacht) im Münster

 

Die Gottesdienste und Andachten zum Christfest und zum Jahreswechsel finden Sie im Beitrag

"Advent und Weihnachten in der Ev.-Luth. Kirchengemeinde" >.


Änderungen vorbehalten!

Weitere Informationen auf der Homepage der Kirchengemeinde >

 

 

Doberaner Klostertage 2022 – Ein Blick voraus


Die traditionelle Herbsttagung für interessierte Laien und Fachleute zum Thema klösterliches Leben und Klosterstätten in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hat mit den Doberaner Klostertagen im September ein Podium und jährlich wiederkehrende Besucher gefunden.

 

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Das Wirtschaftsgebäude im Zisterzienserkloster Doberan – Instandsetzung und Nutzung

Auch in diesem Jahr wurde diese Veranstaltung getragen durch die Stadt Bad Doberan, den Landkreis Rostock, die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde und die Vereine und Institutionen rund um das ehemalige Zisterzienserkloster Doberan, insbesondere durch den Verein der Freunde und Förderer des Klosters Doberan e. V.

Unterstützende und anerkennende Grußworte überbrachten die Stadtpräsidentin, Katy Hoffmeister, und der Dezernent des Landkreises Rostock, Romuald Bittl.

Die beiden Schwerpunkte waren dieses Jahr zum einen die Instandsetzung und zukünftige Nutzung der Backhausmühle mit großem Speicher, auch bekannt als Großes Wirtschaftsgebäude. Es wurden die intensiven bauhistorischen Untersuchungen durch das Berliner Büro Winterfuchs vorgestellt, die Einfluss auf die Wiederherstellung haben werden, ergänzt durch einen kurzen Arbeitsbericht von Martin Heider. Damit wurden die neuen Forschungsergebnisse zum Wirtschaftsgebäude zusammengefasst und der Bedarf an weiterer Forschung sichtbar.

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Weiterhin wurde die Frage der späteren Nutzung als Zentrale Station der Klosterwege für das Land MV und darüber hinaus vorgestellt. Die Planung der weiteren nachhaltigen Nutzung nach den Sicherungsarbeiten, die jetzt begonnen haben und voraussichtlich 2025 abgeschlossen sein werden, sind durch den Eigentümer unbedingt voranzutreiben. Der Klosterverein hat hierzu Konzepte entwickelt, die auf der bestehenden Genehmigungsplanung fußen und Potential haben, Fördermittel des Landes einzuwerben.

Hier spielt das Thema Scriptorium eine besondere Rolle. Pater Matthias Schäferhoff, Cellerar des Zisterzienserklosters Bochum-Stiepel, hielt zur Schriftkunst der Zisterzienser einen tiefgründigen Vortrag, der durch sein Leben als Zisterzienser und seine Tätigkeit im Kloster als Buchmacher besonders beeindruckte. Die Gutenbergpresse, die jetzt im Flur vor der Jugendkunstschule im Kornhaus ihren vorläufigen Platz gefunden hat, wurde durch Herrn Bumblies aus Barth vorgestellt.

 

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Den zweiten Schwerpunkt bildete das Gründungsjubiläum des Klosters Dargun, einer Tochter des Klosters Doberan, das aber zuerst 1172 durch das dänische Kloster Esrom gegründet wurde. Bent Russow, Mitarbeiter des Bauamtes Dargun und mit seinem Vater als Architekt schon jahrelang an der Sicherung und Sanierung der Kloster- und Schloßanlage Dargun beschäftigt, gab in seinem Vortrag einen Überblick über die Blütezeit, aber auch zur dramatischen Zerstörung durch die Brandstiftung 1945 und zum großen Willen einer kleinen Stadt, das Erbe zumindest für einen späteren Wiederaufbau zu sichern!

Am Sonntag, bei einen Besuch bei der Jubilarin in Dargun, konnte sich eine Gruppe von 20 Exkursionsteilnehmern - unter fachkundiger Führung durch den Bürgermeister der Stadt Dargun und Herrn Russow - von der Schönheit des Tochterklosters Dargun überzeugen.

Einen gebührenden Abschluss fanden die Doberaner Klostertage bei einer kleinen Andacht im Westteil des Doberaner Münsters, gehalten von Pastorin i. R. Petra Wallmann.

Eindrückliche Doberaner Klostertage 2022 fanden damit ihren Abschluss. Dank an alle Organisatoren, Mitwirkende und Besucher – besonders der AG Kloster unter der Leitung des Bürgermeisters.


Sabine Krahn-Schulze
1. Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Klosters Doberan e.V.

 

 

 

Offene Türen - 20 Jahre Münsterbauverein


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Der Doberaner Münsterbauverein feierte am 8. Oktober sein 20-jähriges Bestehen. Die Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung schrieb dazu kurz vor dem Fest:

Er gehört zu den jüngeren Fördervereinen der rund 200 in Mecklenburg: Der 2002 gegründete Münsterbauverein. Die 100 Mitglieder unterstützen die Kirchengemeinde bei der Erhaltung und Öffnung ihres Bauwerks, das vor der Corona-Pandemie jährlich rund 150 000 Besucher anzog.


VON MARION WULF-NIXDORF

Bad Doberan. Ziel sei es, „die Türen offen zu halten und den Menschen vor Ort klar zu machen, was für einen Schatz sie haben“, betont Pastor i. R. Andreas Timm, seit Frühjahr Vorsitzender des Münsterbauvereins in Bad Doberan mit rund 100 Mitgliedern. Der Münsterbauverein gehört zu den jüngeren Fördervereinen in den Kirchenkreisen Mecklenburg und Pommern. Er wurde 2002 gegründet auch mit dem Ziel, die Kirchengemeinde bei den immensen Bauaufgaben zu unterstützen.

 

 

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Das Münster hatte in den Jahren vor der Corona-Pandemie durchschnittlich 150 000 Besucherinnen und Besucher im Jahr. Kein Tag, an dem nicht mehrere Busse auf dem Parkplatz vor dem Eingang standen. Aber die Kreuzfahrttouristen sind wegen der Pandemie lange Zeit weggefallen, auch die Bustouristen sind deutlich weniger geworden, sagt Martin Heider, seit 2001 Kustos am Münster, „der jede Ecke des Münsters kennt“, wie Fördervereinsvorsitzender Andreas Timm überzeugt ist, „und der zudem gut ausgebildeter Diplom-Betriebswirt ist“.

Die Besucher werden hoffentlich wieder vermehrt kommen, für sie und für die Gemeindemitglieder und für kommende Generationen soll das Münster erhalten werden – als geistlicher Ort und als Baudenkmal.

In den letzten 20 Jahren seien rund sieben Millionen Euro verbaut worden. Schwierig sei es für Kirchengemeinden häufig, die Eigenmittel für die Bauaufgaben aufzubringen, und dabei seien Fördervereine „eine große Hilfe“, so Kustos Martin Heider.

Bis 2001 waren in der Münstergemeinde zwei Pastorenstellen. Als die Stellen gekürzt wurden, musste die Kirchengemeindearbeit neu aufgestellt werden, sagt Fördervereinsvorsitzender Timm, der von 1993 bis 2005 Pastor in der Münstergemeinde war. Daher wurde 2001 die Münsterverwaltung innerhalb der Kirchengemeinde eingerichtet und mit Martin Heider besetzt. „Wir wären schier überfordert gewesen. Uns wurde bewusst, wie ungeeignet Theologen für Bauarbeiten sind. Wir haben Theologie studiert und nicht Baumittelkunde.“

 

 

 

Jeden Tag das ganze Jahr über offen


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Die Gründung des Münsterbauvereins 2002 war eine wesentliche weitere Hilfe für die Kirchengemeindearbeit, „weil Fördervereine breiter aufgestellt sind als Kirchengemeinden und man sich als Nichtmitglied in eine Kirchengemeinde nicht so verantwortlich einbringen kann“, sagt Timm.

Der Förderverein hat in den zwanzig Jahren seines Bestehens bisher unter anderem geholfen, den Anteil der Eigenmittel aufzubringen bei der Rettung des Reiterstandbildes, beim Neuguss der beiden Glocken.

Und künftig soll die Gewölbesanierung mit einem Gesamtvolumen von 1,8 Millionen Euro anteilig unterstützt werden, die sich zwei bis drei Jahre hinziehen wird. 2500 Euro hat der Münsterbauverein bereits zur Verfügung gestellt, der seine Gelder aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen bekommt.

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Wir unterstützen damit eine Patenschaftsaktion, die die Münsterverwaltung ins Leben gerufen hat, bei der man für die Restaurierung bestimmter Gewölbeflächen die Patenschaft übernimmt. Bisher seien 11 000 Euro (aktueller Stand s. o.) aus dieser Aktion zusammengekommen.

Außerdem wurde die mittelalterliche Tauffünte mit Geldern des Münsterbauvereins restauriert – ohne Fördermittel. „Das zeigt auch, wie geistlich der Bauverein ist“, freut sich Timm.

Am 8. Oktober wird das 20-jährige Bestehen des Münsterbauvereins von 14 bis 18 Uhr gefeiert.


Bildunterschrift: An einem so großen Gebäude wie dem Doberaner Münster gibt es immer wieder Bauarbeiten. Zur Zeit wird das Gewölbe im Innenraum saniert.

Mecklenburgische & Pommersche Kirchenzeitung Nr. 41, 9. Oktober 2022

 

 

Silber-Medaillen "Fürstin Woizlawa" wieder erhältlich


 

Kapeele Althof

Kapeele Althof

Nach der Jubiläumsmedaille 2021, anlässlich 850 Jahren Gründung des Klosters Doberan im heutigen Althof, entstand in diesem Jahr eine neue Prägung, anlässlich 850 Jahren Bestattung der Fürstin Woizlawa. Sie ist in zwei Ausführungen erschienen, in Feinsilber (999/1000) und mit einem versilberten Eisenkern.

Beide Auflagen waren ausverkauft. Aufgrund der Nachfrage und einiger Vorbestellungen wurden noch einmal je 20 Exemplare je Ausführung gefertigt. Diese sind ab sofort im Münster erhältlich.

Die Jubiläumsmedaille von 2022

Die Medaille hat einen Durchmesser von etwa 35 mm.
Sie erscheint in zwei Ausführungen, in Feinsilber (999/1000) und mit einem versilberten Eisenkern.

Sie zeigt die älteste bildliche Darstellung der Kapelle Althof um 1820, als sie noch Backhaus war, sowie die heutige Gestaltung der Grabstätte der Fürstin Woizlawa. Die Umschrift verweist auf diese „Erste fürstliche Bestattung im Kloster Doberan“.

Die Gestaltung der Medaille entstand in Kooperation zwischen der Künstlerin Uta Ehlers, Jürgen Hamann (Münzfreunde) und der Münsterverwaltung. Herausgeber der Medaillen 2021/22 ist die Münsterverwaltung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde im Zusammenwirken mit der Interessengemeinschaft „Doberaner Münzfreunde“.


Verkaufsdaten dieser und weiterer Medaillen

2022
Versilbert – 15,00 Euro (erhältlich im Münster)
2022 Feinsilber – 60,00 Euro (erhältlich im Münster)
2021
Altmessing, 850 Exemplare – 10,00 Euro (erhältlich im Münster)
2021 Feinsilber, 85 Exemplare – 40,00 Euro (ausverkauft)
1971
Kupfer (Restbestand) – 15,00 Euro (erhältlich über die Münzfreunde s. u.)

