Die Ausstattung des Münsters in den frühneuzeitlichen Quellen
Preis:
37,00 €
Ein neuer 336seitiger Band über das Doberaner Münster ist nach mehrjähriger Recherchearbeit erschienen. Das Buch von Münsterkustos Martin Heider befasst sich mit den schriftlichen Quellen aus der frühen Neuzeit die Aussagen zur bedeutenden Innenausstattung beinhalten. Es enthält überwiegend unveröffentlichte Originaltexte samt Erläuterungen und somit viele weitere neue Erkenntnisse.
Es basiert auf einer systematischen Auswertung der umfangreichen Archivalien. Der überwiegende Anteil der untersuchten Akten befindet sich im Landeshauptarchiv Schwerin. Die Ausstattung des Münsters spielt in diesen Archivalien grundsätzlich eine untergeordnete Rolle. Schätzungsweise liegt das Verhältnis zwischen bauwerksbezogenen und ausstattungsbezogenen schriftlichen Quellen bei 30:1. Untersucht man jedoch sukzessive die zehntausende Seiten umfassenden Aktenbestände, lohnt das Ergebnis bezüglich der Kirchenausstattung durchaus.
Ziel dieses Bandes ist es, die mitunter schwer lesbaren originalen Akteninhalte und Urkunden einer interessierten Leserschaft zugänglich zu machen. Auch soll er der weiteren wissenschaftlichen Auseinandersetzung dienen.
Zu lesen ist beispielsweise, welche Reliquien, Ornate und Messgewänder das Kloster zur Klosterauflösung besaß, wie später auf fürstlichen Befehl durch den Umbau des mittelalterlichen Levitengestühls ein neuer evangelischer Beichtstuhl entstand und wann die Altarretabel des Kreuzaltars vom monumentalen Triumphkreuz getrennt und unter das Westfenster versetzt wurden. Der Mangel an Finanzen zwang die Verantwortlichen oft, das vorhandene Kapital und Material vom 16. bis zum späten 18. Jahrhundert in das stark sanierungsbedürftige Kirchengebäude zu investieren, weshalb vergleichsweise wenig in die Ausstattung investiert werden konnte und diese weitestgehend unangetastet in einzigartiger Weise erhalten blieb.


Impressum:
Martin Heider: „Die Ausstattung des Doberaner Münsters in den frühneuzeitlichen Quellen“. 1. Auflage, Bad Doberan 2024, 336 Seiten, Preis: 37,00 €, ISBN 978-3-911615-00-6.
Herausgeber: Münsterverwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan.
Die Publikation ist nur im Doberaner Münster erhältlich und kann zzgl. der Versandkosten hier im Online-Shop oder per E-Mail bestellt werden:
Das Doberaner Münster im Dreißigjährigen Krieg
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Gewölbesanierung im Südquerhaus beendet – Gerüstumbau

Im Südquerhaus des Doberaner Münsters wurde kürzlich der vierte Abschnitt der umfassenden Deckengewölbesanierung und die konservatorische Sicherung der historischen Wandfassungen beendet. Die Maßnahme ist Teil der großen Sanierungsphase 2022–2027, deren Schwerpunkt auf der Sicherung und konservatorischen Instandsetzung der mittelalterlichen Gewölbe liegt.
Die Gerüste für diese Baumaßnahme werden gegenwärtig im Südquerhaus abgebaut und parallel im Nordquerhaus, ebenfalls für die Ausführung dieser Maßnahmen, wieder errichtet.
Die Gewölbesanierung wurde notwendig, weil sich erneut Risse und Schäden in den mittelalterlichen Backsteingewölben gebildet hatten. Ursache waren vor allem langsame Auswärtsbewegungen der hohen Außenwände unter dem seitlichen Schub des Dachwerks sowie korrodierende historische Eisenkeile, deren Rostbildung das Gewölbemauerwerk zusätzlich schädigte.
Durch die statische Sicherung mit Edelstahlzugankern seit dem Jahr 2008 und die nun seit 2022 laufende anschließende konservatorische Bearbeitung der Gewölbe sollen Tragfähigkeit, Putz und historische Fassung dauerhaft erhalten werden.
Zu den Arbeiten gehörte auch die Erweiterung der Wasserauffangvorrichtungen auf den Innenseiten der Fenster. Sie dienen dazu, Feuchteeinträge durch Schlagregen oder Schwitzwasser mehr Auffangvolumen zu geben und über mittelalterliche Röhren in den Fensterbänken kontrolliert nach außen abzuleiten.
Das Problem bestand darin, dass durch Schlagregen durch die feinen Ritzen der Bleiverglasung eindringendes oder kondensierendes Wasser nicht ausreichend aufgefangen beziehungsweise abgeführt werden konnte. Dadurch bestand die Gefahr der Schädigung der Farbfassung der Wandflächen und der benachbarten Innenausstattung durch wiederholt in den Innenraum eindringendes Wasser.
Die Gewölbesanierung und weitere zum Bauabschnitt gehörende Maßnahmen werden von der Bundesrepublik Deutschland (Sonderprogramm für national bedeutende Kulturdenkmäler in Ostdeutschland, gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien) und dem Kirchenkreis Mecklenburg innerhalb der Nordkirche (Patronatsmittel) gefördert. Einen wesentlichen Anteil am Eigenanteil des Münsterhaushaltes der Kirchengemeinde tragen zahlreiche Spenderinnen und Spender sowie Patinnen und Paten aus ganz Deutschland und darüber hinaus; auch der Münsterbauverein Bad Doberan e. V. unterstützte die Spendenaktion deutlich. Seit Beginn der Aktion im Juli 2022 kamen für die vier Gewölbebauabschnitte insgesamt rund 217.646 Euro zusammen.
Martin Heider
Glockenanlage durch Blitzeinschlag beschädigt

