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Gottesdienste und Andachten im April


Corpus Christi Altar

Sonntags 9:30 Evangelischer Gottesdienst mit Kinderkirche

4. und 18.4. 8:00 - Mette (Morgenandacht im Münster)

4.4. 19:30 Abendgebet mit TAIZÈ-Gesängen (Kath. Kirche, Doberweg 19)

18.4. Gründonnerstag - 18:00 Tischabendmahl (Gemeindezentrum)

19.4. Karfreitag

9:30 Gottesdienst, Predikt: Bischof Dr. v. Maltzahn (Münster)

18:00 Andacht zur Grablege (Münster)

20.4. Karsamstag - 14:00 Gottesdienst mit Abendmahl (Kapelle Heiligendamm)

21.4. Ostersonntag

6:00 Feier der Osternacht (Münster)

9:30 Festgottesdienst (Münster)

22.4. Ostermontag - 15:00 Familien-Gottesdienst (Gemeindezentrum)

 

Öffentliche Andachten mit der Münsterfamilie


Freitag 26.4. - 22:00 Komplet

Samstag 27.4.

9:15 Mette

12:00 Mittagsandacht

18:00 Vesper

22:00 Komplet

Sonntag 28.4. - 12:00 Mittagsandacht mit Reisesegen

 

Restaurierung der romanischen Tauffünte in 2019


Taufstein 13Jh urspr St Marien WismarDie Kuppa ist stark restaurierungsbedürftig. Im 20. Jahrhunderts wurde unfachmännisch versucht, die Kuppa zu restaurieren.

Gemäß Gutachten von 2016 ist die Fünte stabil. Sie muss gereinigt werden, die Zementergänzungen entfernt und durch Weißzement mit Steinmehl ersetzt werden. Hohlstellen müssen hinterspritzt werden.

Sie sollte nicht mit Wasser gefüllt werden.

Der Münsterbauverein hatte sich für 2018/19 zur Aufgabe gemacht, die Restaurierung der Fünte komplett zu fördern. Auf Grundlage dieses Angebotes an die Baukasse des Münsters wurden nun für die Restaurierung der Tauffünte 5000.- € gespendet. Dieser Betrag wurde von der Kirchengemeinde, so wie es die Satzung des Vereins vorsieht, bereits angefordert. Über die Restaurierung werden wir zu gegebener Zeit berichten.

Der Münsterbauverein e.V. freut sich über weitere Mitglieder bzw. Spenden.

Spendenkonto:

Münsterbauverein e.V.

IBAN: DE 9713 0500 0005 0502 5809

Jürgen Schoof/Martin Heider (Vorstandsmitglieder Münsterbauverein e.V.)

 

 

Aus bronziertem Zink gefertigter „Taufapparat“


Taufstein vor KonversengestuehlEs gab dann um 1854 Überlegungen zu einem neuen Taufbecken. Die Umsetzung verzögerte sich, da der Herzog Patron der Kirche war und Entscheidungen nicht zeitnah erfolgten.

Im Jahre 1857 stiftete Friedrich Franz II. einen aus bronziertem Zink gefertigten „Taufapparat“. Über den Verbleib ist nichts bekannt. In den folgenden Jahrzehnten fehlte es an einer würdigen Tauffünte.

Seit dem späten 19. bis in das frühe 20. Jahrhundert wurde eine Zeit lang im Beinhaus getauft. Lange Zeit, so in den 1920er Jahren, bevorzugten es Doberaner Familien, ihre Kinder im eigenen Haus taufen zu lassen.

Seit den 1950er Jahren diskutierte man über eine Neubeschaffung. 1962 lag der Entwurf für eine Bronzefünte in der Art der norddeutschen Erztaufen des Mittelalters vor.

Theologische Vorbehalte hinsichtlich der vorgesehenen Ikonografie und der frühe Tod der Künstlerin vereitelten das Vorhaben.

1977 kam es schließlich zur Übernahme einer mittelalterlichen Fünte aus St. Georgen zu Wismar (Fotos im Münster) auf Leihbasis. Diese wurde mit einem neu gefertigten schmiedeeisernen Einsatz für die Taufschale versehen.

Die Kuppa der Fünte besteht aus Sandstein von der Insel Gotland und wurde um 1300 gefertigt. Diese Steine wurden wahrscheinlich auf Segelschiffen als Ballaststeine verwendet. Wenn sie nicht mehr gebraucht wurden, wurden sie in den Hafenstädten verkauft.

Wo die Fünte ursprünglich gestanden hat, ist nicht bekannt. Es wird vermutet, dass sie in einer Patronatskirche (Dorfkirche) gestanden hat und in St. Georgen/St. Marien nur zwischengelagert war.

