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Historische Führung durch den Hütter Wohld


kindermünsterführer

 

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Am 5. Oktober 2019 ging es mit Dipl.-Biologin Ina Sakowski auf den Spuren der Besiedlung durch den Hütter Wohld: von der Jungsteinzeit, über die Slawen und Zisterzienser bis heute

Das 350 ha große Waldgebiet ca. 5 km südöstlich von Bad Doberan ist im Zuge der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren entstanden und durch diese wesentlich geprägt worden. Das Gebiet liegt im Naturraum der Kühlung und ist nur ca. 10 km von der Ostseeküste entfernt.

Wissenschaftler vermuten, dass es inmitten eines ehemaligen großen Nebenarmes der Warnow lag und somit Bedeutung für frühe Besiedlungen hatte.

Erste nachweisbare Spuren menschlicher Besiedlung finden sich aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit in Form der damals typischen Begräbnisstätten (Foto 2). Diese werden begangen und über Ausgrabungsfunde informiert. Später erreichten Germanen und ab dem 7. Jahrhundert u.Z. vermutlich aus dem Osten stammende slawische Stämme das Gebiet, ehe diese Mitte des 12. Jahrhunderts unter Führung von Heinrich dem Löwen von Sachsen größtenteils vernichtet wurden.

Mit den deutschen Eroberern und Siedlern kamen auch Zisterziensermönche ins Gebiet und gründeten im kleinen Ort Althof, nahe dem nordwestlichen Waldrand, 1171 ein Kloster. Nach Zerstörung entschlossen sich die Zisterzienser, 1186 das Kloster an anderer Stelle neu aufzubauen, im heutigen Bad Doberan.

Diese große Klosteranlage wurde bis zum 1. Weltkrieg als Hauptgrablege der mecklenburgischen Fürsten genutzt und ist aufgrund seiner geringen Zerstörungen bis heute ein Besuchermagnet für Einheimische und Touristen.

Leitung: Dipl.-Biol. Ina Sakowski (Foto 1, Mitte)

Foto 2: Hügelgrab aus der Bronzezeit (von Benedikt Köhler)

 

 

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