Manche Doberanerinnen und Doberaner wundern sich vermutlich, warum nicht wie gewohnt täglich dreimal zu den Tageszeiten geläutet wird und zu Gottesdiensten und Veranstaltungen nur ein reduziertes Geläut zu hören ist. Ein starker Blitzeinschlag am 20.07.2026 verursachte Schäden an der Glockensteuerung sowie an weiteren elektrischen Anlagen im und um das Münster.
Überspannungsschutzschalter haben dabei offenbar größere Schäden verhindert. Udo Griwahn aus Grimmen, Elektromeister und Fachhandwerker für Turmuhren- und Läuteanlagenbau, betreut die Uhr- und Läuteanlage im Münster. Er überprüfte die Glockenanlage wenige Tage nach deren Ausfall. Da es Newsletter-Leser gibt, die an technischen Details interessiert sind, veröffentlichen wir diese hiermit:
Nach dem Wiedereinschalten der Hauptsicherungen am Tag nach dem Blitzschlag ließen sich drei der vier Glocken von Hand einschalten. Die große Glocke und die Schaltuhr funktionierten jedoch nicht. Beim Öffnen der Schaltuhr, wenige Tage nach dem Ereignis, stellte Udo Griwahn einen beißenden Geruch fest. Offenbar wurde die Spannungsversorgung der Uhr auf der Leiterplatte beschädigt. Der Transformator auf der Leiterplatte hat sich verfärbt und verformt. Die Feinsicherung der Schaltuhr löste nach dem Blitzschlag aus und spricht auch nach dem Austausch der Sicherung weiterhin wiederholt an.
Auch die Steuer-und Leistungsplatine der großen Glocke ist durchgebrannt. Im Leistungsbereich der Leiterplatte ist ein sichtbarer Spannungsüberschlag erkennbar. Ein Varistor ist explodiert und hat Schmauchspuren hinterlassen. Die Leiterplatte wurde ausgebaut und der Münsterverwaltung übergeben. Grundsätzlich arbeiten die elektrischen Glockenantriebe auf zwei Spannungsebenen:
Der Steuerungsteil arbeitet mit 230 V Wechselspannung („Lichtstrom“); Dazu gehören die Glockenschalter und die Schaltuhr unten in der Kirche sowie die Spannungsversorgung der Steuerplatinen oben in der Glockenstube. Jede Glocke verfügt über eine Steuerplatine und einen elektronischen Geber, der sich am jeweiligen Motor befindet.
9.940 Euro fürs Hauptportal gespendet – 66 % vom Spendenziel


Auf der Internetseite vrbankmecklenburg.de/doberanermuenster läuft seit dem 13. Juli 2026 noch bis Ende Ojtober 2026 die Spendenphase der gemeinsamen Crowdfunding-Aktion der VR-Bank Mecklenburg und des Münsterbauvereins Bad Doberan.
Lag der Spendenstand vor einem Monat noch bei 3.315 Euro (22 % vom Spendenziel) sind nun bereits 9.940 Euro gespendet (66 % vom Spendenziel). Wir hoffen auf weitere Spenden und danken für jede Unterstützung!
Haben wir in den letzten beiden Newsletterausgaben die Bedeutung des Portals erläutert und worum es in diesem Projekt geht und warum der Münsterbauverein Bad Doberan dieses Projekt für wichtig hält, möchten wir nun über die Gestaltung des Portals berichten:
Das Portal-Mauerwerk
Baulich architektonisch handelt es sich um einen hohen, schlank proportionierten Spitzbogen in dem Bereich, in dem einst das Mönchshaus der Klausur und Kreuzgangsanlage an die Kirche stieß.
Er hat ein mehrfach gestuftes Gewände. Der Bogen springt in mehreren hintereinanderliegenden Staffelungen zurück und erzeugt eine deutliche Tiefenwirkung.
Er ist aus sauber zugeschnittenen Formziegeln gemauert, mit klar profilierten Kanten (Fasen, Kehlen), die die Stufung des Gewändes plastisch hervorheben. Die Profilierung ist so geführt, dass sich Licht-Schatten-Kontraste stark ausprägen – typisch für die neogotische Schärfung mittelalterlicher Formen.
Im Steinformat, farblich und im Fugenbild passt sich der Einbau an das bestehende mittelalterliche Backsteinmauerwerk an.
Die klare Profilierung und die strengere Stufung zeugen von der Entstehung in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Die eigentliche Türanlage und deren Holzarbeiten
Die zweiflügelige eichene Portaltür mit Maßwerk, Schnitzwerk und der Erzengel-Michaels-Figur wurde 1855 vom Bildhauer Jacob Alberty gefertigt. Alberty war vor allem in Berlin tätig. Er wurde 1811 in Berlin geboren und schuf weitere sakrale und baugebundene plastische Arbeiten im Umfeld der preußisch-schinkelschen Tradition. Die Türanlage besteht aus einer zweiflügeligen Eichenholztür, die den Portalrahmen vollständig ausfüllt und bündig in der Gewändetiefe sitzt. Die Türblätter sind vertikal gegliedert, indem kräftige,
gekehlte Rahmenhölzer die Fläche in mehrere hochrechteckige Felder teilen, sodass die Tür selbst wie ein kleines Architekturgerüst
wirkt. In den oberen Zonen der Türflügel greifen maßwerkartig ausgebildete Felder die Form des Spitzbogens auf, sei es durch spitzbogige Ausschnitte oder durch entsprechend profilierte Blendfelder.
Die Füllungen der einzelnen Felder liegen leicht zurück und sind mit fein profilierten Leisten eingefasst, wodurch ein lebhaftes Wechselspiel von Licht und Schatten entsteht. Insgesamt ist die Holzarbeit mit Maßwerk und Blattornamentik sorgfältig auf die Backsteinarchitektur des Portals abgestimmt.
Spenden für das Hauptportal des Münsters
Spenden erbitten wir über den Crowdfunding-Link vrbankmecklenburg.de/doberanermuenster oder den ebenfalls dorthin verlinkenden QR-Code im obenstehenden Plakat
oder alternativ auf das Konto des Münsterbauvereins Bad Doberan e.V. IBAN: DE69 1406 1308 0002 3032 56 BIC: GENODEF1GUE Verwendungszweck: Münsterportal Spenden sind steuerlich absetzbar. Gerne stellen wir Spendenquittungen aus!
Herzlichen Dank für jegliche Unterstützung!