Einen ähnlichen Taufstein gibt es zum Beispiel in Petschow.

Die Fünte besteht aus einer Kuppa, einem Auflagewulst und einen Standfuß. Die Draufsicht auf die Kuppa zeigt symbolisiert ein vierblättriges Kleeblatt. Auf der Außenseite der Kuppa befinden sich je Kleeblatt vier symbolische Tore. Der Auflagewulst ist erst um 1977 hinzugefügt worden.

 

Neuauflage Kleiner Münster-Kunstführer


DKV Kunstfuehrer Muenster

Kürzlich brachte der Deutsche Kunstverlag Berlin/München die 13. überarbeitete Auflage des DKV-Kunstführers Nr. 408 „Das Münster zu Bad Doberan“ heraus.

Die 32-seitige Publikation ist an der Münsterkasse zum Preis von 3,00 Euro erhältlich.

Der Verfasser, Carl-Christian Schmidt war von 1976 bis 1992 Pastor am Doberaner Münster. In seine Amtszeit fiel die Innenrestaurierung des Doberaner Münster. Er saß in dieser Zeit mit am Tisch der wöchentlichen Bauabsprachen und Baukonferenzen im Konventssaal des Münsters.

Daher kennt er ziemlich genau die damals immer noch schwer zu lösenden Fragen der Datierung des Bauwerkes insgesamt, besonders aber auch im Zusammenhang mit den kunsthistorischen Datierungen der Hauptausstattung des Münsters. Zum Beispiel wenn der Hauptaltar zugemessen auf das neue Sanktuarium schon etwa 1300 zur Verfügung stand, wird der Bau des Münsters nicht erst 1294 begonnen worden sein.

Dieses Datum legt scheinbar eine Nachricht in der Kirchbergchronik über Abt Johann von Dalen nahe, von dem es heißt, er habe das alte Münster niederbrechen lassen, um es schön und steinern neu zu errichten.

Zisterzienserforschung und Bauforschung lassen heutzutage vieles im neuen Licht erscheinen, was einst die Zisterzienser hier in Doberan bewirkt haben.

 

 

Die Ereignisse in nachklösterlicher Zeit


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1569

Der mit der Klosterauflösung im März 1552 an die mecklenburgischen Herzöge übergegangene ehemalige Besitz des Klosters wurde als Teil des Domanialamts weiterhin intensiv wirtschaftlich genutzt.

In den späten 1560er Jahren ist die Rede von ungetreuen Beamten: so werden durch den herzoglichen Rentmeister Berendt Koch im Jahr 1570 die Amtshauptleute zu Doberan und zu Lübz ihres Amtes enthoben.

Das Münster war seit 1552 evangelische Pfarrkirche des Ortes und blieb auch eine der Grablegen des mecklenburgischen Fürstenhauses.

1619

Joachim Vieregge, ist Amtmann bzw. Amthauptmann zu Bukow, Doberan und Poel. Die Wirren des Dreißigjährigen Krieges hatten Doberan noch nicht erreicht.

1719

In einer „Beschreibung des gantzen Welt-Kreises“ von Allain Manesson Mallet wird u.a. „Teutschland“, darin u.a. das Fürstentum Schwerin, darin die Herrschaft Rostock kurz vorgestellt. Eine Reihe der „besten Oerter darin“ beginnt mit Rostock, gefolgt von „2. Doberan, ein Städtgen“.

Obwohl Doberan erst im späten 19. Jahrhundert Stadtrecht erhält, hat der Ort als herzogliche Residenz und Amtssitz schon den Charakter eines Städtchens.

 

1769

So wie insbesondere in vielen folgenden Jahren nachweisbar, fand in „Dobberan, den zweyten Sonntag nach Trinitatis“, ein Jahrmarkt statt. Dies erklärt auch die Bezeichnung „Flecken“ (Marktflecken) in den historischen Karten.

Eine Akte im Landeshauptarchiv zeugt vom Gesuch des Senators Petersen zu Lübeck auf Bestätigung über ein der Doberaner Kirche geliehenes Kapital von 700 Reichstalern.

Trotz Suspendierung vom Amt wird dem Doberaner Pastor Franz Wilhelm Seemann die Teilnahme an der Synode des Doberanschen Kirchenkreises gestattet.

1819

Die Rolle Doberans seit 1793 als Sommerresidenz der Herzöge führte zum Auftritt von Künstlern von europäischem Ruf. So trat im Jahr 1819 der Berliner Schauspieler Ludwig Devient auf, und die italienische Sängerin Angelica Catalani, die bereits in Paris und London größte Erfolge hatte. Sie gab zwei Konzerte im Münster. Der erste Tenor vom Hamburger Theater, Gerstäcker, sang in einer Doberaner Opernvorstellung im Schauspielhaus.