Bezug der Medaillen 2021/2022 im Doberaner Münster (Tel. 038203 62716),

der Medaille 1971 nur über die Doberaner Münzfreunde (Jürgen Hamann, Tel. 038203 17728)
 

 

 

 

Werden auch Sie Pate eines Teils des Deckengewölbes


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Werden Sie Pate/Patin für die Restaurierung eines kleinen Teilabschnitts des Deckengewölbes ab 10 Euro pro 400 Quadratzentimeter (20 x 20cm).

Die Gewölbesanierung im Chorraum 2022/23 kostet ohne Gerüstkosten ca. 49.000 €.
Die Gewölbefläche im Chorraum beträgt 195 Quadratmeter.

  • Patenschaft Restaurierung Gewölbe
    20x20cm = 10 €
  • Patenschaft Restaurierung Gewölbe
    1/2 Quadratmeter = 125 €
  • Patenschaft Restaurierung Gewölbe
    1 Quadratmeter = 250 €
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Die ersten Gewölbefelder im östlichen Joch sind, wie im Foto zu sehen, bereits fertiggestellt. Auch die Farbfassung an den benachbarten Wänden samt Triforium wurde gereinigt und konserviert.

 

 

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Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung:

  • die Übernahme einer Patenschaft für die Restaurierung eines Teilabschnitts
  • mit einer Einzahlung an der Münsterkasse erhalten Sie gleich einen Spendennachweis (Bon) und Ihre Patenschaftsurkunde
  • für Summen ab 200 Euro benötigen Sie für die Steuererklärung beim Finanzamt eine Spendenbescheinigung, die wir Ihnen gern ausstellen (dazu brauchen wir Ihre Anschrift)
  • Überweisung eines Patenschaftsbetrags/Spende an Spendenkonto Restaurierung: IBAN: DE12 5206 0410 0005 3501 15, Kennwort: „Gewölbe Münster“
  • Einwurf einer selbstgewählten Spende in den Bauopferstock

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag zum Erhalt des Doberaner Münsters!

 

 

 

 

15 Jahre Europäische Route der Backsteingotik


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In diesem Jahr feiert die Europäische Route der Backsteingotik e. V. ihr 15-jähriges Bestehen. Mit ihren Aktivitäten konnte sie in den vergangenen Jahren viele Menschen für die Backsteingotik begeistern. Der internationale Verein ist ein Begriff im gesamten Ostseeraum.

Entstanden aus der Initiative „Wege zur Backsteingotik“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit dem Anliegen, diese einzigartige Kulturlandschaft im Bewusstsein vieler Menschen stärker zu verankern, wurde am 26. September 2007 die Europäische Route der Backsteingotik e. V. gegründet, um diese wichtige Arbeit länderübergreifend fortzusetzen.

Heute umfasst die Route rund 60 Mitglieder – Städte, Regionen, Gemeinden und Institutionen aus Dänemark, Deutschland und Polen – sowie mehrere Förderer und Kooperationspartner und damit hunderte backsteingotische Bauten rund um die Ostsee, abseits der Küsten im Binnenland, in Städten und auf dem Lande.

Gemeinschaftlich setzen sich die Mitglieder dafür ein, das kulturelle Erbe der Backsteingotik zu bewahren und an eine breite Öffentlichkeit zu vermitteln.

 

 

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„Die Europäische Route der Backsteingotik ist ein großartiges Beispiel dafür, wie aus einem geförderten Projekt ein sich selbst tragender Verein wurde“, so Christoph Pienkoß, Vorstandsvorsitzender des Vereins. „Sie bedient, gemeinsam für all ihre Mitglieder, eine kulturtouristische Entwicklung, die seit Jahren anhält: Menschen interessieren sich immer mehr für Sehenswertes ‚vor ihrer Haustür‘. Kurzurlaube, Kultur, Musik, Kulinarik, maritimes Flair, Aktivtourismus – in diesen Reigen von Urlaubstrends reihen sich die fantastischen Bauwerke der Backsteingotik nahtlos ein. Es geht darum, auch das herausragende und beeindruckende Kulturerbe der Backsteingotik in den Städten und Landschaften des Netzwerks in das Bewusstsein der Menschen zu rücken.“

Für dieses Engagement – außergewöhnliche Leistungen im Bereich Denkmalschutz und Tourismus – wurde der Verein bereits 2010 auf der europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, der „denkmal“ in Leipzig, mit der Goldmedaille ausgezeichnet. 2012 erhielt das Netzwerk den Sonderpreis der Jury des europäischen Denkmalschutz-Verbunds Europa Nostra.

 

 

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Mehrere Kooperationsprojekte und ein Angebot für Gruppenreisen dienen der Vermittlung des Architekturstils und seines historischen Kontextes. An jedem dritten Samstag im Juni findet europaweit der Tag der Backsteingotik statt, der von der Europäischen Route der Backsteingotik koordiniert wird. Zwei aktive Arbeitskreise zu den Themen Backstein/Wissenschaft sowie Marketing/Tourismus begleiten die Arbeit des Vereins. Seit diesem Jahr gibt es erstmals ein Angebot für Kinder: das Theaterstück „GotiKlein“, bei dem spielerisch erstes Wissen zur Backsteingotik vermittelt wird.

Um den Einsatz des gemeinnützigen Vereins „Europäische Route der Backsteingotik e. V.“ für das Kulturerbe Backsteingotik zu unterstützen, ist es möglich, beim Verein – ob als Privatperson, Unternehmen oder Verband – förderndes Mitglied zu werden. Der Kultur-Reiseführer zur Backsteingotik ist in mehreren Sprachen kostenfrei bestellbar.


Berlin, im Herbst 2022.

 

 

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Kontakt:
Europäische Route der Backsteingotik e. V.
Tel.: +49 30 206132555
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Homepage des Vereins // EuroB bei Facebook // EuroB bei Instagram

Die Münsterverwaltung ist über die langjährige Mitgliedschaft der Stadt Doberan und über die AG Norddeutscher Backsteinbasiliken im Ostseeraum im Verein aktiv.

Die Fotos stammen von der jüngsten Jahresmitgliederversammlung im Kloster Chorin und die figürlichen Darstellungen aus der Stadtkirche im benachbarten Eberswalde. Beide Orte gehören zur Europäischen Route der Backsteingotik.

 

 

Fast 30 Jahre Münsterfamilie Doberan gehen zu Ende


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Münsterfamilie Doberan - Abschiedsgruß an die Kirchengemeinde Bad Doberan im Sonntagsgottesdienst am 23. Oktober 2022.


Liebe Doberaner Kirchgemeinde und liebe Alle, die dazu gehören,

vielen Dank sagen wir Ihnen zunächst dafür, dass wir an dieser Stelle für einige Augenblicke das Wort ergreifen dürfen. Es sind Worte unseres herzlichen DANKES und es ist ein kleiner Rückblick auf fast 30 Jahre Münsterfamilie Doberan.

An diesem Wochenende trifft sich die Münsterfamilie Doberan ein letztes Mal hier in Bad Doberan. Wir haben uns zu einem Abschiedstreffen versammelt – und so verabschieden wir uns als Gruppe heute hier von Ihnen, von diesem geschichtsträchtigen, besonderen Ort Bad Doberan und vom geliebten Doberaner Münster selbst – aber doch nicht, ohne sich je persönlich irgendwann auf ein Wiedersehen zu freuen …

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Es ist zugleich ein Abschied, der erfüllt ist von unzähligen guten und bewegenden Erinnerungen, die als unverlierbarer Schatz mit uns gehen. Und darum danken wir Ihnen allen, der Kirchgemeinde Bad Doberan und allen ihren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen für die Zeiten, die wir hier verbringen durften und für die Unterstützung, die wir für die Organisation unserer zweimal-jährlichen Treffen – vom Jahr 1995 bis zum Jahr 2019 – hier vor Ort erfahren durften.

Wir danken Ihnen für

  • die Mit-Nutzung der gemeindlichen Räumlichkeiten, im Stall und im Küsterhaus und im sanierten Amtshaus – inklusive der Suppenküche,
  • das Singen der viermal-täglichen Stundengebete im Münster und das Mit-Feiern der Sonntagsgottesdienste im Münster sowie für die vielfältigen Möglichkeiten privater Quartiere.
 

 

Kalender Doberaner Münster 2023


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Auch mit dem Kauf des neuen Wandkalenders kann die Restaurierung unterstützt werden.

Vielleicht auch als schönes Geschenk?!


Verkaufspreis: 12,00 Euro.

Inkl. Erlös für die Gewölbesanierung: 5 Euro.

Der Versand ist zzgl. der Versandkosten möglich.

Fotos und Gestaltung: Martin Heider (Bad Doberan)

 

 

 

Korrodierte Eisenkeile im Deckengewölbe führen zu Rissen


 

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Während der Restaurierung der Deckengewölbe im Chorraum des Doberaner Münsters hat der Restaurator Peter Wagner im östlichen Polygon folgenden Sachverhalt festgestellt:

Bei der Sicherung der Gewölbe unter Gotthilf Ludwig Möckel im späten 19. Jahrhundert erfolgte das Schließen der Risse durch Setzen von Eisenkeilen in einem Zementmörtel. Die größte Anzahl der Keile (jeweils 8 Stück, zu beiden Seiten) wurden bisher in der südöstlichen Kappe vorgefunden. Hier sind Rissbreiten von ca. 6,5 mm in der Lagerfuge und 14 mm in der Stoßfuge festzustellen.

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Diese Eisenkeile beginnen teilweise zu rosten und erzeugen durch den Korrosionsdruck einen neuen Riss. Schon bei der Korrosion eines Eisenkeiles entsteht durch den Korrosionsdruck ein neuer Riss im Zementmörtel und alle daneben liegenden Keile verlieren den Kraftschluss und damit ihre Wirksamkeit.

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Um zukünftig weitere Rissbildung zu verhindern, werden diese Keile ausgebaut.


Aktennotiz vom das Münster betreuenden BTZ-Ingenieurbüro GmbH Rostock, Dipl.-Ing. (FH) Frank Thoms.

 

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Bilder von der Oberseite der Gewölberestaurierung


 

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Nun einige bildliche Eindrücke von der Oberseite der Deckengewölbe über dem Chorraum.

Hauptschwerpunkt der bis 2024 andauernden großen Restaurierungsphase mit einem Gesamtumfang von 1,8 Millionen Euro sind die Sanierung der Ober- und Unterseiten der Deckengewölbe. Die Gewölbesanierung hat in der zweiten Augusthälfte begonnen. Die Dringlichkeit dieser Maßnahme war zwar bereits im Vorfeld bekannt, doch richtig deutlich wurden die Schäden dann im Detail direkt vor Ort bei den Voruntersuchungen.

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Risse, die insbesondere mit dem Abriss der an das Münster anschließenden Klausurgebäude um 1662 entstanden, wurden bei früheren Sanierungsmaßnahmen oft nur provisorisch geschlossen, zu bestimmten Zeiten zudem nur mit Muttererde, wodurch eine Kraftschlüssigkeit und dauerhafte statische Sicherheit nicht gegeben ist.

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Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, hat Fördermittel in Höhe von bis zu 900.000 Euro bewilligt, das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern aus dem Strategiefonds 300.000 Euro. Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg gibt aus Patronatsmitteln denselben Betrag. Die Eigenmittel der Kirchengemeinde aus dem Münsterhaushalt inkl. Spenden und Zuweisungen aus dem Münsterbauverein Bad Doberan e.V. betragen ebenfalls 300.000 Euro.