Das hier dargestellte Foto entstand vor rund 20 Jahren.
Aktuell ist das Portal teilweise durch Gerüste für die Fassadensanierung verdeckt.
06.09. 2026 Katholische Wallfahrt im Doberaner Münster

Wallfahrt im Jahr 1981 Foto: Werner Murawski, Rostock, veröffentlicht im Buch: Martin Heider: Die Geschichte von Althof. Von der Gründung des Klosters Doberan bis in die Gegenwart, 328 Seiten, 534 überwiegend unveröffentlichte !bbildungen, Preis: 29,95 €. Erhältlich an der Münsterkasse.
Am Sonntag, dem 6. September 2026 lädt die Katholische Pfarrei Herz Jesu Rostock unter dem Leitwort „Selig seid ihr“ herzlich zur Wallfahrt in das Doberaner Münster ein.
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8:45 |
Andacht in der Kapelle Althof |
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9:30 |
Pilgerfrühstück in St. Marien/St. Bernhard, Bad Doberan |
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11:00 |
Eucharistiefeier im Doberaner Münster, zugleich Kinderkirche |
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12:30 |
Begegnung und Picknick; Versorgung durch den Abschlussjahrgang der Don-Bosco-Schule |
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14:00 |
Musik für Chor und zwei Orgeln: Louis Vierne, Messe solennelle |
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14:45 |
Abschlussandacht |
13.09.2026 – Tag des offenen Denkmals in und rund um das Münster

Der bundesweite Tag des offenen Denkmals 2026 steht unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ und findet deutschlandweit am 13; September statt.
Am Sonntag, dem 13. September 2026, ist das Doberaner Münster von 11:00 bis 17:00 Uhr ohne Besichtigungsbeitrag geöffnet. Stattdessen wird um Spenden für die Restaurierung des Hauptportals gebeten.
Münsterführungen finden um 11:00 Uhr und 14:00 Uhr statt. Eine Deckengewölbe-, Turm-und Glockenführung wird um 13:00 Uhr angeboten.
Außerordentlich ist das Beinhaus von 12:00 bis 15:00 Uhr geöffnet, es gibt Kurzführungen.
Im Umfeld des Münsters wird im Stadt-und Bädermuseum im Möckelhaus die klostergeschichtliche !usstellung „ORA ET LAORA ET LEGE – Darstellung von Klöstern in Schriften, Briefmarken und Medaillen“ eröffnet.
Die Backhausmühle im Wirtschaftsgebäude ist von 11:00 bis 16:00 Uhr zur Besichtigung geöffnet. Der Eingang erfolgt von der Festwiese aus.
Münsterkonzerte im September 2026
Münsterklänge - hörbarer Glaube aus Tradition
Seit über 800 Jahren gibt es eine ununterbrochene kirchenmusikalische Praxis in Bad Doberan und bereits seit der Klosterzeit die Pflege der Orgelmusik. Dort, wo früher Zisterziensermönche ihre klösterlichen Gesänge anstimmten, erklingen heute in einzigartiger Akustik viele verschiedene Instrumente und Musikstile. Herzliche Einladung zu folgenden fünf Geistlichen Abendmusiken im September 2026.
04. September 2026 19:30
FRAU MUSICA SINGT
Geistliche und weltliche a-cappella-Werke von der Renaissance bis zur Moderne
mit Werken von Georges Bizet, Enrique Crespo, Louis Moreau Gottschalk u.a.
Athos Ensemble:
Angelika Lenter (Sopran)
Sandra Stahlheber (Alt)
Hannes Wagner (Tenor)
Christian Dahm (Bass)

Eintritt frei -Spende erbeten
11. September 2026 19:30
CHOR & ORGEL
Ökumenisches Chorprojekt mit Werken von Bach, Beethoven, Tambling, Schütz, Franck u.a.
Kantoreien des Ökumenischen Chorprojektes Bad Doberan (Leitung & Orgel: Werner Koch, Andreas Hain)

Eintritt frei -Spende erbeten
18. September 2026 19:30
ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE
MYSTIK UND POESIE TREFFEN AUF KLANGIMPRESSIONEN, ORGEL UND SAXOPHON EINGEBETTET IN GEISTLICHE MUSIK
Hans-Walter Putze Gongs, Schlag- & Klanginstrumente
Michael Oliver Stemmer Saxofon & Orgel

Eintritt: 12,-(Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei)
25. September 2026 19:30
FESTLICHE ORGEL-DUO-KLÄNGE
ORGELKONZERT FÜR 4 HÄNDE, 4 FÜSSE & 2 ORGELN
mit Werken von Händel, Rinck, Elgar, Mendelssohn u.a. Stuttgarter Orgel-Duo:
Andrea-Ulrike Schneller & Hans-Rudolf Krüger (Orgel

Eintritt: 12,-(Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei)
Weitere Münsterkonzerte von Oktober bis Dezember
Samstag 10.10.26 um 18.00 ①
GOSPEL MASS (Robert Ray) – Ökumenisches Chorprojekt
Gospelchöre aus der Region singen zur Doberaner Kulturnacht
Sonntag 18.10.26 um 17 Uhr ① Zusatzkonzert außerhalb der regulären Konzertreihe:
Benefizkonzert zugunsten der Restaurierung des Hauptportals
KONZERT FÜR ORGEL, TROMPETE, HORN
An der Orgel: Werner Lamm (Hamburg) Trompete, Flügelhorn und hohes Horn: Boris Havkin (Hamburg)
Samstag 21.11.26 um 17.00 ①
MESSE G-DUR (Franz Schubert) – Chor & Orchester
Kath. Regionalchor & Projektorchester, Werner Koch Leitung
Sonntag 29.11.26 um 17.00 ·①
BLÄSERMUSIK – 1. Advent
Brassfreunde Mecklenburg-Vorpommern
Samstag 12.12.26 um 17.00 ·①
MAGNIFICAT – Marianische Motetten a cappella
Kammerchor der Region Bad Doberan
Mittwoch 16.12.26 um 19.00 ①
WEIHNACHTSKONZERT
Shantychor Reriker Heulbojen
Donnerstag 17.12.26 um 19.00 ·①
WEIHNACHTSKONZERT – Schulkonzert
Schülerinnen und Schüler des Friderico-Francisceum Gymnasiums Bad Doberan
Freitag 18.12.26 um 19.00 ①
QUEMPAS – Weihnachtsliedersingen mit Chören
Ökumenisches Chorprojekt mit Chören & Bläsern aus der Region
Mittwoch 30.12.26 um 17.00 ②
ORGELMUSIK – Zum Jahresausklang
Matthias Bonner Orgel
① Eintritt frei, Spende erbeten
② Eintritt: € 12,–
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben zu allen Veranstaltungen freien Eintritt.
Einen Gesamtüberblick aller Konzerte in 2026 erhalten Sie hier 〉 〉
Doberaner Klostertage 2026

