20-Obergaden-Chor-und-Dachreiter.jpg

Vortrag Landessuperintendent i.R. Traugott Ohse


kindermünsterführer
kindermünsterführer

VEREIN DER FREUNDE UND FÖRDERER DES KLOSTERS DOBERAN E.V.

GYMNASIUM FRIDERICO FRANCISCEUM

 

Das Kreuz mit der Demut

 

Grundmuster des Klosters und des mönchischen Lebens

Donnerstag, 20. Februar 2020, 19.30 Uhr

Gemeindeszentrum der Kirchengemeinde Bad Doberan, Klosterstraße

 

Wir laden Sie herzlich ein.

Der Eintritt ist frei.

Das Kreuz mit der Demut –

Grundmuster des Klosters und des mönchischen Lebens

Eine Gruppe Gleichgesinnter mit ihrem Abt Bernhard will mehr, will Gott und Menschen bis zum Letzten dienen.

Aber wer kann das?
Wer hat Mut genug dazu,
Dienst-Mut,
ja tiefste und höchste Demut?

Mauern und Tore, Gänge und Gebäude,
Säulen und Gewölbe,
Schlichtheit und doch Schönheit –
alles arbeitet am Menschen,
erhebt und beugt ihn.

Ist es den Schülern des Abtes vom Kloster Clairvaux gelungen,
die Demut zu bauen und darin beides,
sich zu beugen und sich zu erheben –

nein – sich erheben zu lassen?

Traugott Ohse

 

 

35. Ausschreibung des Fonds Kunstgut


kindermünsterführer

Foto: Liturgische Geräte sind nicht immer in solch gutem Zustand. Auch deren Restaurierung wird vom Kunstfonds gefördert.

 

Der im Jahr 1977 gegründete Klosterkonvent vergibt seit dem Jahr 1985 finanzielle Mittel aus dem Kunstfonds „Kunstbesitz in der Ev.-Luth. Landeskirche Mecklenburgs“ heute "Fonds Kunstgut in der Ev.-Luth. Kirche Norddeutschlands / Kirchenkreis Mecklenburg" an andere Kirchengemeinden. Die Liste der Projekte umfasst Abendmahlsgeräte, Altarrestaurierung, Glockensanierung, historische Fenster, Wandmalereien, Kronleuchter, Skulpturen und Paramente. Der Fonds wird zum 35. Mal ausgeschrieben.

Der Kirchengemeinderat Bad Doberan hat auch für das Jahr 2020 einen Ausstattungsbetrag in Höhe von 5000 Euro aus den Einkünften der Münsterbesichtigung dem Fonds zugeteilt. Der Konvent an der Klosterkirche Bad Doberan hat satzungsgemäß den Auftrag, die Mittel auf Antrag durch die Kirchengemeinden in Form eines Förderbetrages zuzuweisen.

Gegenüber staatlichen Förder- oder Patronatsmitteln gelten die Zuweisungen als Eigenmittel. Kirchengemeinden können bis zum 20. Juni 2020 für die Restaurierung von Kunstgut im Besitz der örtlichen Kirche oder Kirchengemeinde Mittel beantragen (z.B. für Gemälde, Schnitzwerk, Glocken, Orgel, Fenster, Altargeräte).

Die Zuweisung wird zwei Jahre reserviert, bei längerfristigen Vorhaben kann verlängert werden. Der Antrag ist grundsätzlich auf dem Dienstweg über die Pröpste, bzw. Pröpstin zur Befürwortung zu stellen. Dem Antrag ist ein Kostenvoranschlag in Ablichtung für die betreffende Maßnahme, ein Finanzierungsplan und ein kurzer Bericht beizufügen. Aus dem Bericht sollte hervorgehen, wie die Kirchengemeinde finanziell gestellt ist, welche Aktivitäten sie selbst entfaltet hat und wodurch sie materiell belastet ist, damit der Konvent die Notwendigkeit der Förderung erkennen kann.