M. H.

 

 

 

Eine Begegnung mit dem einstigen Herrscherhaus von Mecklenburg-Schwerin


Dr. Joachim Frenkel berichtet für den Althof e.V. über die Vortragsveranstaltung anlässlich der Beisetzung der Fürstin Woizlawa vor 850 Jahren mit Donata Herzogin zu Mecklenburg von Solodkoff:


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Unsere prächtige Althöfer Kapelle – wir sollten sie den vielen Touristen und Pilgern, Fachleuten, Wanderern, Radfahrern … zugänglich machen. Die Kirchengemeinde hat das in 2021 aus Anlass des 850jährigen Gründungsjubiläums des Klosters und unseres Ortes Althof ermöglicht. In der warmen Jahreszeit sonnabends für zwei Stunden war geöffnet, stets in Anwesenheit eines Betreuers.

Man kam da immer schnell ins Gespräch mit den Besuchern. Meine persönliche Neugier stillte ich regelmäßig mit der Frage, wo man denn herkäme und warum man denn ausgerechnet diese kleine Kirche sehen wolle. In einem Fall lautete die Antwort: „Ich bin Donata Herzogin zu Mecklenburg. Mein Ehemann begleitet mich“. Für ein paar Augenblicke war ich blockiert. Doch schnell entwickelte sich ein angeregtes Gespräch. Die prominente Frau sagte zu, bei passender Gelegenheit mal über das Dasein ihrer Familie zu berichten. Die Gelegenheit fand sich schnell.

Im Jahr 2022 kehrt die 850jährige Beisetzung der Fürstin Woizlawa wieder, der Urahnin des Herrscherhauses Mecklenburg. Einen besseren Anlass für Rückbesinnung und Bewusstsein heute konnte es nicht geben. Unkompliziert taten sich unser Althof e. V. und die Kirchengemeinde zusammen, stellten ein Programm auf die Beine und luden ein. Sehr gelegen kamen neue Erkenntnisse, die Herr Martin Heider zu der Person Woizlawa gewonnen hatte. Also verständigten wir uns auf zwei Vorträge.

Mit der Herzogin Donata hatten wir in Vorbereitung wiederholten, überaus angenehmen Kontakt bis hin zum Plausch am Kaffeetisch bei uns zu Hause. Es war schon alles irgendwie unwirklich. Ein Sonderwunsch bleibt zu erwähnen: Sie, die Herzogin würde sich freuen, wenn wir auch einen (kleinen) sommerlichen Empfang vor der Kapelle organisieren könnten. Das haben wir hingekriegt. Besonders wichtig und wertvoll waren die Sitzgelegenheiten und das Geschirr. Beides stellte die Kirchengemeinde zur Verfügung.

Doch zunächst in der Kirche stellte Herr Heider seine Recherchen zu Woizlawa vor. Die Ergebnisse dürften auch für Fachleute höchst interessant sein. Viel Beifall spendeten die etwa 100 Besucher.

Donata Herzogin zu Mecklenburg von Solodkoff, so der vollständige Name, berichtete über das Schicksal ihrer Familie nach 1945, über die einvernehmliche Vermögensauseinandersetzung mit Mecklenburg-Vorpommern, über die allmählich entstandene herzliche Beziehung zu unserem Bundesland. Da sie in Schleswig-Holstein aufgewachsen ist und dort lebt, bedurfte es dazu einer gewissen Zeit. Ihr Vortrag wurde mit anhaltendem Beifall aufgenommen.

Der anschließende Empfang im Grünen fand dann großen Zuspruch. Die Herzogin war gesuchte Gesprächspartnerin. Und manch ein Besucher schlug gar vor, eine Vortragsreihe zu etablieren mit Folgeveranstaltungen, vielleicht jährlich. Doch das übersteigt unsere Möglichkeiten ….

Auf jeden Fall öffnet die Kirchengemeinde auch in diesem Jahr wieder die Kapelle, so wie in 2021. Wir sind dabei. Viele Besucher freut es.

Vielen Dank, liebe Gemeinde.
Dr. Joachim Frenkel für Althof e.V.

 

 

Besuch am Grab der Ahnen


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Auch die Ostsee-Zeitung berichtete:

Donata, Chefin des Hauses Mecklenburg-Schwerin, gab aus Anlass des 850. Todestages von Fürstin Woizlawa in Althöfer Grabkapelle Einblicke in ihre Familiengeschichte.

Von Werner Geske


Bad Doberan. Im vergangenen Jahr machte Dr. Joachim Frenkel (69) vom Althof-Verein eine besondere Bekanntschaft: „Während des 850. Jubiläums von Althof kam ich in der Kapelle des Ortes mit einer Dame ins Gespräch, deren Sachkenntnis und Interesse an der Geschichte dieses Ortes mich beeindruckte.“

Als sie sich ihm als Donata Herzogin zu Mecklenburg von Solodkoff vorgestellt habe, sei er zunächst etwas verblüfft gewesen, gibt Frenkel zu. Vor allem habe er sich gefreut, ihre Bekanntschaft gerade in der Althöfer Kapelle zu machen, in der ihre Ur-Ahnin und Kloster-Mitbegründerin, Fürstin Woizlawa, im Jahre 1172 beigesetzt wurde, schildert er diese Begegnung. Das unerwartete Treffen endete mit dem Versprechen der Herzogin, einer Einladung im 850. Todesjahr Woizlawas zu folgen und dabei das Wirken ihrer Vorfahrin zu würdigen.

Zur Freude der Mitglieder des Althof-Vereins und der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde löste die Chefin des Hauses Mecklenburg-Schwerin jetzt ihr Wort in der fast bis auf den letzten Platz gefüllten Kapelle ein. Zunächst machte jedoch Martin Heider, Kustos des Doberaner Münsters, mit aktuellen Forschungsergebnissen zu Woizlawa bekannt. Dabei betonte er, dass es wichtig sei, 850 Jahre nach der Bestattung der Fürstin und 851 Jahre nach dem Einzug der Mönche dieser Gründer zu gedenken und sich weiterhin intensiv mit diesem Ort und seiner Geschichte auseinanderzusetzen. Er bekannte aber, dass die schriftliche Überlieferung „eher dürftig“ sei.

Eine Inschrift in der Kapelle aus dem frühen Mittelalter gehöre zu den wenigen Quellen. Heider kam aufgrund seiner Nachforschungen zu der Auffassung, dass Woizlawa nicht norwegischer Herkunft war, sondern die Tochter des pommerschen Fürsten Wartislaw I. Er würdigte auch das seit dem 16. Jahrhundert verstärkte Interesse des mecklenburgischen Herzogshauses, das historische Forschungen zu seiner Stammmutter in Auftrag gab. Es sorgte später ebenfalls dafür, dass die Grabkapelle in einen würdigen Zustand versetzt wurde. Diese Bemühungen fanden durch die Umgestaltung der Kapelle durch den berühmten Architekten Gotthilf Ludwig Möckel (1838-1915) zwischen 1885 und 1888 einen Höhepunkt.

Dass auch in der 27. Generation nach Woizlawa das Interesse des Hauses Mecklenburg an dieser Persönlichkeit noch anhält, machte der anschließende Vortrag von Herzogin Donata (66) am Grab ihrer Ur-Ahnin deutlich. Sie sei dankbar dafür, über die Geschichte ihrer Familie sprechen zu können. Mit Stolz blicke sie darauf zurück, meinte die Rednerin. Allerdings sei es auch für sie nicht einfach, sich angesichts fehlender Quellen ihrer bedeutenden Vorfahrin zu nähern: „Doch ich bin beeindruckt von der Rolle, die diese bei Christianisierung und der Gründung des Klosters Doberan gespielt hat.“

Dass die Fürstin bis in die Gegenwart in ihrer Familie eine Rolle spielt, belegte Herzogin Donata mit einer von ihr verehrten Tante, die ebenfalls den Namen Woizlawa trug und 2019 im Alter von 101 Jahren verstarb: „Ihr Leben war ein Jahrhundert, das auch für unsere Familie eine besondere Zeit war. Mein Großvater, Großherzog Friedrich Franz IV., musste 1918 im Verlauf der Novemberrevolution abdanken. Nach 1945 floh unsere Familie vor der Roten Armee und fand auf Gut Hemmelmark bei Eckernförde eine neue Heimat. Unser Besitz in Mecklenburg wurde enteignet.“

Ihr Vater, Christian Ludwig Herzog zu Mecklenburg (1912-1996), den sowjetische Militärbehörden verhafteten, sei als Kriegsgefangener nach Russland gekommen und erst 1953 nach Schleswig-Holstein zurückgekehrt, ließ die Rednerin mit Rührung in der Stimme wissen. Seiner Mecklenburger Heimat sei ihr Vater zeit seines Lebens tief verbunden geblieben, versicherte die Tochter. Seine Heimatliebe habe er an seine Töchter Donata und Edwina weitergegeben. „Dennoch blieb auch Bad Doberan lange Zeit nur ein abstrakter Ort für uns. Das änderte sich erst, als wir Ende der 1980er Jahre bei einem DDR-Besuch Gelegenheit bekamen, gemeinsam mit dem Vater die Stätten seiner Kindheit und Jugend zu besuchen. Für ihn war es ein großes Glück, dass er die deutsche Wiedervereinigung noch erleben konnte. Nach 1990 ist er oft in die alte Heimat gereist und dabei auch gerne in Bad Doberan gewesen. Er wirkte auf uns dabei wie verjüngt“, berichtete die Herzogin.

Nach dem Vortrag lud Joachim Frenkel zu einem vom Althof-Verein liebevoll vorbereiteten Picknick. Dabei mischte sich Herzogin Donata, die von ihrem Gatten Alexander von Solodkoff (71) begleitet wurde, im eleganten grün-weiß gemusterten Etuikleid unter das Publikum. Im Gespräch bekannte die gebürtige Kielerin, dass sie inzwischen längst in Mecklenburg heimisch geworden sei: „Mein Mann und ich sind oft hier und lieben dieses wunderschöne Land. Inzwischen haben wir neben Gut Hemmelmark einen weiteren Wohnsitz in Schwerin in der Nähe des Schlosses.“

Gern bringe sie sich in das geistig-kulturelle Leben in MV ein: „Zum Beispiel durch Schirmherrschaften und als Mitglied des Kulturbeirates des Landes.“ Auf die Jahre zurückliegende Auseinandersetzung mit dem Land MV um den Ankauf von Kunstwerken aus dem Besitz ihrer Familie eingehend, freute sich die Chefin des Hauses Mecklenburg-Schwerin darüber, dass die Probleme 2013 in beiderseitigem Interesse geklärt worden seien. Angesichts der herzlichen Aufnahme in Bad Doberan versicherte sie: „Ich werde versuchen, mich künftig noch öfter hier sehen zu lassen. Ein wunderschöner Ort mit liebenswerten Menschen, an dem sich schon meine Vorfahren offensichtlich wohlgefühlt haben.“

Quelle: Ostsee-Zeitung Bad Doberan, Dienstag, 23. August 2022


Foto: Martin Heider, Kustos des Bad Doberaner Münsters (l.), überreichte Donata Herzogin zu Mecklenburg von Solodkoff sein Buch „Die Geschichte von Althof“. Mit dabei Dr. Joachim Frenkel vom Althof-Verein. Foto: Werner Geske

 

 

Neuer Kurs „Kinder führen Kinder“ beginnt im September


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Nach zweijähriger coronabedingter Pause sind nun seit Juli wieder jeden Samstag um 11 Uhr Kinder und Familien herzlich eingeladen, an der öffentlichen Kinderführung im Doberaner Münster teilzunehmen!

Mit spielerischen und praktischen Sequenzen führen Kindermünsterführer/innen seit einigen Jahren Gruppen durchs Doberaner Münster.