Vom 18. bis 20. September 2026 finden in Bad Doberan die Doberaner Klostertage unter dem Titel „Mütter und Töchter – die Beziehungen der Zisterzienserklöster untereinander” statt.
Im Mittelpunkt steht die Beziehung Doberans zu seinem Mutterkloster Amelungsborn sowie zu den Tochterklöstern Dargun und Pelplin.
Zu den Gästen zählen Vertreter:innen aller drei Klöster, darunter auch ein Vertreter:innen des polnischen Partnerklosters Pelplin.
Zum Download: Flyer Doberaner Klostertage 2026
Gottesdienste und Andachten im September 2026

Zu den Gottesdiensten und Andachten lädt das Münstergeläut zum Lobe Gottes ein.
Herzliche Einladung zu folgenden Gottesdiensten und Andachten:
Sonntags (außer 06. u. 20.09.)
9.30 Uhr – Evangelischer Gottesdienst (im Münster)
Sonntag 06.09.26 – 11.00 Uhr Katholische Wallfahrt im Münster
Sonntag 20.09.2026 – 11.00 Uhr Familiengottesdienst in Althof
Mittwochs – 12.00 Uhr Mittagsgebet mit Orgelmusik (Münster)
Donnerstag 03.09.2026
8.00 Uhr – Mette (Morgenandacht im Münster)
19.30 Uhr – Abendgebet mit Taizégesängen (Münster)
Samstags
19.00 Uhr – Abendandacht (Kapelle Heiligendamm)
Weitere Veranstaltungen der Ev.-Luth. Kirchengemeinde – u.a. die Andachten in den Pflegeheimen und in der Rehabilitationsklinik „Moorbad“, Junge Gemeinde, Angebote für Kinder, Musikalische Gruppen, Bibel- und Männerkreis – unter https://www.muenstergemeinde-doberan.de/
Aus der Klostergeschichte: Der Doberaner Münzfund von 1804
Einleitung
An den Ruinen des Kreuzganges links am Weg zum Eingang des Münsters kündet ein großer Gedenkstein von einem Münzfund. Auf diesem kann man folgenden Text lesen:
„Hier an dieser Stelle ist am 12; November 1805 beim Nachgraben zwischen den alten
Klosterfundamenten gefunden worden: 1 päbstl. Münze, in der Grösse eines Guldens, 5 Louisdor an Gewicht, 1 dito etwas kleiner, aber dicker, von gleichem Gewicht und Stück, 12 doppelte Dukaten vom Gewicht eines Louisdors, 38 Stück päbstliche Dukaten, 133 dito, dito, 16 Species-Thaler In der Kruke mit Oese 112 Species-Thaler und 345 grosse dito. 275 kleine Silberstücke nach den Rostocker Schillingen In der Kruke ohne Henkel 3130 Silberstücke Am 14. November 1805 1 päbstl. Dukaten“
Viele Besucher verweilen schon für einige Minuten am Gedenkstein und studieren das linksseitig stehende Hinweisschild, bevor sie das Münster betreten. Nicht selten wird gefragt, wo die Münzen aus dem Fund geblieben sind. Doch ihre Frage bleibt oft unbeantwortet.
Zum Jahresende 1983/84 haben sich die Mitglieder der Fachgruppe Numismatik im Kulturbund der DDR-Bad Doberan Gedanken gemacht, wie sie die Informationslücken über den Münzfund schließen könnten. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die ganz gezielt Informationen zum Thema zusammentragen sollte, um zu einem späteren Zeitpunkt eine Veröffentlichung in Buchform zu erarbeiten.
Die Grundlagen bildeten hierbei die akribischen Auswertungen archivierter Originalakten, Protokolle, Beschreibungen und Urkunden aus den Archiven und Museen des Landes, des Kreises, der Kirche und der Stadt. Da der Münzfund in seiner Gesamtheit schon in der Zeit kurz nach seiner Hebung auseinandergerissen wurde, nur Teile der Goldmünzen in die Großherzogliche Sammlung integriert und Großteile ohne schriftliche Nachweise verkauft oder versteigert worden sind, ist eine bildhafte Darstellung dieser originalen Fundmünzen schon 1994 nicht möglich gewesen. So entschied man sich damals für eine Publikation ohne Münzabbildungen.
Auf nachfolgenden Tafeln können die Doberaner Münzfreunde nun eine Auswahl an silbernen Münz-typen in Originalgröße zeigen, welche tatsächlich im Münzfund vertreten waren. So hat der Betrachter die Möglichkeit, diese kleinen, auch kulturhistorisch wertvollen Denkmale aus Metall besser kennenzulernen.
Fundumstände des Münzschatzes
Mit der Gründung des ersten deutschen Seebades 1793 in Heiligendamm bei Doberan wurde der Bau einer Chaussee von Doberan nach Heiligendamm erforderlich. Dieser Bau begann mit der Erweiterung des „Grünen“ oder „Rostocker Tores“ in der Ringmauer des Klosters/ Das Tor liegt im östlichen Teil der Mauer gegenüber dem Buchenberg. Im Zuge der Arbeiten an der Chaussee (Fahrweg), die in annähernder Ost-West Richtung südlich der Klosterkirche durch das Klostergelände führt, stieß man auf Reste alter Fundamente.
Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg hatte ein starkes Interesse an den Altertümern seines Landes und förderte zielgerichtete Grabungen. Daraus resultiert auch seine Weisung an das Amt
Doberan, Untersuchungen an den festgestellten Fundamenten und weiteren „Erhebungen“ im
sogenannten Ziergarten durchzuführen. Ein großer Teil des von den Mauern umschlossenen Klostergeländes war in den Jahren vor Beginn der Grabungen als Englischer Garten angelegt worden. Der genaue Zeitpunkt des Beginns der Grabungen ist nicht bekannt. Offensichtlich ist aber, dass die Arbeiten über einen längeren Zeitraum vor dem 13.11.1804 erfolgten.