Zugesagte Mittel werden nach Vorlage der Rechnung (nur bestätigte Ablichtung) der Kirchengemeinde überwiesen. Der Zuwendungsbescheid gilt für 2 Jahre; in begründeten Fällen kann Verlängerung gewährt werden.

Anträge bitte an:

Konvent an der Klosterkirche Bad Doberan

z.Hd. Altsenior Carl-Christian Schmidt, (Pastor i.R)

Nienhäger Chaussee 6

18209 Bad Doberan.

 

 

Buch ab sofort im Münster erhältlich


kindermünsterführer

 

Das Buch ist ab sofort im Münster Bad Doberan zum Preis von 29,95 Euro erhältlich. Die Erlöse kommen der Baukasse des Münsters zugute.

344 Seiten zählt der Band über die Baugeschichte des Doberaner Münsters und enthält 13 Aufsätze. 360 historische und aktuelle Abbildungen finden sich in etwa in dem Buch:

„Das Doberaner Münster
Bau | Geschichte | Kontext“

Der Band geht unter anderem auf die bauliche Entwicklung des Kirchenbaus, die Stellung des Münsters in der Architektur- und Konstruktionsgeschichte, den Aufbau, die Transformation und Erhaltung des Münsters ein.

Anja Levien

Autoren und Beiträge des neuen Münsterbuchs


Die Autoren sind Wissenschaftler und Fachleute unterschiedlicher Fachdisziplinen, die sich in den letzten rund 15-20 Jahren intensiv mit dem Doberaner Münster bzw. den backsteingotischen Bauten in Norddeutschland befasst haben. Vorangesetzt ist ein Beitrag von Friedrich Schlie über die Geschichte des Klosters aus dem Jahr 1899.

Friedrich Schlie
Zur Geschichte der Zisterzienserabtei Doberan bis zur Auflösung in der Reformation


Jörg Ansorge/Torsten Rütz
Nur auf Sand gebaut?
Archäologische Beobachtungen im ›Untergrund‹ des Doberaner Münsters


Dirk Schumann
Die Klausur des Klosters Doberan
Bauarchäologische Befunde der Reste der östlichen Kreuzgangwand


Christian Kayser
Aus ‚schonen steynen‘ neu erbaut
Die Errichtung des gotischen Münsters im späten 13. Jahrhundert


Christian Kayser
Pfeiler, Bögen, Anker: Das Strebewerk des Münsters


Christian Kayser
Lübeck, Doberan, Schwerin, Rostock, Stralsund
Zur Stellung des Doberaner Münsters im Kontext zeitgenössischer Backsteinbasiliken


Tilo Schöfbeck
Das Dachwerk über dem Mittelschiff Des Doberaner Münsters
Ergebnisse der bauhistorischen Untersuchung


Martin Heider
Das Kloster im späten Mittelalter
Vom späten 15. Jahrhundert bis zur Reformationszeit


Martin Heider
Von der Klosterauflösung bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges
Die Geschichte des Klosterareals zwischen 1550 und 1648 nach zeitgenössischen Quellen


Martin Heider
Vom Kriegsende bis zur Gründung des Modebades
Die Geschichte des Klosterareals von 1648 bis um 1800 nach zeitgenössischen Quellen


Stefan Thiele
„Ein schönes Stück aus der alten Architektur“
Die Doberaner Klosterkirche als Gegenstand der Denkmalpflege im 19. und 20. Jahrhundert


Martin Heider
Baupflege am Doberaner Münster heute
Die Restaurierungsarbeiten in den Jahren 2001 bis 2019


 

Anhang

Dendrochronologische Datierungen

Martin Heider

Akten zur nachreformatorischen Baugeschichte der Doberaner Kirche und ihrer Nebengebäude

Quellennachweise für die Handschriften (in den Beiträgen von Martin Heider)

Bibliographie

 

 