Mit dem neuen Schuljahr beginnt nun auch wieder ein neuer Kurs, in dem Kinder der 4.-6. Klassenstufe sich einmal wöchentlich für eine Stunde treffen und sich mit Bau- und Kunstgeschichte, dem Leben der Mönche, der Backsteingotik, der Geschichte der mecklenburgischen Herzöge und vielem mehr zu beschäftigen. Mit Beginn der nächsten Sommerferien sind sie dann fertig ausgebildet und können das Team der aktiven Kindermünsterführer/innen verstärken.

Nach jetzigem Stand sind noch zwei Plätze im neuen Kurs frei, wer sich noch gern anmelden würde:

Merle Maas, Gemeindepädagogin

Tel: 01578 0463627

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Münsterverwaltung der Kirchengemeinde

Tel: 038203 779590

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3.000 Euro Finderlohn für Rückgabe der Abendmahlsgeräte aus dem Doberaner Münster


 

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Viele Menschen in nah und fern waren und sind schockiert. Es wurde am 10. Mai 2022 in das Doberaner Münster eingebrochen und neben Geld auch Abendmahlsgeräte gestohlen. Nun wird ein Finderlohn für die Rückgabe der gestohlenen Abendmahlsgeräte ausgeschrieben.

Zu dem gestohlenen Abendmahlsgeschirr („Vasa Sacra“ = Heilige Gefäße) gehören vier Kelche, zwei Patenen, eine große Weinkanne, eine kleine Edelstahlkanne, eine Oblatendose, ein kleiner Sieblöffel, ein Ringteller für Trauungen, eine Taufschale aus Silber und eine aus Messing. Die meisten Stücke stammen aus dem 19. Jahrhundert, die ältesten aus dem Jahr 1797.

Für die Kirchengemeinde besitzen sie neben dem Kunstwert eine hohe ideelle und religiöse Bedeutung. Generationen von Gottesdienstbesuchern haben diese genutzt. Dies ist auch schmerzlich, weil so viel institutionelles und persönliches Engagement und Finanzen in den Erhalt und die Pflege des Bauwerks, seiner Ausstattung samt Abendmahlsgeräten fließen.

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Es besteht auch ein Kunst- und kunsthistorischer Wert der Gegenstände, da beispielsweise die silberne Taufschale vom großherzoglichen Koch Gaetano Medini (* 1772 in Mailand; † 8. Januar 1857 in Doberan) gestiftet wurde. Die Kanne und die Oblatendose entstanden nach einem Entwurf des bekannten Architekten Gotthilf Ludwig Möckel.

Die gestohlenen Objekte wurden umgehend in Fahndung gesetzt. Leider gab es bislang keine Rückmeldungen.

Es bestehen kontinuierlich Kontakte zur Kriminalpolizei, um die Sachverhalte rund um den Einbruch weiter zu erörtern. Es wird nicht ausgeschlossen, dass sich das Diebesgut noch in der Region bzw. im Bundesland befindet.

Daher wurde die Kirchengemeinde ermuntert, eine Belohnung auf das Wiederfinden/-bringen der gestohlenen Vasa Sacra auszusetzen. Im Folgenden sind die Abbildungen der gestohlenen Objekte mit Kurzbeschreibungen eingestellt, um diese abgleichen zu können, falls sie z. B. jemand zum Kauf angeboten bekommt oder sie irgendwo gesehen werden.

 

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Bei einem ähnlichen Fall im vergangenen Jahr in einer Stadt in Sachsen-Anhalt wurde beispielsweise der gestohlene Kelch, über dessen Verschwinden in den Zeitungen berichtet worden war, in einer Leipziger Galerie zum Kauf angeboten. Die Mitarbeiter der Galerie haben den Kelch erkannt und dem Eigentümer zurückgebracht.

Es wird auch die Möglichkeit einer anonymen Rückgabe angeboten. Ablageort: Doberaner Münster. Für die Rückgabe aller Objekte ist eine Summe von 3.000 Euro ausgeschrieben. Für einzelne Objekte wird ein Anteil gezahlt. Informationen über eine Belohnung für sachdienliche Hinweise sind zu erfragen bei der Münsterverwaltung.

 

Kontakte:

Hinweistelefon Kriminalpolizei: 0381-49161616.

Münsterverwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde

Martin Heider, Klosterstraße 2, 18209 Bad Doberan

Tel.: 038203 / 779590

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.muenster-doberan.de

 

 

 

Objekte mit Kurzbeschreibungen


 

Kelch


Material: Silber, vergoldet
Datierung: 1797
Maße: Höhe 215 mm / Durchmesser Fuß 147 mm / Durchmesser Cuppa 134 mm, / Gewicht 496 g Inschriften/Gravuren/Zeichen: am Fuß: „Doberan 1797“, „R“ (Stadtzeichen Rostock), „IMB“ (Jacob Martin Brunswig)

 

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Kelch


Material: Silber, vergoldet
Datierung: 19. Jh.
Maße: Höhe 235 mm / Durchmesser Fuß 166 mm / Durchmesser Cuppa 128 mm / Gewicht 602 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: am Fuß: Darstellungen: Madonna, Kruzifix, Wappen, Christus mit Siegesfahne, Weinlaub und Trauben, dazu Inschriften: „dieser ist's der da kommt“, „nicht mit wasser allein“, „sondern mit wasser und blut“; Firmenzeichen: GEF. SCHEELE LEIPZIG, Feingehaltszeichen: Halbmond 800 Krone; am Schaft: mit grünem Email-Hintergrund: einzelne Buchstaben „J E S U S“;

 

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Kelch


Material: Metall (unbestimmt)
Datierung: 19. Jh.
Maße: Höhe 206 mm / Durchmesser Fuß 157 mm / Durchmesser Cuppa 103 mm / Gewicht 331 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: Kelchkorb reliefartig in floraler Gestaltung

 

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Kelch


Material: Silber, vergoldet
Datierung: 19. Jh.
Maße: Höhe = 220 mm / Durchmesser Fuß = 134 mm / Durchmesser Cuppa = 93 mm
Inschriften/Gravuren/Zeichen: am Fuß: Gravur Kreuz mit Strahlen; am oberen Rand: Stadtzeichen - Kegel mit Patriarchenkreuz, Meisterzeichen – FF, Feingehaltszeichen: 800

 

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Patene


Material: Silber, vergoldet
Datierung: 1797
Maße: Durchmesser außen = 164 mm / Gewicht = 108 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: am Rand ein Zirkelkreuz und die Jahreszahl 1797

 

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Oblatendose


Material: Silber, teilweise vergoldet
Datierung: letztes Viertel 19. Jh.; Entwurf von G.L. Möckel
Maße: Höhe =195 mm / Höhe ohne Deckel = 95 mm / Durchmesser Fuß = 135 mm / Durchmesser =113 mm / Gewicht = 488 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: Christusmonogramm: X P / A O, i h s; Symbole der Evangelisten: Engel = Matthäus, geflügelter Löwe = Markus, geflügelter Stier = Lukas, Adler: Johannes. Liniengravur auf dem Deckel. Auf dem Boden: Firmenzeichen: GEF. SCHEELE LEIPZIG, „Entw. Möckel“, Feingehaltszeichen: Halbmond 800 Krone.

 

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Kanne / Weinkanne


Material: Silber, teilweise vergoldet
Datierung: letztes Viertel 19. Jh.; Entwurf von G.L. Möckel
Maße: Höhe ohne Bekrönung = 360 mm / Durchmesser Fuß = 135 mm / Durchmesser oben = 100 mm / Gewicht = 1232 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: Kruzifix und Christusmonogramm: A O (Alpha und Omega), Spruch „DIESES IST MEIN BLUT“, florale Muster. Firmenzeichen GEF. SCHEELE LEIPZIG, „Entwurf Möckel“, Feingehaltszeichen: Halbmond 800 Krone

 

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Schale / Taufschale


Material: Silber
Datierung: 1856
Maße: Höhe mit Fuß = 79 mm / Durchmesser außen = 264 mm / Gewicht = 784 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: innen: Kleeblattkreuz, Symbole der Evangelisten: Engel = Matthäus, Adler = Johannes, Löwe = Markus, Stier = Lukas; Inschrift: Spruch: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 28, Vers 1 8 – 20; Jahreszahl „Anno 1856“; außen: Namen der Apostel; seitlich/unten: „Der Kirche zu Doberan von Medini“, Meisterzeichen - J. GIESE W. P., Feingehaltszeichen: 12 Loth.

 

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Schale / Taufschale


Material: Messing
Datierung: Ende 19. Jh./Anfang 20. Jh.
Maße: Durchmesser außen = 265 mm / Durchmesser innen = 175 mm / Tiefe = 40 mm
Inschriften/Gravuren/Zeichen: keine

 

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Leuchter


Material: Messing (Guss)
Datierung: 1892
Maße: Höhe = 199 mm / Seitenlänge unten = 82 mm / Durchmesser Kerzentülle = 56 mm
Inschriften/Gravuren/Zeichen: Unterseite eines Leuchters „Laura Adam Dresden 25/8 92 (1892)“

 

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Sieblöffel


Material: Silber
Datierung: letztes Viertel 19.Jh.
Maße: Länge = 140 mm / Gewicht = 25 g
Inschriften/Gravuren/Zeichen: durchbrochen, Löcher im Dreieck angeordnet, lateinisches Kreuz auf der Vorderseite. Feingehaltszeichen Halbmond 900 Krone

 

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Großzügige Förderung von Bund, Land, Kirche für Sanierung


Der Erhalt des Doberaner Münsters ist ein Gemeinschaftswerk vieler Generationen. Seit dem Jahr 2002 läuft eine weitere große Restaurierungsphase, die in den nächsten drei Jahren von 2022 bis 2024 noch einmal intensiviert wird.

 

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Hauptschwerpunkt sind die Sanierung der Ober- und Unterseiten der Deckengewölbe, die Reinigung und Sicherung der Innenausmalung der oberen Wandflächen, die im Kontext der Gewölbesanierung idealerweise mit eingerüstet werden können, sowie statische Sicherungsarbeiten im Dachbereich des Langhauses.

Im Dachbereich wird in Vorbereitung der Gewölbesanierung die Oberseite der Deckengewölbe gereinigt, zu einem späteren Zeitpunkt die geschädigten Holzoberflächen der Dachkonstruktionen.

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Bauliche Reste der 1232 geweihten romanischen Vorgängerkirche befinden sich in der Westwand des südlichen Seitenschiffs des im späten 13. Jahrhundert erbauten gotischen Münsters. Dort erfolgt aufgrund der hohen historischen und bauhistorischen Bedeutung eine behutsame Restaurierung schadhafter Fugen und Mauersteine. Im Vorfeld wird der Bestand durch 3D-Photogrammetrie erfasst. Weiterhin soll die Sanierung des Fußbodens im Chorumgang fortgesetzt werden, im östlichen und südlichen Bereich und später in der Vierung.

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Zur bedeutenden Innenausstattung zählen die durch Feuchtigkeit und Salze geschädigten Gedenktafeln in den Wandflächen der Johann-Albrecht-Kapelle im Chorumgang. Deren Demontage, Restaurierung und luftumspülte Montage ist bis 2024 vorgesehen. Diese Maßnahme ist schon allein aufgrund der Größe der Platten eine konstruktive Herausforderung.

Das Münster soll durch die große Instandhaltungsmaßnahme weiter nach hohen denkmalpflegerischen Kriterien im Bestand gesichert, saniert bzw. restauriert und somit für zukünftige Generationen erhalten werden.

 

 

 

1,8 Mio. Euro Gesamtinvestition im Bauabschnitt 2022-2024


Insgesamt werden für diese umfänglichen Arbeiten über drei Jahre 1,8 Millionen Euro investiert, die größte Investitionssumme in einer Teilmaßnahme am Münster seit 35 Jahren überhaupt.