Im Zusammenhang mit diesen Ausgrabungen wurden Münzen gefunden.
Darüber informieren die Herren Heuckendorff, Schumacher, Wuesthoff und Wachenhusen in drei Berichten vom 13. und 14.11. sowie am 6.12.1804. Daraus geht hervor, dass mit den Ausgrabungen die Tagelöhner Johann Boldt, Hans Upplegger, Krohn, Schaaren, Buhrmeister und Buhr unter Aufsicht des Amtslandreiters Krieg beschäftigt waren. Am 13.11.1804 gegen 17.00 Uhr meldeten diese dem Amtsverwalter Heuckendorff, dass sie rechter Hand an den Fahrwegen zum Buchenberg-Tor (Rostocker Tor) einige Goldmünzen und beim sofortigen Nachsehen an der unmittelbaren Fundstelle eine kupferne Dose mit Deckel und zwei irdene Gefässe (Kruken) gefunden hätten, in denen Gold-und Silbermünzen enthalten waren. Heuckendorff übergab den Fund dem Amtmann Schumacher. Dieser wies an, dass der Amtshauptmann Wachenhusen den Fundort aufsucht.
Die Fundstelle war 16 – 18 Zoll tief, sandig und lag unter einem alten Fußboden nahe den Fundamenten. Da es bereits anfing, dunkel zu werden, wurde Krieg beauftragt, mit Hilfe einiger Tagelöhner und des Gerichtsdieners Junge über Nacht am Fundort wache zu halten. Obgleich man keinen Grund hatte, die Ehrlichkeit der Tagelöhner anzuzweifeln, wurden diese kontrolliert (visitiret), ob sie sich nicht einige Münzen angeeignet hätten. Dies traf aber nicht zu.
Noch am selben Abend wurde im Hause des Amtmanns Schumacher der Fund näher untersucht und ein Register angelegt.
Ein Vergleich dieses Registers mit der Inschrift des Gedenksteines lässt außer der falschen Jahresangabe noch weitere Differenzen erkennen/ So wurden augenscheinlich aus „1 ein halb dito“ durch die zahlenmäßige Darstellung „112 Species-Thaler“/ Offenbar wurde das erste Inventar beim Abschreiben später verkürzt, wobei aus 1 ½ Thaler durch Zusammenrücken der Ziffern „112 Species-Thaler“ wurden/ !us „545 Stueck in der Groesse 1/3 und 1/6 Rthl“ des Inventars wurde „und 345 grosse dito“ auf der Tafel.
Bemerkenswert ist, dass Lisch (1841) diese Differenzen zwischen Inventarlisten und Inschriften des Gedenksteines entgangen sind. Zudem ist in der Wiedergabe der Gedenksteininschrift bei Lisch ein weiterer Fehler entstanden/ Statt „3130 Silberstuecke“ sind dort nur „313 Silberstuecke“ genannt/
Schumacher äußert die Ansicht, dass die Hälse der Krüge entweder schon beim Einsturz dieses Klostergebäudes oder beim Nachgraben abgebrochen und die herumliegenden Münzen herausgefallen waren.
Am 14.11.1804 gegen 10.00 Uhr wird der Amtslandreiter Krieg zum Herzog gesandt, um diesem die aufgefundenen Münzen einschließlich der Fundgefäße und den Bericht vom 14.11., unterzeichnet von Wachenhusen, Schumacher und Wuesthoff, sowie das erwähnte Register zu überbringen. Mit der weiteren Aufsicht der Tagelöhner bei den Grabungsarbeiten wird der herzogliche Gärtner Nussbaum aus Doberan beauftragt.
Zum Verbleib des Fundes
Wie bereits erwähnt, wurde am 14.11.1804 der Amtsreiter Krieg zum Herzog gesandt, um diesen die aufgefundenen Münzen einschließlich der Fundgefäße zu überbringen. Am 13.11.1804 wurde als Aufenthaltsort des Herzogs Gelbensande erwähnt, am 14.11.1804 Hirschburg (herzogliches Jagdschloss zwischen Ribnitz-Damgarten und Graal-Müritz). Es ist nicht Anliegen dieser Arbeit, die exakten Übergabedaten und -orte zu bestimmen; Tatsache ist aber, dass der gesamte Fund nach Ludwigslust überführt wurde. Dort sollte er in die bereits vorhandene herzogliche Münzsammlung eingegliedert werden. Dazu war aber eine exakte Bestimmung der Münzen notwendig. Diese erfolgte, indem ein nicht bekannter Verfasser in einem undatierten „atalogus von denen in den Ruinen des verwüsteten Klosters Dobberen bey Aufgrabung derselben am 13. und 16. November 1804 gefundene goldene und silberne Münzen;“ eine detaillierte Beschreibung der Silbermünzen vornahm.
Auf einer Seite des „atalogus“ ist vermerkt: „Die Goldmünzen hat der Cammerherr von Oertzen die Güte gehabt zu beschreiben, und ist diesem Catalogus beygelegt.“ Doch ist die Beschreibung der Goldmünzen in diesem „atalogus“ nicht vorhanden. In den Akten befindet sich nur ein Blatt, auf dem neun Goldmünzen beschrieben sind, darunter die beiden portugiesischen Münzen, die Heuckendorff in seinem Register vom 13.11.804 erwähnt.
Fundort
Der heutige Lageort des Gedenksteines markiert nicht mehr den Fundort. Der Stein wurde für den Bau des Parkplatzes 1970 umgesetzt. Denkt man sich von der Ostseite des Münsters, in der Höhe der ersten Seitenkapelle, eine gerade Linie in südlicher Richtung in einer Länge von ca. 53 m und verfolgt diese bis etwa über die Hälfte des Parkplatzes, so dass man in westlicher Richtung an der vorderen Fassade des Küsterhauses gerade vorbeisehen kann, ist der Platz erreicht, an dem erwähnter Anbau stand und der Gedenkstein ursprünglich lag, also der Fundort des Doberaner Münzfundes von 1804. Ob sich in dem Anbau die alte Schatzkammer oder die Rentmeister-Zelle befand, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Auf jeden Fall hatte der Anbau relativ starke Fundamente, die einen massiven Bau tragen konnten.

Für weitere Hinweise und Nachfragen
Kontakt: INTERESSENGEMEINSCHAFT DOBERANER MÜNZFREUNDE E-Mail: doberaner-muenzfreunde@web.de
Die Grundlage dieser Abhandlung bildet das Buch „Der Doberaner Münzfund von 1804“, herausgegeben vom den Doberaner Münzfreunden e.V. im Kulturbund, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, Bad Doberan 1994, Autorenkollektiv um Jürgen Hamann, Mitautoren: Klaus Börner, Heinz Decker und Paul Janou. Mit freundlicher Unterstützung von Rolf Mohr.
Durch die Initiative der Doberaner Münzfreunde wurde in Kooperation mit der Münsterverwaltung die Lesbarkeit der Informationstafel am Gedenkstein verbessert und ein QR-Code angebracht, der den Interessierten vor Ort vom Handy oder anderen Endgeräten aus den Link auf die oben veröffentlichten Informationen ermöglicht.