Von 1819 bis 1821 wurde an den alten Saal des Salongebäudes ein neuer angebaut, der zu einem Glanzstück seiner Zeit wurde.


1869

Entwürfe für einen neuen Windfang für das Doberaner Münster werden eingereicht.

Eine Akte im Landeshauptarchiv erfasst alle Krüge (Gastwirtschaften) im Amte Doberan. Eine weitere Akte, die seit 1869 mehrere Jahre behandelt, führt verschiedene den Marstall in Doberan betreffende Angelegenheiten auf, wie Heu- und Strohlieferungen, die Bezahlung von Dienstleistungen für den Marstall Doberan, Holzankauf sowie das Inventar der Marställe in Doberan und Heiligendamm.

 

Aus der Geschichte der Doberaner Tauffünten


Kerze am taufsteinDer Münsterbauverein Bad Doberan e.V. hatte sich für 2018/19 zur Aufgabe gemacht, die Restaurierung der Fünte komplett zu fördern.

Das Restaurierungsvorhaben ist ein Anlass, sich mit der Historie der Doberaner Tauffünten zu befassen.

Zunächst einige grundsätzliche Informationen:

Die Taufe ist die feierliche Aufnahme des Täuflings in die christliche Gemeinde. Sie ist ein Sakrament, das alle Christen miteinander verbindet und im Leben eines Menschen einmalig und unwiderruflich ist.

Das Ritual geht auf die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer zurück. Die Taufe erfolgt an der Fünte (Taufbecken). Sie ist ein wesentliches Ausstattungsstück einer Kirche. Hierfür wird je nach Ausstattung der Kirche ein Taufstein (aus Stein) oder ein Taufkessel (aus Bronze) oder ein Taufstock (aus Holz) verwendet.

Die Bezeichnung Fünte (fons = lat. Quelle) ist der norddeutsche Begriff für ein Taufbecken.

Die Geschichte der Doberaner Fünten bzw. Taufbecken ist noch nicht umfassend erforscht, die Sichtung von Akten und Inventaren lässt jedoch einige Aussagen zu.

Die Klosterinsassen mussten nicht getauft werden, denn die Novizen kamen getauft ins Kloster.

Ab wann genau Taufen im Münster stattfanden, ist nicht belegt. Die erste überlieferte Tauffünte kam um 1586 ins Münster. Sie wird von Herzog Ulrich von Güstrow gestiftet worden sein. Über ihr Schicksal ist nichts bekannt. Vermutlich ist sie in den Zerstörungen und Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg verloren gegangen.

Pastor Eddelin notierte um 1653: „Es ist kein Taufstein, sondern sie setzten auf einen stuehl ein Messings Becken, welches zur Kirche gehörte.“

 

 

Bauvereinsaktivitäten im zurückliegenden Jahr


„Münster ganz nah“ am 25. März 2018


Hunderte Besucher machten von der Möglichkeit Gebrauch, das Münster zu besuchen. In diesem Jahr öffneten an diesem Tag auch andere Kirchen ihre Türen. So die Kirchen in Retschow, Steffenshagen, Parkentin, Rethwisch, die Heimatstube Parkentin, die evangelische Waldkapelle Heiligendamm und die Kapelle in Althof.

Die Spenden in Höhe von 940,41 € im Münster kamen der Münsterbaukasse für die Restaurierung der Tauffünte zu Gute. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für die Mitgestaltung dieses Tages!

 

Spendenaktion zur Restaurierung der Tauffünte


Die auf der Jahresmitgliederversammlung ins Leben gerufene Spendenaktion zur Restaurierung der Tauffünte im Münster begann am 25. März 2018 mit dem Tag „Münster ganz nah“ und wurde am 09.September 2018 zum Tag des offenen Denkmals fortgesetzt.

5000 € wurden der Münsterbaukasse durch den Münsterbauverein für die Restaurierung zur Verfügung gestellt, darunter die Einzelspende eines Vereinsmitgliedes in Höhe von 3.000 Euro. Die Tauffünte kann nun im Jahr 2019 restauriert werden.

 

 
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Teilnahme am MV-Tag in Rostock 19.05.2018


Mitglieder des Münsterbauvereins betreuten an diesem Tag einen Stand in der Hansestadt Rostock.

 

650 Jahre Schlussweihe des Doberaner Münsters


Am Wochenende nach dem 4. Juni haben Stadt, Kirchengemeinde, Kloster-, Münsterbau- und Kornhausverein, Klosterkonvent sowie weitere Partner das Jubiläum gefeiert. Es waren Gäste aus verbundenen Klosterstätten eingeladen, so aus dem ehemaligen Mutterkloster Amelungsborn (Weserbergland) und dem Tochterkloster Pelplin (südlich von Danzig).