 

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Seit fünf Jahren arbeitet die Münsterverwaltung der Kirchengemeinde gemeinsam mit den kirchlichen Bauverwaltungen, der staatlichen Denkmalpflege und den fördernden Institutionen bei Bund und Land an der Finanzierung dieser Maßnahme. Um alle dringenden Sanierungsmaßnahmen im Doberaner Münster in einer großen Sanierungsphase erledigen zu können und gleichzeitig die begrenzten Eigenmittel - coronabedingt gab es größere Einnahmeausfälle aufgrund des ausbleibenden Tourismus - effektiv für das Münster nutzen zu können, wurde die ursprünglich kleiner geplante Maßnahme deutlich erweitert, durch Maßnahmen, die ursprünglich für ein viertes und fünftes Jahr geplant waren.

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Die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, hat Fördermittel in Höhe von bis zu 900.000 Euro bewilligt. Durch die dankenswerte Unterstützung von Mitgliedern des Deutschen Bundestages, welche die Sanierungsmaßnahmen im Doberaner Münster ins Gespräch gebracht haben, wurden hierfür im parlamentarischen Verfahren für den Bundeshaushalt 2020 sowie 2021 mit Beschluss des Haushaltsausschusses Mittel in den Bundeshaushalt eingestellt. Dies war eine Entscheidung für den Kultur- und Denkmalschutz in Mecklenburg-Vorpommern, von der auch mehrere Institutionen im Kulturtourismus profitieren. Die aktuelle Bundesregierung setzt nun dieses Engagement fort.

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Nun liegt seit einigen Wochen der Förderbescheid des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern über 300.000 Euro aus dem Strategiefonds vor.

Der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg gibt aus Patronatsmitteln denselben Betrag.

Die Eigenmittel der Kirchengemeinde aus dem Münsterhaushalt inkl. Spenden und Zuweisungen aus dem Münsterbauverein Bad Doberan e.V. betragen ebenfalls 300.000 Euro. Damit ist die Finanzierung gesichert, die Arbeiten können beginnen.

 

 

 

Ausschreibungsverfahren und Baubeginn

Aufgrund der Genehmigung des vorzeitigen Vorhabenbeginns durch das Landesförderinstitut MV und die ansonsten schon vorliegenden Förderbescheide konnten die Ausschreibungsformalitäten für die ersten großen Gewerke bereits abgeschlossen werden.

So begannen am Montag dem 18. Juni die Gerüstarbeiten. Diese werden aufgrund der Raumhöhe und der Komplexität des Aufbaus sechs Wochen dauern. Der Kirchenraum unter der Gerüstebene wird nach der Gerüststellung weiter nutzbar sein.

Der Chorraum mit Ausstattungsstücken wie dem Hochaltar, dem Sakramentsturm und dem Marienleuchter soll auch während des monatelangen ersten Instandsetzungsabschnitts zugänglich sein.

Am 18. Juni startete auch die Reinigung der Oberseite der Deckengewölbe. Räumliche Einschränkungen bei Gottesdiensten, Führungen, Besichtigungen und Veranstaltungen sind unumgänglich, dienen aber dem zukünftigen Erhalt und der dauerhaften Nutzung.

Wir sind sehr dankbar für die großzügige Förderung durch die Bundesrepublik Deutschland, das Land Mecklenburg-Vorpommern und den Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Mecklenburg in der Nordkirche!

 

 

 

 

Neue Silber-Jubiläumsmedaille "Fürstin Woizlawa"


Nach der Jubiläumsmedaille 2021, anlässlich 850 Jahre Gründung des Klosters Doberan im heutigen Althof, gibt es nun im Jahr 2022 eine ganz neue Prägung, anlässlich 850 Jahre Bestattung der Fürstin Woizlawa.

Sie erscheint in zwei Ausführungen, in Feinsilber (999/1000) und einem versilberten Eisenkern, erhältlich ab 6. Juli 2022 im Münster.

In Bezug auf den Gründungsort des Klosters Doberan sind bislang insgesamt drei Medaillen entstanden.

Die Jubiläumsmedaille von 1971

1971 ergriffen einzelne Mitglieder der „Doberaner Münzfreunde“, damals noch Fachgruppe Numismatik beim Kreisverband des Kulturbundes der DDR, die Initiative zur Herausgabe einer Jubiläumsmedaille zum 800. Jahrestag der ersten Klostergründung. Diese Medaille mit 30 mm Durchmesser zeigt das Siegel des Klosters Doberan und eine der vielen Rosetten aus dem Chorgestühl des Münsters, verweist jedoch nicht auf Althof.

Die Medaille wurde zum Politikum. Die Münze Berlin vernichtete in Abstimmung mit dem Rat des Bezirks Rostock noch vor dem 9. Juli die Prägewerkzeuge. Wohl etwa 2.000 Medaillen in Kupfer und etwa 50 in Silber überstanden die Kompetenzstreitigkeiten zwischen Staat und Kirche. Als Rarität tauchten wenig später auch Stücke bei westdeutschen Sammlern auf.

 

 

 

Kapeele Althof

Foto: Sven Jantzen

Die Jubiläumsmedaille von 2021

2021, zum 850-jährigen Gründungsjubiläum entstand eine Jubiläumsmedaille, die den Entstehungsort des Klosters würdigt.

Sie erwähnt den Ort Althof und zeigt die an historischer Stelle stehende Kapelle.

Die Medaille selbst hat einen Durchmesser von etwa 35 mm und besteht aus einem Eisenkern, der altmessingfarben patiniert wurde. Die zwei nachgestalteten kleinen Kacheln aus der Grabstelle der Fürstin Woizlawa stellen eine Verbindung zu ihrem Gatten Pribislaw her. Das Eichenlaub stellt einen Hinweis auf die aus Holz gebaute Anlage dar.

Entsprechend des Jubiläums ist die Auflage auf 850 Exemplare limitiert (erhältlich im Münster). Des Weiteren gab es 85 Exemplare in massivem Feinsilber (bereits ausverkauft).

 

 

Kapeele Althof

Kapeele Althof

Die Jubiläumsmedaille von 2022

Auch 2022 wird einem wichtigen Ereignis in der Kloster- und Landesgeschichte eine Medaille gewidmet. 1172 starb Woizlawa, Gemahlin des Landesherrn Pribislaw. Die Althöfer Ziegelinschrift nennt sie „Herrin des Landes und Gründerin dieses Klosters“ und „in großem Glauben strahlend“.

Die Medaille hat einen Durchmesser von etwa 35 mm. Sie erscheint in zwei Ausführungen, in Feinsilber (999/1000) (es wurden 50 Exemplare gefertigt) und einem versilberten Eisenkern (es wurden 40 Exemplare gefertigt).

Sie zeigt die älteste bildliche Darstellung der Kapelle Althof um 1820, als sie noch Backhaus war, sowie die heutige Gestaltung der Grabstätte der Fürstin Woizlawa. Die Umschrift verweist auf diese „Erste fürstliche Bestattung im Kloster Doberan“.

Die Gestaltung der Medaille entstand in Kooperation zwischen der Künstlerin Uta Ehlers, Jürgen Hamann (Münzfreunde) und der Münsterverwaltung.

Herausgeber der Medaillen 2021/22 ist die Münsterverwaltung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde im Zusammenwirken mit der Interessengemeinschaft „Doberaner Münzfreunde“.

Da die Information über die Lieferung erst kurz vor Redaktionsschluss eintraf und die Medaillen noch nicht vor Ort vorliegen, werden hier Entwurfszeichnungen gezeigt, an denen es noch geringfügige Änderungen gab.

 


Verkaufsdaten der Medaillen

2022
Versilbert (erhältlich ab 6. Juli 2022) – 15,00 Euro (im Münster)
2022 Feinsilber (erhältlich ab 6. Juli 2022) – 60,00 Euro
2021
Altmessing, 850 Exemplare – 10,00 Euro (im Münster)
2021 Feinsilber, 85 Exemplare – 40,00 Euro (ausverkauft)
1971
Kupfer (Restbestand) – 15,00 Euro

Bezug der Medaillen 2021/2022 im Doberaner Münster (Tel. 038203 62716), der Medaille 1971 nur über die Doberaner Münzfreunde (Jürgen Hamann, Tel. 038203 17728)
 

 

 

Instandsetzung und Restaurierung am Doberaner Münster


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Seit Generationen wird nahezu ununterbrochen intensiv am Doberaner Münster restauriert und instandgesetzt. In den letzten rund 20 Jahren wurden mehr als fünf Millionen Euro in den Erhalt des Münsters und seiner reichen Originalausstattung investiert, auch Dank vieler Spenden, Zuweisungen vom Münsterbauverein und Fördergeldzuweisungen.

Zu den Maßnahmen gehörte in diesem Jahr die Wiederherstellung des durch Sturm geschädigten Kugellagers am Wetterhahn durch die Firma TSP-Spezialbau Drechow (Foto: TSP).

Nun steht im Juli 2022 der Beginn weiterer größerer Instandsetzungsarbeiten an. Über einen Zeitraum von drei Jahren werden rund 1,8 Millonen Euro investiert.

Jede Spende hilft bei der Realisierung.

Herzlichen Dank!


Spendenkonto Restaurierung Doberaner Münster

IBAN: DE38 5206 0410 0505 3501 15

BIC: GENODEF1EK1


 

 

 

Tag der Backsteingotik lockte in 20 Städten viele Besucher


kindermünsterführer

Mariä-Himmelfahrts-Kirche (polnisch: Kościół farny pw. Wniebowzięcia NMP) Foto: Elżbieta Pawelec.

Backsteine für alle Sinne


Am 18. Juni 2022 nahmen 20 Städte aus Polen und Deutschland am "Tag der Backsteingotik" teil. Die Aufmerksamkeit von Besuchern und Presse ist weiter gewachsen. Auch das Doberaner Münster war samt Beinhaus und Bibliothek dabei.

Mit 20 Städten der Europäischen Route der Backsteingotik luden mehr als in den Vorjahren zu besonderen Aktionen, spannenden Führungen und exklusiven Einblicken ein. Zum Vergleich: 2021 waren es 17 Städte, 2020 nur 14 Städte, 2019 18 Städte, 2018 11 Städte.

Nach dem ersten Feedback, welches die Geschäftsführerin des Vereins Europäische Route der Backsteingotik, Edith Kowalski, aus verschiedenen Städten (u. a. Gdansk, Greifswald, Lüneburg, Parchim, Plock und Prenzlau) erhielt, waren die Veranstaltungen sehr gut besucht. Es waren außerordentlich interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei, mit denen die Organisatoren tolle Gespräche geführt haben.

Einen Einblick und zahlreiche Fotos sind zu finden auf Facebook > und Instagram >.

kindermünsterführer

Die gotischen Speicher sind das Wahrzeichen von Graudenz.

"Es haben wieder sehr viele Leute privat Fotos der backsteingotischen Sehenswürdigkeiten gepostet und den Verein Europäische Route der Backsteingotik insbesondere auf Instagram verlinkt. Auf Instagram hat der Verein dadurch jetzt 4.214 Follower, die regelmäßig für die Backsteingotik auf der Route begeistert werden.", so Edith Kowalski.

Die Pressemitteilung wurde in verschiedenen Städten aufgegriffen, auch so viel wie noch nie.