Hort der Münsterschule unterstützt Deckengewölbesanierung

Der Hortleiter der Christlichen Münsterschule Bad Doberan, Emanuel Loch, hat im Rahmen des Schülerprojekts „Kleine Kirchenentdecker auf großer Tour“ eine GoFundMe-Aktion zugunsten der Deckengewölbe initiiert. Das Spendenziel wurde mit 760 Euro übertroffen!
Im Rahmen der Projektwoche „Kleine Kirchenentdecker auf großer Tour“ initiierte der Hortleiter der Christlichen Münsterschule Bad Doberan, Emanuel Loch, eine Spendenaktion zugunsten der Sanierung des Deckengewölbes im Doberaner Münster.
Im Onlineaufruf wurde besonders die geistliche Bedeutung des Bauwerks hervorgehoben. „Das Münster ist für unsere Schul- und Hortgemeinschaft weit mehr als ein historisches Bauwerk. Hier feiern wir gemeinsam Andachten, Gottesdienste und die Feste des Kirchenjahres. Zugleich betonte er, das Münster sei „für unsere Kinder ein zusätzlicher wichtiger Ort unseres gelebten religiösen Lebens.
Die Spendenaktion wurde als Beitrag zum Erhalt des Münsters für kommende Generationen verstanden. „Deshalb möchten wir dazu beitragen, dass dieses einzigartige Bauwerk auch für kommende Generationen erhalten bleibt. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die Arbeiten am Deckengewölbe und helfen dabei, die ursprüngliche Schönheit des Münsters zu bewahren. Jeder Euro zählt.
Abschließend dankte das Hortteam allen Unterstützenden „für Ihre Unterstützung und dafür, dass Sie gemeinsam mit uns Verantwortung für dieses besondere Wahrzeichen unserer Stadt übernehmen“ und unterstrich so die enge Verbundenheit zwischen der Christlichen Münsterschule mit ihrem Hort und der Kirchengemeinde samt Münster.
Im Rahmen der Aktion wurde sogar an einem Samstag während des Stadtfestes ein Kuchenbasar durchgeführt. Das eigentliche Spendenziel wurde übertroffen; letztendlich kamen 760 Euro zusammen.
Wir sagen herzlichen Dank an die Initiatoren und Spender!
Foto : Hortleiter Emanuel Loch nach der Übergabe der Spende mit Patenschaftsurkunde, zusammen mit Konstanze Heider (Mitarbeiterin in der Münsterverwaltung).
Inventarisation mittelalterlicher Glasmalereien von um 1300

Im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts Corpus Vitrearum Medii Aevi (https://corpusvitrearum.org/; https://corpusvitrearum.de/) werden sämtliche vor 1550 entstandenen Verglasungen in Mecklenburg-Vorpommern und somit auch die im Doberaner Münster fotografiert, kunsthistorisch erforscht und abschließend in einem Corpusband publiziert.
Die Glasmalereien des Doberaner Münsters sind um 1300 entstanden und gehören damit zu den ältesten Verglasungen Norddeutschlands. Sie werden dabei einen zentralen Bestandteil bilden und wurden nun Mitte Juli 2026 inventarisiert. Die Felder wurden hierfür ausgebaut, von der Vorder-und Rückseite untersucht und in einer Stellage professionell fotografiert.
Zugleich erfolgte ein restauratorischer Kontrolltermin. Dabei prüfte man Abplatzungen, Schimmelbefall, Glaskorrosion sowie die Wirksamkeit von Schutzverglasung und Haltekonstruktion und reinigte Scheiben, Halterungen und Schutzgläser mit einem Wasser-Ethanol-Gemisch.
Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften finanzierte die Gerüststellung für die bei den betroffenen Fenster. Ausbau und restauratorische Begleitung erfolgten durch Dipl.-Rest. Kathrin Rahfoth, Erfurt. Die Kosten hierfür tragen die Kirchengemeinde (Münsterhaushalt) und der Denkmalfonds des Kirchenkreises Mecklenburg gemeinsam. Als Fotograf war Holger Kupfer tätig. Die Aufnahmen stehen der Kirchengemeinde kostenfrei zur Verfügung.
Die Maßnahme betrifft die Depotfenster nord XIV im nördlichen Seitenschiff und süd XV (oben) im südlichen Seitenschiff, in denen seit den späten 1970er-Jahren beziehungsweise seit dem späten 19. Jahrhundert der größte Teil der mittelalterlichen Scheiben versammelt ist. Die Arbeiten dauerten knapp zwei Wochen.

Schadhafte Windstangen von um 1978 brauchen Ersatz
Die Inventarisation der mittelalterlichen Glasmalereien von um 1300 brachten Schäden an den Stabilisierungs-und Halterungselementen zum Vorschein, die im Idealfall im Kontext des Ausbaus zum dauerhaften Erhalt des wertvollen Glasbestands behoben werden sollen.
Die Maßnahme hatte auch das Ziel, zu prüfen, ob es Abplatzungen, Schimmelbefall oder Korrosion gibt und ob die Schutzverglasung und Luftzirkulation noch funktionieren. Diplom-Restauratorin (FH) Kathrin Rahfoth und alle am Projekt Beteiligten mussten im Rahmen des Ausbaus der Glasfenster und der konservatorischen Bearbeitung zur fotografischen Erfassung der Glasfelder feststellen, dass sich die rückseitig mit Kupferdraht befestigten Windstangen aus der Zeit um 1978 (Glaswerkstatt Hajna, Erfurt) sehr stark korrodiert haben.
Um einen Abtrag von Korrosionsprodukten in die Oberflächen der Glasfelder zu vermeiden, wird empfohlen, das Windstangenmaterial gegen Kupferrundstab auszutauschen. Die Vorhangkonstruktion im Fenster zur Montage der nach innen vorgehängten Glasfelder erfolgte mit Eisenschrauben, die korrodiert sind; auch hier wird der Austausch gegen Edelstahlschrauben empfohlen.
Zu den notwendigen Maßnahmen zählen der Ersatz der vorhandenen Windstangen durch neue Windstangen aus Kupferrundstab 8 mm, das Ablöten der vorhandenen Windstangen, das Lösen der Kupferdrahthaften und deren Austausch durch neue Kupferdrahthaften, da die vorhandenen Drahthaften brüchig und nicht wiederzuverwenden sind. Hinzu kommen der Zuschnitt des Kupferrundstabes und das Abflachen der Enden sowie das Auflöten auf den vorhandenen Kupferrahmen. Insgesamt sind 101 Windstangen und etwa 550 Drahthaften zu erneuern, ebenso rund 200 Schrauben zur Befestigung der Vorhangkonstruktion.
Nun ist die Münsterverwaltung der Kirchengemeinde im Kontakt mit den kirchlichen und staatlichen Baubehörden, um die Maßnahme inhaltlich zu klären, aber insbesondere eine tragfähige Finanzierung für diese ungeplante Maßnahme sicherzustellen.
Zusammenstellung: Martin Heider (unter Verwendung der Projekt-und Angebotsunterlagen von Dr. Markus Mock (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Glasmalereiforschung des Corpus Vitrearum Medii Aevi) und Diplomrestauratorin (FH) für Glasmalerei und Glasfenster Kathrin Rahfoth. Foto 1: Martin Heider, Foto 2: Kathrin Rahfoth.
Der Erzengel Michael und das gesamte Portal brauchen Ihre Spende!