Die Festwoche begann mit Vorträgen am 4. und 6. Juni. Am Freitag wurde der neue Tagungsband über die Innenausstattung des Münsters vorgestellt und im Konzert eine Orgelmesse uraufgeführt. Am Sonnabend und Sonntag war der traditionelle Klostermarkt an der Backhausmühle südlich vom Münster. Geistlicher Höhepunkt war der ökumenische Festgottesdienst am Sonntag. Zudem wurden zahlreiche Führungen und Sonderführungen angeboten, auch durch die Unterstützung des Münsterbauvereins.

 

Vorträge


Martin Heider: "Das Doberaner Münster und Kloster in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges" (Vortrag in Kooperation mit dem Klosterverein)

Dr. Gerhard Schmager: "Klimawandel und Erhalt des kulturellen Erbes - Prima Klima im Münster".

 

Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018


Bundesweit fand am 9. September 2018 unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet” der Tag des offenen Denkmals statt. Auf viele Fragen hält der bundesweite Tag des offenen Denkmals Antworten parat. Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September historische Bauten und Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, ihre Türen öffnen, dann sind Millionen von Architektur- und Geschichtsliebhabern zu Streifzügen in die Vergangenheit eingeladen. „Geschichte zum Anfassen”, das bietet der Tag des offenen Denkmals dem Besucher dabei in wohl einmaliger Weise.

Im Doberaner Münster, dem Beinhaus und der Münsterbibliothek sind es insbesondere die Münsterführer und der Münsterbauverein e.V., die an diesem Tag die Besucher ehrenamtlich betreuen. In diesem Jahr kam eine Spendensumme von 405,44 € zusammen.

 

Grillabend /Vereinsfest des Münsterbauvereins 08.09.2018


Ein Dankeschön an die Organisatoren dieses Nachmittages! Allen Beteiligten hat es gefallen und der Wunsch wurde geäußert, diese Veranstaltung zu wiederholen.

 

 

Doberan und das Münster im Laufe der Jahrhunderte


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Die Urkunden und Akten geben Hinweise über das, was die Menschen in Doberan im Laufe der Jahrhunderte beschäftigte.

Heute werden einige Ereignisse kurz benannt, die vom Jahr 2019 aus gerechnet "Jubiläumsjahre“ sind, also "runde" Termine, vorgestellt in 100- bzw. 50-Jahres-Schritten.

 


1219

Eine Urkunde bestätigt die Rolle des Bischofs Berno bei der im späten 12. Jahrhundert erfolgten Gründung des Klosters Doberan. Eilhard wird Abt des Klosters, stirbt aber wohl noch im selben Jahr. Ihm folgt der 5. Abt des Klosters, Matthäus.
Zeitgleich erfolgt der Bau der romanischen Vorgängerkirche, geweiht 1232.

1319

 Das Kloster kauft für 1300 Mark von den Knappen Berthold und Konrad Duding die Wassermühle zu Klein Sprenz.
Anfänge des sog. „Mönchskriegs“, einer innerklösterlichen Auseinandersetzung zwischen den Klosterinsassen wendischer und sächsischer Herkunft um die wichtigen Ämter im Kloster. Dem Mutterkloster Amelungsborn wird Parteilichkeit zugunsten der sächsischen Fraktion vorgeworfen.
Zeitgleich wird der um das Jahr 1296 vollendete Rohbau des Münsters sukzessive weiter ausgestattet.

 

 

1369

Einige Ausstattungsstücke der im Vorjahr schlussgeweihten gotischen Klosterkirche sind noch in Arbeit, dazu zählen der Lettner-Kreuzaltar und der Sakramentsturm.

1419

Der Doberaner Abt Hermann war an der Gründung der Rostocker Universität mitbeteiligt. Zusammen mit anderen Würdenträgern wählte er den ersten Universitätsrektor, Magister Petrus Stenbeke. In der Folge nahmen die Doberaner Äbte Aufsichtspflichten an der Universität wahr.

1469

Laut einer Urkunde von 1469 wurden Pfarrdienste in den umliegenden Klosterdörfern auch von Doberaner Mönchen wahrgenommen, sie durften sich dafür auch außerhalb des Klosters aufhalten. Gottesdienste in den Grangien wurden an Tragealtären gehalten.

1519

Im Kloster wurden immer wieder Verträge, die das Kloster betrafen, aber auch solche zwischen den Landesherren und Dritten ausgestellt. So am 20. März 1519, als die Herzöge Heinrich V. und Albrecht VII. im Kloster weilten.