Akten belegen: Kreuzgang wurde 1662 abgerissen


kindermünsterführer

 

Fortsetzung des Beitrags aus der OSTSEE-ZEITUNG


Was den Kreuzgang betrifft, von dem heute nur noch eine Mauer steht, konnten in dem Buch erstmals Befunde der Quellenforschung und der Bauforschung zusammengeführt werden. Dirk Schumann hatte sich 2008 bei der Sanierung der östlichen Kreuzgangwand mit deren Geschichte auseinandergesetzt. „Er hat die Gewölbeansätze ausgewertet und die Zugänge zu den einzelnen Räumen“, sagt Heider.

Der Kustos selbst hat in Akten von 1662 geforscht. In einer Akte habe er gelesen, dass der Kreuzgang in einem desolaten Zustand gewesen sei und versucht wurde, ihn zu sichern. „Eine zweite Akte sagt dann, das Gebäude ist so schadhaft, dass Herzog Christian Ludwig 1662 den Befehl zum Abriss erteilt hat.“

Das Studium der Akten – Heider lernte autodidaktisch die geschätzten 15 verschiedenen Schriftgruppen des 16. bis 18. Jahrhunderts lesen und verstehen – habe viele Wissenslücken schließen können. „Nach der Auflösung des Klosters 1552 übernahmen die Herzöge das Kloster. Darüber gibt es viele Akten, die bisher nicht ausgewertet wurden. Das habe ich mir zur Aufgabe gemacht.“

So habe er erfahren, dass viele Gebäude nicht gleich 1552 abgerissen worden sind, sondern noch bis zum Dreißigjährigen Krieg standen und umgenutzt wurden. „Räume im Kreuzgang wurden als Speisekammer genutzt“, sagt Martin Heider. „1580 gab es eine umfassende Sanierung des Münsterbaus. Das wussten wir, aber welchen Umfang konnten wir jetzt erst durch die Akten erkennen.“

 

Buch ist Werk ehrenamtlicher Arbeit

Die Arbeiten für das Buch haben die Autoren unentgeltlich und ehrenamtlich geleistet. Aufgrund der großzügigen finanziellen Unterstützung des Drucks dieses Bandes durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und durch die Stiftung der Ostseesparkasse Rostock sei unter anderem der Preis von 29,95 Euro möglich. Vergleichbare Fachpublikationen würden mehr als 50 Euro kosten, so Heider.


Abb. für die Webseite hinzugefügt: Im Buch erstmals veröffentlichte Akten samt Transkription - Akte aus dem Bestand des Landeshauptarchivs Schwerin – Schreiben von 1662, vermutlich vom Doberaner Küchenmeister an Herzog Christian Ludwig I., mit Bezug auf den mangelhaften Zustand des Refektoriums als Teil des Kreuzgangskomplexes.

 

 

Februar - Gottesdienste, Andachten und Führungen


Blick nach osten
Herzliche Einladung

Gottesdienste

Sonntags 9:30 – Evangelischer Gottesdienst (Gemeindezentrum)

Andachten
6.2.  8:00 Mette

20.2.  08:00 Mette
(Morgenandacht im Münster)

6.2.  19:30 Abendgebet mit TAIZÉ-Gesängen
(Katholische Kirche, Doberweg 19)

15.2.  21:00 Reisesegen vor der Fahrt nach TAIZÉ

Münster täglich geöffnet

Öffnungszeiten

Montag-Samstag: 10:00-16:00,
Sonn- und Feiertags: 11:00-16:00

Führungen

11:00 Täglich Münsterführung
Donnerstag mit anschließender Stadtführung

13:00 Täglich Gewölbe-, Turm- und Glockenführung


Sa 11:00 "Kinder führen Kinder"

 

 

 

Die Geheimnisse des Münsters – Neues Münsterbuch


kindermünsterführer

Martin Heider ist Mitherausgeber und Coautor des Buches „Das Bad Doberaner Münster – Bau, Geschichte, Kontext“, das ab sofort im Münster erhältlich ist (ebenso beim Imhof-Verlag und im Buchhandel).

kindermünsterführer

Grabungen 2018 im Münster: Archäologe Dr. Jörg Ansorge vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege von der Landesarchäologie entdeckt auch das Fundament der romanischen Kirche.