4.805 Euro sind bereit gespendet – 32 % vom Spendenziel
Auf der Internetseite vrbankmecklenburg.de/doberanermuenster startete am 13. Juli 2026 die Spendenphase der gemeinsamen Crowdfunding-Aktion der VR-Bank Mecklenburg und des Münsterbauvereins Bad Doberan.
Warum findet der Münsterbauverein Bad Doberan, dass dies Projekt wichtig ist ?
Der Münsterbauverein Bad Doberan e.V. hält das Projekt für wichtig, weil das Hauptportal ein zentrales „Gesicht“ des Münsters ist und entscheidend für die Gesamtwirkung der Südfassade und den ersten Eindruck der Besucherinnen und Besucher ist. Als Haupteingang markiert es den Übergang in den Kirchenraum und hat damit eine besondere liturgische, denkmalpflegerische und touristische Bedeutung.
Die geschnitzte Eichenholztür mit der Figur des Erzengels Michael ist ein qualitätvolles Werk der Neugotik des 19. Jahrhunderts und Teil des kunsthistorischen Gesamtwerts des Münsters, das ein Bauwerk von nationaler Bedeutung mit internationalem Kunstwert ist und als „Perle der acksteingotik“ gilt. Alters-und Wetterschäden gefährden Substanz und Detailreichtum dieser Arbeit; ohne rechtzeitige Restaurierung wären Verluste unvermeidlich.
Der Verein sieht es als seine Aufgabe, das Münster und seine Ausstattung im Sinne eines Generationenprojekts zu bewahren und für kommende Generationen erlebbar zu halten. Das Crowdfunding zum Portal ermöglicht es, viele Menschen konkret an dieser Verantwortung zu beteiligen.
Spenden für das Hauptportal des Münsters
Spenden erbitten wir über den Crowdfunding-Link vrbankmecklenburg.de/doberanermuenster oder den ebenfalls dorthin verlinkenden QR-Code im obenstehenden Plakat
oder alternativ auf das Konto des Münsterbauvereins Bad Doberan e.V. IBAN: DE69 1406 1308 0002 3032 56 BIC: GENODEF1GUE Verwendungszweck: Münsterportal Spenden sind steuerlich absetzbar. Gerne stellen wir Spendenquittungen aus!
Herzlichen Dank für jegliche Unterstützung!
212.514 Euro Spenden und Patenschaften fürs Deckengewölbe
Die Patenschaftsaktion im Doberaner Münster erbrachte seit ihrem Start im Sommer 2022 bis zum 28. Juni 2026 diese bemerkenswerte vorgenannte hohe Summe..

Patenschaftsaktion, Spenden und Zahlungswege
Für den Abschnitt vier der Gewölbesanierung, das südliche Querhaus, wurden dankenswerterweise bereits 31.014 Euro gespendet und noch 21.736 Euro benötigt. Einheimische und Gäste können weiterhin Patin oder Pate für Gewölbefelder werden, zum Beispiel 20×20 cm für 10 Euro oder 1 m² für 250 Euro, und erhalten dafür eine namentliche Patenschaftsurkunde. Auf einem Plan im Münster werden die vergebenen Felder markiert, so dass sichtbar wird, wo das „eigene“ Stück Gewölbe liegt.
Spenden werden erbeten auf das Konto des Kirchenkreises Mecklenburg:
I!N. DE17 5206 0410 8505 0502 00, Kennwort. „Gewölbe Doberaner Münster“
Patenschaften können auch direkt an der Münsterkasse bar oder per Karte und per Spende-App übernommen werden – jeder Euro zählt.
Dank für Patenschaften, Spenden und Fördergelder
Ganz herzlicher Dank gilt allen bisherigen und zukünftigen Spenderinnen und Spendern sowie Patinnen und Paten aus ganz Deutschland und darüber hinaus! Sie unterstützen damit entscheidend die Aufbringung der Eigenmittel, die notwendig sind, um Fördergelder zu erhalten.
Die Gesamtsanierungskosten für die große Sanierungsphase von 2022-2027 betragen 2,6 Millionen Euro. Dankenswerterweise unterstützen die folgenden beiden großen Fördergeldgeber den aktuellen Bauabschnitt: -der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages -Kirchenkreis Mecklenburg innerhalb der Nordkirche aus Patronatsmitteln
Martin Heider
Im Münster und Beinhaus den Salzen auf der Spur – die Arbeiten gehen weiter

Informationen zum Studium an der HAWK Hildesheim:
https://www.hawk.de/de/studium/studiengaenge/bsc-konservierung-und-restaurierung-hildesheim
Studierende der HAWK Hildesheim führen die Untersuchungen im Bad Doberaner Münster und dem Beinhaus fort.
Im Februar 2026 war eine Gruppe Studierender der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim, der HAWK, bereits am Bad Doberaner Münster, um dort Untersuchungen durchzuführen. Die Untersuchungen beschränkten sich auf die Wandmalereien am Grabgelege des Oktogons und des Chorumgangs sowie die Wandmalereien des Beinhauses des Bad Doberaner Münsters. Im Rahmen der Projektwochen des Bachelorstudiums Konservierung und Restaurierung von Steinobjekten und Architekturoberflächen1 führten Anfang Juli die elf Studierenden weitere Untersuchungen und Festigungsmaßnahmen an Wandmalereien des Bad Doberaner Münsters sowie an den Wandmalereien des Beinhauses durch.
Rosalie Trentzsch, Sophie Tappe, Sarah Naumann und Chiara Stuchlik befassten sich mit dem Chorumgang, Carla Jungfleisch und Louis Rist sowie Vivien Thamm und Meilinn Sophie Flüh arbeiteten an den Wandmalereien des Grabgeleges und Laetitia Wimmer, Vivian Wißmann und Julia Martin arbeiteten an den Wandmalereien im Beinhaus.
Betreut werden die Studierenden von Prof. Dr. Barbara Beckett, Dozentin für den Fachbereich Steinobjekte und Architekturoberfläche und Dipl.-Rest. M.A. Annelie Ellesat-Brümmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin für den Fachbereich Steinobjekte und Architekturoberfläche sowie von der Steinrestauratorin M.A. Julia Tomiatti-Kleinwächter. In Kooperation mit Prof. Dr. Constanze Messal, Professorin für Mikrobiologie in der Restaurierung an der HAWK, werden kleine Material- und Salzproben, die an den Wandmalereien entnommen wurden, analysiert.

