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Doberan und das Münster im Laufe der Jahrhunderte


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Die Urkunden und Akten geben Hinweise über das, was die Menschen in Doberan im Laufe der Jahrhunderte beschäftigte.

Heute werden einige Ereignisse kurz benannt, die vom Jahr 2019 aus gerechnet "Jubiläumsjahre“ sind, also "runde" Termine, vorgestellt in 100- bzw. 50-Jahres-Schritten.

 


1219

Eine Urkunde bestätigt die Rolle des Bischofs Berno bei der im späten 12. Jahrhundert erfolgten Gründung des Klosters Doberan. Eilhard wird Abt des Klosters, stirbt aber wohl noch im selben Jahr. Ihm folgt der 5. Abt des Klosters, Matthäus.
Zeitgleich erfolgt der Bau der romanischen Vorgängerkirche, geweiht 1232.

1319

 Das Kloster kauft für 1300 Mark von den Knappen Berthold und Konrad Duding die Wassermühle zu Klein Sprenz.
Anfänge des sog. „Mönchskriegs“, einer innerklösterlichen Auseinandersetzung zwischen den Klosterinsassen wendischer und sächsischer Herkunft um die wichtigen Ämter im Kloster. Dem Mutterkloster Amelungsborn wird Parteilichkeit zugunsten der sächsischen Fraktion vorgeworfen.
Zeitgleich wird der um das Jahr 1296 vollendete Rohbau des Münsters sukzessive weiter ausgestattet.

 

 

1369

Einige Ausstattungsstücke der im Vorjahr schlussgeweihten gotischen Klosterkirche sind noch in Arbeit, dazu zählen der Lettner-Kreuzaltar und der Sakramentsturm.

1419

Der Doberaner Abt Hermann war an der Gründung der Rostocker Universität mitbeteiligt. Zusammen mit anderen Würdenträgern wählte er den ersten Universitätsrektor, Magister Petrus Stenbeke. In der Folge nahmen die Doberaner Äbte Aufsichtspflichten an der Universität wahr.

1469

Laut einer Urkunde von 1469 wurden Pfarrdienste in den umliegenden Klosterdörfern auch von Doberaner Mönchen wahrgenommen, sie durften sich dafür auch außerhalb des Klosters aufhalten. Gottesdienste in den Grangien wurden an Tragealtären gehalten.

1519

Im Kloster wurden immer wieder Verträge, die das Kloster betrafen, aber auch solche zwischen den Landesherren und Dritten ausgestellt. So am 20. März 1519, als die Herzöge Heinrich V. und Albrecht VII. im Kloster weilten.