Erstmals hat der NDR den Tag der Backsteingotik angekündigt und auf die Europäische Route der Backsteingotik verwiesen. Es entstand ein Radiobeitrag über „Backsteingotik in Chelmno und Grudziadz  – Auf den Spuren des Mittelalters und der Hanse entlang der Europäischen Route der Backsteingotik“ bei MDR Sachsen - das Sachsenradio, und jetzt auch online als Audioslideshow zum Nachhören mit Impressionen.

Im NDR-Nordmagazin wurde noch am Abend der Veranstaltung ein Beitrag aus Bad Doberan gesendet.

Weitere Informationen auf der Homepage der Europäischen Route der Backsteingotik >

 

 

850 Jahre – Bestattung der Fürstin Woizlava (†1172)


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Das Beinhaus fand auf dem "Tag der Backsteingotik" wieder großes Interesse. Es bestehen in der Regel viele Fragen der Besucher zur ehemaligen Nutzung, Bedeutung, Gestaltung und vor allem zu den Wandmalereien. Für diesen Tag wurde ein zweiseitiges Informationsblatt mit wesentlichen Informationen zusammengestellt, die für Sie nun auch hier im Newsletter zugänglich gemacht werden.

Bedeutung, Geschichte, Nutzung

Das Beinhaus (Karner) auf dem ehemaligen Mönchsfriedhof diente als letzte Ruhestätte der Mönchsgebeine im Kellergewölbe, die bei der Neuanlegung von Grabstellen entdeckt wurden. Es wurde als Kapelle zu Toten- und Seelenmessen genutzt. Im Stil der frühen Gotik, mit spätromanischen Ornamenten, wurde es wohl um 1240/50 erbaut. Im Inneren befinden sich Wandmalereien mittelalterlichen Ursprungs, die im 19. Jahrhundert stark übermalt wurden.

Dargestellt sind u. a. die Klugen und Törichten Jungfrauen als weltgerichtsbezogenes Thema und Christus mit einigen Jüngern. Der Altar ist dem Seelenbegleiter und -wäger St. Michael geweiht. Heute ist das Doberaner Beinhaus neben dem Karner in Hardehausen (bei Paderborn) das einzig erhaltene in Norddeutschland.

 

 

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Spätestens im 18. Jahrhundert diente das Gebäude als Kalkkammer und blieb auch deshalb erhalten. Der Archivar und Altertumsforscher Friedrich Lisch schrieb in den 1850er Jahren: „Die ganze Ausstattung der Kapelle, wie in Mecklenburg an Geist und Ausführung noch kein zweites Mal bekannt geworden ist, verdient die höchste Aufmerksamkeit und Pflege".

1883 wurde unter dem Baumeister Gotthilf Ludwig Möckel die Totenleuchte in neogotischen Formen rekonstruiert, 1977/78 aus materialtechnischen Gründen wieder entfernt. Die Totenleuchte diente nach mittelalterlicher Vorstellung zum Verjagen der bösen Geister und zur Ruhe der armen Seelen. Der Einbau der Bänke geht auf die spätere Nutzung als Taufkapelle zurück.

Architektur – Außen

Das Äußere des Baus wird bestimmt von mit kräftigen Wulsten eingefassten, leicht gespitzten, schmalen, hohen Fenstern (Übergang von Spätromanik zur Frühgotik). Die Rosette entstand erst im 14. Jahrhundert. Das durchbrochene Muster der Rosette ist aus der Hau-Stein-Ornamentik (behauener Stein, z. B. Sandstein) abgeleitet. Die Ecken sind mit kräftigen Säulen und mit kleinen, Kreuze tragenden Pyramiden bekrönt. Der Fries im spätromanischen Stil besteht aus Kreissegmenten (vgl. dagegen den gespitzten gotischen Fries am Münster aus der Zeit um 1280/90).

Architektur - Innen

Die architektonischen Elemente im Inneren sind in kräftige Wulste eingefasst. Eine große hohe Rundung befindet sich im Gewölbe. Darüber der Tambor von der nicht mehr vorhandenen gemauerten Totenleuchte, die Fenster enthielt (heute in den unteren Fenstern verarbeitet). Die Konsolen, mit verschiedenem Laubwerk im Relief, tragen starke Gewölberippen. Der Backstein ist mit einem alten dünnen porzellanharten, glatten grauen Putz versehen, der stellenweise stark unter der hohen Feuchtigkeit und der Anreicherung der Wände mit Salzen litt.

Die Ausmalung an den Architekturelementen

Die Wulste, die Laibung nach innen und die Wandflächen über den Gewölbekappen und -rippen sind verputzt und rot mit weißen Streifen, zur Nachahmung des Ziegelbaus, bemalt. Im Ursprung mittelalterlich, wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts eine dreifache Übertünchung der Wände festgestellt.

Die figürlichen Darstellungen

In der unteren Ebene aus einem biblischen Gleichniss, auf das Weltgericht bezugnehmend, die fünf törichten Jungfrauen, meistens mit rötlichen Umrissen auf grau gemalt, alle mit traurigen Gebärden, teilweise eine Hand an den gesenkten Kopf gelegt. Daneben, im 19. Jahrhundert neu gestaltet, Gottschalk, Fürst der Obotriten (gestorben 1066). Über den Figuren Weihekreuze.

Darüber die fünf klugen Jungfrauen, erhaben und schön, mit runden antiken Lampen, aus denen eine große Flamme emporschlägt. Auf der Brust zum hochzeitlichen Schmuck ein großes Juwel in rhombischer Gestalt. An der sechsten Wand rechts steht eine Jungfrau mit einem Schwert in der Hand, die Heilige Katharina.

Über den Jungfrauen knien Gestalten, welche die Arme ausbreiten, um anzubeten oder die Konsolen zu stützen. Im Deckengewölbe sieben Apostel (u. a. wohl Matthäus, Petrus, Philippus, Johannes, Paulus und Bartholomäus) und Christus. Über der Tür Christus der Gekreuzigte, daneben seit dem 19. Jahrhundert Kirche und Synagoge als Frauengestalten.

Martin Heider


 Informationen über die Restaurierung des Beinhauses siehe den nächsten Beitrag >

 

 

Informationen über die jüngsten Restaurierungsarbeiten


Die jüngsten Instandhaltungs- und Restaurierungsarbeiten fanden am Beinhaus von 2002 bis 2010 statt.

Für den dauerhaften Erhalt von Putz und Wandmalereien sind weitere konservatorische Maßnahmen notwendig.

 

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Schäden/Wandmalerei

(Schadensumfang 2002 – Auszug)

  • hohe Feuchtigkeit und Salzgehalt in Mauerwerk und Malschicht
  • starke Salzausblühungen
  • teilweise Totalverlust von Malschicht und Putz
  • Malschicht geht durch Bindemittelabbau verloren
  • großflächige Hohllagen zwischen Mauerwerk und Putz
  • Einfluss durch Mikroorganismen und Luftfeuchtigkeit

Von 2002-2006 erfolgte Maßnahmen

  • Bestandsaufnahme und Sicherung der Malerei an den Innenflächen des Umfassungsmauerwerks
  • Sanierung des Mauerwerks von außen, einschließlich Sockel und Treppe
  • Erneuerung der Fensterverglasung
  • Malschicht reinigen und festigen
  • Ausbrüche und Abbruchkanten sichern
  • Hohllagen im Putzgefüge konsolidieren
  • Mauerwerk, Putz und Malschicht salzreduzieren
  • "weichen" Putz in ziegelsichtige Teilbereiche einsetzen

Kosten des Bauabschnitts 1: ca. 70.000 € - Finanzierung: 50 % Deutsche Stiftung Denkmalschutz, 25 % Land Mecklenburg-Vorpommern, 25 % Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Bad Doberan

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2007/2008 erfolgte Maßnahmen

als Teilabschnitt der weiteren Restaurierung

  • Kontrolle und erneute Sicherung der Wandmalereien
  • Planung und Umsetzung einer Wandtemperierung, da die Wände eine sehr hohe Salzkonzentration und einen hohen Feuchtegehalt aufwiesen. Durch eine Verbesserung des Raumklimas wurde ein für die Wandmalereien weitgehend stabiler Zustand hergestellt, der es ermöglichte, die Wandmalereien langfristig zu sichern, zu restaurieren und zu erhalten. Durch eine Temperierung über eine Sockelleiste wurde eine allmähliche Austrocknung der Wandoberfläche erreicht.
  • Restaurierung und Instandsetzung der von Gotthilf Ludwig Möckel entworfenen Totenleuchte
  • Instandsetzung der schmiedeeisernen Gittertür, der Holzpforte, des Fußbodens
  • Restaurierung des Altarreliefs

Kosten des Bauabschnitts 2: ca. 30.000 € - Finanzierung: Bund, Land, Ev.-Luth. Kirchgemeinde

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2010 erfolgte restauratorische Maßnahmen

  • Kontrolle, Sicherung und Restaurierung der Wand- und Gewölbemalereien
  • Instandsetzungsarbeiten an Paneelen und Bänken

Kosten Bau- und Restaurierungsabschnitt 2010: ca. 70.000 €. Die Arbeiten wurden im August 2010 abgeschlossen.

Ausführender Restaurator: Boris Frohberg (Berlin).

Finanzierung: 10.000 Euro Eigenmittel aus dem Münsterhaushalt und Spenden, 45.000 Euro vom Bund zum Erhalt National bedeutender Denkmäler, 15.000 Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern (inkl. anteiliger EU-Förderung).

Die Aufnahme des Beinhauses in die Liste national bedeutender Denkmäler erfolgte im Februar 2002. Damit wurde die Förderung durch den Bund möglich.

Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde stellte die erforderlichen Eigenmittel, ergänzt durch Spenden, zur Verfügung.

 

 

Wartungs- und Pflegemaßnahmen weiterhin erforderlich

Nun, zwölf Jahre nach der Restaurierung, werden weitere konservatorische Maßnahmen an den Putzen und der Wandmalereien notwendig, um den restaurierten Zustand zu erhalten und, mit vergleichbar geringem Aufwand, größere Folgekosten zu vermeisen. Wir sind daher für Spenden zum Erhalt dieses Kleinods der Backsteingotik sehr dankbar.

Spendenkonto:


Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde
Evangelische Bank
IBAN: DE12 5206 0410 0005 3501 15
Verwendungszweck: "Spende Beinhaus".

Informationen:


Kustos Martin Heider, Klosterstraße 2, 18209 Bad Doberan
Tel: (038203) 779590
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Münsterverwaltung im Juni 2022, Martin Heider

 

 

Schwerer Einbruch im Doberaner Münster


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Viele Menschen in nah und fern waren und sind schockiert. Es wurde am 10. Mai 2022 in das Doberaner Münster eingebrochen und neben Geld auch Abendmahlsgeräte gestohlen.

Zu den gestohlenen Abendmahlsgeräten („Vasa Sacra“ = Heilige Gefäße) gehören auch Kelche und diese Kanne. Die meisten Stücke stammen aus dem 19. Jahrhundert, die ältesten aus dem Jahr 1797.

Für die Kirchengemeinde besitzen sie neben dem Kunstwert eine hohe ideelle und religiöse Bedeutung. Generationen von Gottesdienstbesuchern haben diese genutzt. Dies ist auch schmerzlich, weil so viel institutionelles und persönliches Engagement und Finanzen in den Erhalt und die Pflege des Bauwerks, seiner Ausstattung samt Abendmahlsgeräten fließen.

Für Hinweise zum Wiederauffinden sind wir dankbar. Die gestohlenen Objekte wurden umgehend bei Interpol, dem Bundeskriminalamt und professionellen Internetseiten, die für derartige Vorfälle bestehen, gemeldet. Sicherheitstechnisch wurde weiter investiert.


M.H.

