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Aus dem neuen Band Baugeschichte vorgestellt (1)


baugeschichte münster

(Bildausschnitt des Einbandes)

Das Buch ist erhältlich an der Münsterkasse oder im Onlineshop

Vorbestellungen sind möglich.

Der Preis beträgt 29,95 Euro.

Mitte Januar erscheint ein umfänglicher Band über die Baugeschichte des Münsters. Ein Einblick in den Beitrag: "Das Kloster Doberan im späten Mittelalter - Vom späten 15. Jahrhundert bis zur Reformationszeit.":

Eine wertvolle Grundlage zur Rekonstruktion der in Doberan im späten Mittelalter vorhandenen Gebäude samt Ausstattung ist neben anderen Quellen wie dem Teilungsregister vom 4. November 1557 das Inventarium vom Tag der Klosterauflösung, dem 7. März 1552. Leider macht es keine Aussagen zum Zustand der Gebäude und benennt im Wesentlichen die noch vorhandene Ausstattung. Auch wenn die Liste unvollständig ist, da nur die Gebäude bzw. Räumlichkeiten aufgeführt zu sein scheinen, die für das Fürstenhaus relevantes Inventar beinhalteten, lässt die systematische Aufstellung wichtige Rückschlüsse auf den erhaltenen Gebäudebestand zu. Es zeugt vom letztgültigen Ausbaustand der Zisterze vor der Auflösung.

Tatsächlich dürfte der in dem Inventar aufgenommene spätmittelalterliche Baubestand in weiten Zügen der Anlage des 14. und 15. Jahrhunderts entsprechen. Die Akten wie auch die (bescheidenen) baulichen Befunde an den erhaltenen Fragmenten lassen den Schluss zu, dass nach der Errichtung der Anlage in der Blütezeit des späten 13. und frühen 14. Jahrhunderts eine Zeit verhältnismäßig geringer baulicher Aktivität folgte.

Grundlage für die baulichen Aktivitäten des Klosters war die wirtschaftliche Leistungskraft. Das Generalkapitel der Zisterzienser schätzte diese im Jahr 1460 als Grundlage der Ordensabgabe der Klöster ein.

Diese Quelle ermöglicht somit auch, die Leistungsfähigkeit der nach wie vor bedeutenden Doberaner Zisterze im Kontext anderer Abteien einzuordnen:

Im Abgabenbuch des Ordens ist Walkenried mit 25, Doberan immerhin mit 15, Loccum mit 7 und Amelungsborn mit nur 4 Pfund jährlich veranlagt.

 

 

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