Am Mittwoch, 22. Januar 2020 berichtete die OSTSEE-ZEITUNG Bad Doberan über den neu erschienenen Band über die Baugeschichte des Klosters.


Autoren haben sich mit Baugeschichte und Architektur befasst.

Von Anja Levien

Bad Doberan. Im 13. Jahrhundert erbaut hat das Münster noch heute Geheimnisse, die keiner kennt. Doch einige haben Münster-Kustos Martin Heider und Architekt Dr. Christian Kayser jetzt aufgedeckt. In ihrem Buch „DAS DOBERANER MÜNSTER – BAU | GESCHICHTE |  KONTEXT“ haben sie zusammen mit anderen Autoren die neuen Erkenntnisse aus Bauforschung Kunstgeschichte, Archäologie, Architektur und Statik zusammengeführt.

In den vergangenen Jahren wurden im Bad Doberaner Münster die Fundamente der Vorgängerkirche freigelegt, der Innenraum wurde vermessen und in 3D sichtbar gemacht, der Dachstuhl genauestens untersucht. Kustos Martin Heider hat zudem Akten aus der Zeit vom 16. bis 18. Jahrhundert, die im Landesarchiv Schwerin liegen, akribisch durchgearbeitet.

„Die dendrologischen Untersuchungen im Dachstuhl haben ergeben, dass das Münster im Rohbau früher fertig war als erwartet“, sagt Martin Heider. Dr. Tilo Schöfbeck erläutert das im Kapitel „Das Dachwerk über dem Mittelschiff des Doberaner Münsters – Ergebnisse der bauhistorischen Untersuchung“.

 

Vergleich mit anderen Backsteinbasiliken

Einen größeren Teil des Werks nimmt der Vergleich des Doberaner Münsters mit anderen Backsteinbasiliken in Norddeutschland ein, darunter der Dom in Lübeck und die Nikolaikirche in Stralsund. „Dr. Christian Kayser hat die Gebäude betrachtet – wann welches entstanden ist.“ Dabei habe der Architekt erfahren, „der Bau in Doberan war früher begonnen worden als der der Marienkirche in Rostock oder der Schweriner Dom und wurde früher fertig als in Lübeck“, so Heider. Mit Skizzen und Fotos wird die Bauabfolge bildlich dargestellt.

Weitere Erkenntnis: „Die romanische Kirche stand und drum herum wurde das Münster gemauert.“ Das sei schon immer vermutet worden, aber Spuren am Bauwerk, die Kayser gesucht und gefunden habe, liefern handfeste Beweise dafür. Beispielsweise weisen die Wartesteine am Bauwerk darauf hin. „Es gibt bisher kein Schriftstück, das den Aufbau des Münsters so detailliert beschreibt“, sagt Martin Heider. Zwar gebe es ein Buch von 1958 und einzelne Aufsätze zu dem Thema, aber nichts, was es mit Bildern und Zeichnungen so anschaulich darstelle.

Genauer eingegangen wird in dem Buch ebenso auf die Ausgrabungen, die 2018 im Münster stattfanden. Dr. Jörg Ansorge und Torsten Rütz schildern im Kapitel „Nur auf Sand gebaut?“ ihre archäologischen Beobachtungen im Untergrund des Münsters. „Untersuchungen im Fußbodenbereich ergaben neue Erkenntnisse über die romanische Vorgängerkirche“, sagt Martin Heider. „Sie war länger und breiter als bisher gedacht.“

Fortsetzung des Beitrags >

(Fotos: Anja Levien)

 

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.