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Verband der Restauratoren im Doberaner Münster


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Fachexkursion "Farbe im Raum" des Verbandes der Restauratoren zu aktuellen Restaurierungsprojekten in Güstrow, Bad Doberan und Semlow in Mecklenburg-Vorpommern.


Vom Donnerstag den 26.05.2022 bis zum Sonntag den 29.05.2022 konnten sich die über 20 Teilnehmer und insgesamt 17 Referenten an und vor allem in 15 Objekten im Norden an fachkundigen Erläuterungen erfreuen. Der Schwerpunkt lag in der Vorstellung von umfangreichen Restaurierungsvorhaben an Ausstattungen aus den letzten Jahren. Hier stand die Farbfassung in all ihren Varianten auf verschiedenen Trägern (Stein, Holz und Putz) im Vordergrund. Die Exkursion wurde eröffnet und begleitet vom Präsidenten des VDR, Sven Taubert.

Tag 1 und 2 in Güstrow

Das Programm begann mit einer Besichtigung des frühbarocken Schlossgartens in Güstrow als Rekonstruktion der historischen Anlage und Ausführungen zum bedeutendsten, aber nie fertig gestellten Renaissanceschlossbau in Norddeutschland durch den Kunsthistoriker Dr. Dieter Pocher. Diesem folgte eine kurzfristig ermöglichte Begehung der Dachstühle des Baus (derzeit Großbaustelle) durch den Bauforscher Dr. Tilo Schöfbeck und Dipl. Rest. Matthias Zahn. Beim anschließenden Spaziergang durch die Altstadt gab Dipl. Rest. Ulrike Hahn Erläuterungen zur Farbuntersuchung an einem zentralen Renaissancegebäude und zur Restaurierung der polychrom bemalten Balkendecke im „Gotischen Haus“, Derzscher Hof. Die ebenfalls polychrom bemalte Renaissancedecke im Kemladen des gegenüberliegenden Gebäudes konnte von Dr. Carsten Neumann erläutert werden, der uns auch den Zugang ermöglichen konnte. Zum Abschluss des Rundgangs erläuterte Dipl. Rest. Jan Hamann die Wiederherstellung des gewaltsam geschädigten Borwinbrunnens auf dem Pferdemarkt.

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Der zweite Exkursionstag begann mit einer Andacht und der Besichtigung des Innenraumes der Pfarrkirche. Hier stand die umfangreiche Restaurierung des bedeutenden Bormann-Altars mit Erläuterungen von Dipl. Rest. Thomas Max Merkel im Vordergrund. Im Anschluss folgte die Besichtigung des jüngst restaurierten Festsaales von 1788 in der Beletage eines unweit gelegenen barocken Gebäudes mit illusionistischer Architekturgliederung im römisch-antikisierenden Stil und ein Exkurs zur Residenzgeschichte im Stadtmuseum durch den Kunsthistoriker Dr. Neumann.

Der Nachmittag behandelte die Ausstattung des Domes (Abb. 1) mit den einzigartigen steinernen Wandbildwerken aus der Parr- und Florisschule und dem spätgotischen Flügelaltar. Nach einer umfassenden kunsthistorischen Erläuterung folgte ein Vortrag zu den verwendeten Natursteinen und ihrer Herkunft durch die Geologen Dr. Arnold Fuchs, Güstrow und Michael - Christian Krempler. Im Anschluss behandelten die ausführenden Restauratoren (Frohberg, Seipt und Hamann) eingehend die Restaurierung des Borwinmonumentes des Dorotheenepitaphes, des Ulrichmonumentes und der Kanzel. Dennoch blieb genügend Zeit für eine Diskussion vor den Originalen im Domchor.

Tag 3 im Doberaner Münster

Der dritte Exkursionstag widmete sich der Münsterkirche in Bad Doberan. Diese birgt eine unvergleichbare polychrome mittelalterliche Ausstattung aus der Zisterzienserzeit. Hier wurden der Kelchschrank, der Flügelaltar, das Triumphkreuz und die rekonstruierte Innenraumfassung durch Kustos Martin Heider und die Kunsthistorikerin Dr. Kaja von Cossart erläutert.

In die Besichtigung eingeschlossen war auch das Fürstenepitaph, ein Werk der flämischen Florisschule, sowie die Galerie der hochwertigen Grabplatten aus der Klosterzeit. Neben Erläuterungen zur Baugestalt konnten die Teilnehmer auch das Beinhaus mit seinen Malereien von Carl Christian Andreae aus der Düsseldorfer Malerschule über mittelalterlichen Resten erleben. Die Restaurierung und Klimatisierung des Gebäudes stand hier im Fokus der Erläuterungen.

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Am Nachmittag referierte Dr. Ralf Lehr über die Geologie und Herkunft der Säulen und Kapitelle (Spolien) im Oktogon, Dr. Gerhard Schmager über das Projekt "Auswirkungen des Klimawandels auf Ausstattung und Bauwerk" und Martin Heider zur Auswertung der Archivalien im Bezug zur Bauerhaltung vom 16.-18. Jahrhundert. Diese akribische Aktenforschung stellt einen außerordentlich wichtigen Beitrag zur Erforschung der Baugeschichte des Zisterzienserklosters und seiner Münsterkirche dar.

Tag 4 in Semlow

Am letzten Tag der Fachexkursion stand die Dorfkirche in Semlow im Mittelpunkt. Dipl. Rest. Elke Kuhnert erklärte wortgewaltig die Baubefunde und die umfangreiche figürliche Innenraumfassung im Schiff von Carl Julius Milde aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts (Abb. 3) - ebenfalls ein Maler der Nazarenerschule - und deren Konservierung und Restaurierung. Anschließend konnten die beiden unlängst (durch den Organisator der Exkursion) restaurierten Wandepitaphe der Familie von Behr aus Gotländer Sandstein näher betrachtet werden. Diese sind zu Beginn des 16. Jahrhunderts, von Künstlern, die zuvor im Güstrower Dom tätig waren, geschaffen worden.

Zum Abschluss fand ein Spaziergang durch den englischen Landschaftspark, für den Gustav Meyer, ein Schüler und Mitarbeiter Lennés sowie erster Gartendirektor Berlins, die Entwürfe geschaffen hatte, statt. Dr. Michael Lissok erläuterte in seiner fesselnden Redekunst die Geschichte und die Zusammenhänge von Park, Herrenhaus (Architekt: F. W. Buttel) und den erhaltenen Gutsbauten.

Nach vier informativen und äußerst spannenden Tagen konnten die Teilnehmer voller neuer Eindrücke und Einblicke die Heimreise aus dem Norden antreten.


Boris Frohberg, Dipl. Restaurator (Berlin), Hauptorganisator der Tagung.

 

 

Restauratorentagung in Doberan große Bereicherung


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Der Tag in Bad Doberan war sowohl für die Teilnehmenden und die Referenten eine große Bereicherung. Er ermöglichte den fachlichen interdisziplinären Austausch vor Ort an den Ausstattungsstücken und brachte neue Erkenntnisse.

Das Programm in Bad Doberan am Samstag, 28. Mai 2022

10:15 – Einleitende Besichtigung des Innenraumes der Münsterkirche mit Schwerpunkt der polychromen mittelalterlichen Ausstattung und der Innenraumfassung
Kustos Martin Heider (Bad Doberan), Dr. Kaja von Cossart (Kunsthistorikerin, Drechow)

13:00 – Aufteilung in drei Gruppen (Vorträge je 30 Min., mit Wechsel 40 Min.)
Außen- / Innenbesichtigung des Münsters – Kustos Martin Heider (Bad Doberan)
Innenbesichtigung des Beinhauses – Dipl.-Rest. Boris Frohberg (VDR, Berlin)
Kelchschrank mit mittelalterlicher Farbfassung und Hochaltar mit Neufassung aus der Mitte des 19. Jh. im Vergleich – Dr. Kaja von Cossart (Kunsthistorikerin, Drechow)

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15:00 – Informationen über die polychrome mittelalterliche Ausstattungsstücke (z.B. Triumphkreuz) und die Fassung von Fürstenepitaph im Südquerhaus und Grabplatten im Nordschiff

15:30 – Geologie und Herkunft der Säulen und Kapitelle (Spolien) im Oktogon – Dr. Ralf Lehr (Geologe, Regensburg)

16:00 – Bericht über das Projekt „Auswirkungen des Klimawandels auf Ausstattung und Bauwerk“ – Dr. Gerhard Schmager (Klimatologe und Ozeanograph, Rostock):

17:00 – Vortrag zur Auswertung der Archivalien im Bezug zur Bauerhaltung vom 16.-18. Jahrhundert – Kustos Martin Heider (Bad Doberan).

Fachtagung im Münster brachte neue Erkenntnisse

Es war eine hervorragende Tagung, insbesondere der fachliche interdisziplinäre Austausch vor Ort an den Ausstattungsstücken. Die thematische Tiefe der Vorträge wurde von den Teilnehmenden sehr betont.

Der Geologe Dr. Ralf Lehr aus Regensburg konnte durch wissenschaftliche Methoden die Herkunft der spätromanischen Säulen und Kapitelle am Doberaner Oktogon (s. Foto im Artikel "täglich Führungen...") hinter dem Hochaltar erstmals dem Raum Hildesheim zuordnen. Eine Frage, die die Wissenschaft schon lange bewegt.

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Die Herkunft weiterer im Münster verwendeter steinerner Materialien, z. B. am Johann-Albrecht-Grabmal (Foto: Dr. Ralf Lehr an den Gedenktafeln in der Johann-Albrecht-Kapelle) konnte geklärt werden.

Interesse fanden auch die durch schriftliche Quellen, Farbbefunde und weitere wissenschaftliche Untersuchungen belegten unterschiedlichen Farbgebungen des Münsters über die Jahrhunderte.

Die ungewöhnlich reiche Innenausstattung, insbesondere die Schnitzwerke wie der Kelchschrank mit seiner originalen Farbfassung aus der Zeit um 1300 begeisterten. Zahlreiche Details und kunsthistorische Zusammenhänge erläuterte Dr. Kaja v. Cossart, ausgewiesene Expertin, auch da sie über die Erstausstattung der Kirche promoviert hat.

Dr. Gerhard Schmager (Klimatologe und Ozeanograph, Rostock) berichtete über das Projekt „Auswirkungen des Klimawandels auf Ausstattung und Bauwerk des Doberaner Münsters“, welches er seit Jahren ehrenamtlich betreut. Das starke Mauerwerk sowie das große Raumvolumen puffern die Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen sehr gut ab. Die wissenschaftliche Auswertung von Messungen führten im Wesentlichen zum Ergebnis: „Prima Klima für das Doberaner Münster“. In einem späteren Newsletter wird er darüber ausführlicher berichten.


Martin Heider

 

 

850 Jahre – Bestattung der Fürstin Woizlava (†1172)


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Auch im Jahr 2022 liegt ein wichtiges Ereignis in der Kloster- und Landesgeschichte 850 Jahre zurück. Im Jahre 1172 starb Woizlava, Gemahlin des Landesherrn Pribislav und wurde im Kloster Doberan - im heutigen Stadtteil Althof - bestattet.

So berichtete die KIRCHBERG-Chronik um 1378: „man grub sy zu Alden Doberan.“

Es ist die älteste fürstliche Bestattung im Kloster Doberan und im Kontext des nun dauerhaft zum Christentum übergetretenen Fürstenhauses Mecklenburgs überhaupt.

Eine "Herrin des Landes und Gründerin dieses Klosters“ und "in großem Glauben strahlend" wird sie in der Ziegelinschrift in der Kapelle Althof (Abb. 1) genannt. Eine durch ein eisernes Gitter (um 1888 - Abb. 2) geschützte Gedenkplatte von 1852 (Abb. 4), die eine ältere Grababdeckung überdeckt, verweist auf ihre Bestattung.