Restaurierungsstudierende der H!WK bei der Reinigung sowie Festigung der Malschicht: Links: Reinigung der Malerei am Oktogon, Mitte: Festigung der Malschichtschollen am Pfeiler im Kirchenschiff, rechts: Festigung puderartige Malschicht einhaus
Schadensphänomene in Bauwerken hängen häufig mit dem Klima der Umgebung zusammen, deshalb werden zu Beginn der zweiten Projektwochen die Beobachtungen aus dem Winter erneut beurteilt. Hat sich aufgrund des veränderten Klimas das Erscheinungsbild der Wandmalereien verändert? Sind die Salzausblühungen in Lösung gegangen? Diese Fragen galt es zu klären, bevor mit der Festigung der Malschicht begonnen wurde.
Die gelösten Schollen sowie die puderartige Malschicht wurde an den alereien mittels eines Celluloseethers, welcher bei den Schollen hinterspritzt und bei der puderartigen Malschicht über Japanpapier mit einem Pinsel aufgetragen wurde, gefestigt. Neben den Festigungsmaßnahmen werden zusätzlich Proben der Salze sowie eines auf der Malschicht aufliegenden Weißschleiers genommen. Diese werden analysiert, um Aussagen über die Salzbelastung treffen zu können.
Die Malereien sind jetzt erstmal wieder stabil, bis anhand der Analyseergebnisse ein weiterreichendes Erhaltungskonzept entwickelt werden kann, um die wertvollen Malereien auf lange Sicht zu erhalten.
In den Mittagspausen konnten die Studierenden in der Suppenküche der Münstergemeinde zu Mittag essen und der Feierabend wurde entspannt an der Ostsee verbracht. Die Studierenden möchten sich bei den Mitarbeitern für den freundlichen Empfang und das gute Essen bedanken. Weiterer Dank gilt der Münsterverwaltung der Ev.-Luth. Kirchengemeinde für die Organisation der Übernachtung und den zahlreichen Helfern im Münster. Vor allem gilt der Dank dem Ehepaar Heider, welches stets für praktische Fragen und die Zuarbeit von historischen und jüngeren Unterlagen aus dem Archiv der Münsterverwaltung zur Verfügung stand.
Das Projekt wird durch die kirchlichen und staatlichen Denkmalbehörden fachlich begleitet und dankenswerterweise finanziell gefördert durch den Denkmalfonds der Nordkirche.
Text: Meilinn Sophie Flüh
Abbildungen: Barbara Beckett und Annelie Ellesat-Brümmer
Erfolgreiche Stein- und Bücheraktion fürs Deckengewölbe

Am Doberaner Münster laufen weiterhin eine Stein- und Bücheraktion zur Unterstützung der aufwendigen Gewölbesanierung. Die Bestände nehmen deutlich ab:
Gegen eine Spende (Richtwert 5 Euro) können historische Bodenplatten aus den 1960/70er Jahren erworben werden, die im Zuge denkmalpflegerischer Maßnahmen durch zum historischen Befund passendere Steine ersetzt wurden. Die gekennzeichneten Platten liegen im Münster zur Abholung bereit.
Als besonderes Andenken werden diese häufig in kleineren Stückzahlen von Einheimischen und Besuchern erworben. In zwei Fällen sind es größere Stückzahlen zur Neugestaltung von Terrassen. In einem Fall waren es 175 Exemplare, weitere rund 300 sind vorbestellt, so dass die Bestände nun deutlich abnehmen und sich der Spendenstand weiter erhöht.
Parallel dazu werden im nördlichen Seitenschiff Bücher aus den Beständen der Münsterbibliothek und der Handbibliothek der Münsterverwaltung zur Mitnahme angeboten.
Das Angebot reicht von Reiseliteratur über Kunst- und Architekturführer bis zu theologischen Titeln; auch hier sind Spenden für die Gewölbesanierung herzlich erbeten.
Martin Heider
Doberaner Münster täglich zur Besichtigung geöffnet
Öffnungszeiten November-März:
Montag-Freitag: 10:45-15:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 10:45-16:00 Uhr
(keine Besichtigung und Führungen am Karfreitag und Heiligabend)
Öffnungszeiten April - Oktober:
Montag bis Samstag 10:00-17:00 Uhr
Sonntag und Feiertag 11:00-17:00 Uhr
Am Sonntag 06.09.26 sind aufgrund der katholischen Wallfahrt im Münster
Besichtigung und Führungen erst ab 15.15 Uhr regulär möglich.
Die Gewölbeführung in den Dachbereich um 13 Uhr findet statt.
Täglich 11, 13 und 14 Uhr Führungen im Münster (außer Heiligabend)
„Kinder führen Kinder“ – jeden Sonnabend um 11 Uhr (Mai-Oktober)
Adresse
Doberaner Münster
Klosterstraße 2
18209 Bad Doberan
FON: 038203 62716
Spenden Restaurierung
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Bad Doberan Ev.
Kennwort: Restaurierung Münster
IBAN: DE17 5206 0410 8505 0502 00
BIC: GENODEF1EK1
Öffnungszeiten
April-Oktober
Montag bis Samstag 10:00-17:00 Uhr
Sonntag und Feiertag 11:00-17:00 Uhr
November-März
Montag-Freitag: 10:45-15:00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 10:45-16:00 Uhr
Änderungen vorbehalten!
Das Münster ist außer Karfreitag und Heiligabend täglich zur Besichtigung geöffnet.
An Sonn- und Feiertagen ist um 9:30 Evangelischer Gottesdienst. Keine Besichtigung und Führung bis ca. 11:00.
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