Woizlava stammte offenbar aus Pommern und war, anders als bei Kirchberg angegeben, keine norwegische Königstochter.

 

 

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Ihre vermuteten sterblichen Überreste wurden bei der Instandsetzung zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Kapelle entdeckt und 1852 vor dem Altar bestattet.

Die Quelle für die lateinische Ziegelinschrift ist wahrscheinlich das Klosternekrologium. Die ältesten Ziegel stammen aus dem 13. Jahrhundert. Ergänzende Stücke entstanden im Vergleich mit der Ziegelinschrift des Grabes Heinrichs II. von Mecklenburg (gest. 1329) im Hochchor des Doberaner Münsters im 14. Jahrhundert.

Woizlava wird als Klostergründerin („claustri fundatrix“) bezeichnet; sie sei hier in Frieden bestattet („hic in pace sepulta“). Ob ihre tatsächliche Rolle beim Gründungsgeschehen oder ihre Stellung als Stiftergattin die Bezeichnung als „fundatrix“ rechtfertigt, bleibt Spekulation.

Die Urkunden und die Doberaner Genealogie erwähnen solches nicht. Der Verfasser der Inschrift überhöhte ihre Rolle vielleicht, um durch den Reim zu „dominatrix“, mit „claustri fundatrix“, also Klostergründerin, eine passende Entsprechung zu finden


Martin Heider

 

 

Neuer Kurs - Schulung für Münsterführer/innen


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Neuer Kurs für Münsterführer/innen startet am Mittwoch, dem 4. Mai um 10 Uhr im Doberaner Münster.


Das Doberaner Münster wird gern und viel besucht. Zahlreiche Gäste nehmen an einer der Führungen bzw. thematischen Sonderführungen teil.

Die Backsteinbasilika mit ihrer reichen Innenausstattung ist Stätte des Gottesdienstes, Ort der Begegnung, Baudenkmal und kulturhistorische Stätte zugleich. Bei den Führungen werden die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen der Kirchengemeinde durch Honorarkräfte unterstützt.

In diesem Jahr lädt die Münsterverwaltung der Kirchengemeinde wieder zu einer Schulung für den Führungsdienst ein. Die Schulung beinhaltet die Einführung in Geschichte, Bedeutung und sakrale Baukunst und Innenausstattung.

Vorraussetzung ist das Interesse an mecklenburgischer, Kloster- und Kirchengeschichte und am Doberaner Münster mit seinen vielfältigen Themen im Speziellen.

Um das in der Schulung erworbene Wissen zu erweitern bzw. zu festigen, wird Informationsmaterial bereitgestellt sowie die Teilnahme an Führungen und das Eigenstudium empfohlen. Der Kurs mit Münsterkustos Martin Heider beginnt am 4. Mai und geht bis Oktober.

 

 

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Termine für 2022


Die Termine für 2022: (jeweils Mittwoch von 10.00 bis ca. 11.30 Uhr) 04.05, 25.05, 08.06., 22.06., 20.07, 10.08, 07.09., 05.10.

Parallel wird es auch wieder regelmäßige Schulungen für die bisherigen Münsterführer/innen geben. Zu dieser Runde werden spätestens ab Herbst die neu Geschulten dazukommen.

Der spätere Einsatz ist abhängig von den Führungsanfragen, den persönlichen Einsatzmöglichkeiten und ist unterschiedlich über das Jahr verteilt, von wenigen Einsätzen in besucherschwächeren Monaten bis zum mehrfachen Einsatz pro Woche. Die ersten Schritte in diesen Dienst werden mit Einzelbesuchern und Kleinstgruppen erfolgen..

Anmeldungen bitte schriftlich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Für weitere Informationen und Rückfragen Tel. 038203-779590 oder 038203-62716.

Martin Heider

 

 

Vereinsaktivitäten des Münsterbauvereins in 2020/21


LuebeckerKreuz DetailSchaf

Trotz der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie gab es Aktivitäten des Vereins bzw. einzelner Vereinsmitglieder.

Noch stattfinden konnte am 30.01.2020 unsere Mitgliederversammlung im Gemeindezentrum der Kirchengemeinde.

Vorgestellt wurde dabei u.a. das neu erschienene Buch über die Baugeschichte des Doberaner Münsters, herausgegeben von Dr. Christian Kayser (München) und Münsterkustos Martin Heider. Verschiedene Aktivitäten für das laufende Jahr 2020 und auch teilweise bereits für 2021 wurden geplant und diskutiert sowie im Münster der restaurierte Taufstein besichtigt.

Im März 2020 wurde der Rundbrief mit dem Jahresbericht 2019 und dem Protokoll der Mitgliederversammlung an die Mitglieder versendet.

Geplant waren zu diesem Zeitpunkt für 2020 folgende Aktivitäten:
  • Sonntag, dem 26. April 2020: Aktionstag „Münster ganz nah“
  • Sonntag, 17. Mai 2020 (Internationaler Museumstag): Tagesausflug des Münsterbauvereins in die Dorfkirchen der Umgebung
  • Samstag, 12. September 2020: Grillabend des Vereins im Garten des Küsterhauses
  • Sonntag, dem 13. September 2020: Beteiligung am Tag des Offenen Denkmal

Leider konnte aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie keine dieser gemeinsamen Aktivitäten stattfinden. Im Dezember erhielten alle Mitglieder einen Rundbrief mit Grüßen zum Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr.

 

 

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Auch wenn in diesem Jahr keine gemeinsamen Veranstaltungen und Aktionen unseres Vereins stattfanden, konnten wir doch dankenswerterweise auf die tatkräftige Unterstützung einiger unserer Mitglieder zählen:

Nachdem in den letzten Jahren ein aktualisierter Feuerwehrplan für das Münster erarbeitet wurde, wird derzeit – auch unter Mitwirkung eines Vereinsmitgliedes - ein sogenannter Kunstgutplan für das Münster erstellt, ein Evakuierungsplan für die wertvollen Ausstattungsstücke im Münster, z.B. im Fall eines Brandes.

Der Dachbereich und die Treppenaufgänge des Münsters wurden von Helfern, u.a. aus dem Verein, bereinigt. Seit kurzem gibt es die neuen Informationstafeln für den Verein und das Restaurierungsprojekt des Vereins, die nun im Münster aufgestellt sind. Ein neues Faltblatt über unseren Verein ist erschienen. Kleinere handwerkliche Arbeiten im und um das Münster wurden erledigt, und es gab Mithilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit der Münsterverwaltung. Unterstützung u.a. durch Vereinsmitglieder gab es weiterhin bei der Erstellung einer umfänglichen Zeittafel zur Geschichte des Münsters und der Stadt, durch die Übertragung bzw. Digitalisierung alter Schriften und Zeitungsartikel. Aber auch die im Hintergrund dauerhaft notwendige Vereinsarbeit wie die Verwaltung der Finanzen wurde zuverlässig und kontinuierlich weiter erledigt.

Wir bedanken uns bei allen Helfern sehr herzlich für ihr Engagement!

 

 

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Jubiläumsjahr 2021 in Althof


Anlässlich des 850jährigen Jubiläums der Gründung des Klosters Doberan im heutigen Doberaner Stadtteil Althof gab es im Jahr 2021 verschiedene Veranstaltungen in Zusammenarbeit vieler Akteure aus Stadt, Kirchengemeinde, Stadtmuseum und Vereinen.

Im Sommer erschien ein umfangreiches Buch über den Doberaner Ortsteil: Martin Heider: „Die Geschichte von Althof. Von der Gründung des Klosters Doberan bis in die Gegenwart“. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2021; 334 Seiten, 534 Abbildungen (Preis 29,95 Euro, erhältlich im Doberaner Münster und über den Buchhandel).

Mehrere Vereinsmitglieder unterstützten die Entstehung des Buches durch Mithilfe beim Digitalisieren der transkribierten alten Texte.

 

 

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Am Samstag, dem 18.9.21 fand in Althof ein Festtag statt, mit dem traditionellen Handwerkermarkt in der alten Klosterscheune und einem Festgottesdienst vor der Kapelle.

In diesem Zusammenhang halfen einige Vereinsmitglieder beim Verkauf des neuen Althof-Buches an einem gesonderten Stand. Der Erlös des Buchs kommt den Restaurierungsmaßnahmen am Doberaner Münster zugute.

Wir hoffen nun, dass im Jahr 2022 wieder Versammlungen, Aktionstage, Vorträge, gemeinsame Ausflüge u. ä. stattfinden können.

Bisherige Überlegungen für die Vereinsarbeit im Jahr 2022:

  • Grillabend für die Mitglieder des Münsterbauvereins Sommer 2022
  • Teilnahme am Tag der Backsteingotik am 18.06.2022 mit stündlich angebotenen Führungen und Öffnung des Beinhauses
  • Beteiligung am Tag des Offenen Denkmals am 11. September 2022

Gern nehmen wir natürlich weitere Vorschläge entgegen!

Auch in diesem Jahr werden wir wieder auf Ihre Unterstützung angewiesen sein. Wir freuen uns über Ihre Mithilfe. Wenn Sie mithelfen möchten, melden Sie sich einfach in der Münsterverwaltung:

Telefonnummer: 038203 / 779590, Fax:038203 / 779589
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Spendenkonto: Münsterbauverein e.V.:
IBAN: DE 9713 0500 0005 0502 5809, BIC: NOLADE21ROS, Ostseesparkasse Rostock.

Münsterbauverein Bad Doberan e. V.
Der Vorstand

 

 

Freiwilliges Jahr im Münster


Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege


Das Doberaner Münster ist seit 2002 Einsatzstelle für das „Freiwillige Soziale Jahr in der Denkmalpflege“.

Für diese interessante Aufgabe wird - mit Beginn im September jeden Jahres - ein/e neue/r Teilnehmer/in gesucht.

Während eines solchen Jahres besteht die Möglichkeit, sich mit dem Thema Denkmalpflege in theoretischer und praktischer Weise auseinanderzusetzen. Das FJD wird von dem Träger IJGD, einer Jugendbauhütte, angeboten, welche ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist.

Die Teilnehmer erhalten zu Beginn die notwendigen Führungsunterlagen für den Führungsrundgang und werden durch uns entsprechend geschult. Im weiteren Verlauf des Freiwilligen Jahres ist die Weiterbildung zur Durchführung von thematischen Sonderführungen geplant, vor allem der Gewölbe-, Turm- und Glockenführung.

Nicht nur Führungen gehören zum Dienst im Münster, sondern auch immer mal wieder die Unterstützung im Kassen- und Ordnungsdienst.

Es fallen auch Büro- und Recherchearbeiten in der Münsterverwaltung an.

Das Aufgabenfeld ist sehr vielseitig. Sie erhalten Einblick in die Themenfelder Denkmalschutz, Kirchenbau, Restaurierung, Kirchengeschichte, Landesgeschichte, Kunstgeschichte, Tourismus und Marketing.

Während des freiwilligen Jahres führt die Jugendbauhütte zusätzlich Seminare zu verschiedenen Themen der Denkmalpflege in verschiedenen Einrichtungen durch.

Bewerbung

Wenn Sie sich für ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege im Doberaner Münster interessieren, senden Sie bitte Ihre Bewerbungsunterlagen an uns in der Münsterverwaltung und an die Jugendbauhütte in Wismar.

Der Bewerbungsbogen ist auf der Homepage der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd) erhältlich: www.ijgd.de/Bewerbung

 

 

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